DeepSeek
Das chinesische Labor DeepSeek hat mit sehr günstigen, offen verfügbaren Modellen die Preisannahmen der ganzen Branche verschoben. Für Schweizer Anwender stellt sich damit die Frage nach Datenabfluss und Herkunft des Modells neu.
Hangzhou, China · gegründet 2023 · www.deepseek.com
118 Firmen warnen vor KI-Angriffen – und verkaufen die Lösung
OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, SAP und über hundert weitere Firmen warnen in einem offenen Brief vor KI-gestützten Angriffen auf Spitäler, Wasserwerke und Internet-Infrastruktur. Der Brief nennt weder Frist noch Betrag – bewirbt aber Produkte, die die Unterzeichner selbst verkaufen.
Alibaba zeigt die Qwen4-Architektur – zum Zwölftel-Preis
Alibabas Qwen-Team hat Qwen3.8-Flash-Next veröffentlicht – ein Modell mit offenen Gewichten, das die Architektur des kommenden Qwen4 vorwegnimmt. 125 Milliarden Parameter, davon nur 6 Milliarden aktiv pro Token, und ein API-Preis von 0.16 Dollar pro Million Eingabe-Tokens: rund ein Zwölftel dessen, was Alibabas eigenes Flaggschiff kostet.
Chinesische Hacker verdoppeln ihre Angriffe – mit DeepSeek
Staatsnahe chinesische Hackergruppen haben ihr Angriffsvolumen laut der taiwanischen Sicherheitsfirma TeamT5 mehr als verdoppelt, seit sie KI für Aufklärung und Exploit-Entwicklung einsetzen – bevorzugt DeepSeek. Das BACS meldet für die Schweiz 27'128 freiwillige Meldungen im ersten Halbjahr 2026.
OpenAIs erster eigener Chip schlägt Nvidia beim Strom
Erste Benchmarks für den Inferenz-Chip Jalapeño: 1,5 bis 1,9 Mal mehr KI-Arbeit pro Watt als Nvidias Blackwell. SemiAnalysis sieht sogar Rubin überholt.
KI-Agenten überholen Menschen: 14-mal mehr Tokens
Auf OpenRouter verbrauchen KI-Agenten seit Anfang Februar 2026 mehr Tokens als Menschen – ihr Verbrauch ist seither um das 14-Fache gestiegen, der menschliche nur um das 2,8-Fache. Ein agentischer Auftrag frisst rund 15-mal mehr Tokens als eine Chat-Anfrage. Wer KI-Budgets noch für Chat plant, plant falsch.
DeepSeek gibt Flash Augen – und behält diesmal die Gewichte
DeepSeek hat sein günstiges V4-Flash um Bildverständnis erweitert – zum identischen Preis, ohne Aufschlag. Laut DeepSeeks eigener Tabelle kommt das experimentelle Modell nahe an Claude Opus 4.8 heran und schlägt es auf drei von elf Benchmarks. Zwei Details fehlen in den Schlagzeilen: Jedes Bild wird auf 0,64 Megapixel eingedampft – und die Gewichte veröffentlicht DeepSeek diesmal nicht.
Unitree-Debüt in Shanghai: zeitweise plus 629 Prozent
Der chinesische Roboterhersteller Unitree hat am 19. August 2026 seinen ersten Handelstag am Shanghaier STAR Market absolviert. Zeitweise stand die Aktie 629 Prozent über dem Ausgabepreis, zum Handelsschluss blieben 460 Prozent. Warum die Schlagzeilen drei verschiedene Zahlen nennen – und wie klein die Schweizer Robotikszene daneben aussieht.
Chip-Startup Etched: 21 Milliarden nach dem ersten Rack
Etched hat 700 Millionen Dollar zu einer Bewertung von 21 Milliarden aufgenommen — 26 Tage nach der letzten Runde. Der erste belieferte Kunde ist zugleich der Leadinvestor.
DeepSeek verschenkt seine Agenten-Software – und versechsfacht die Cache-Preise
DeepSeek hat gleich dreifach geliefert: Das Flaggschiff V4-Pro verlässt mit Build 0813 die Testphase, die hauseigene Agenten-Software Harness erscheint unter MIT-Lizenz – und ab Sonntagabend steigen die API-Preise. Am stärksten trifft es ausgerechnet die Cache-Hits, von denen Coding-Agenten leben.
Unitree geht an die Börse – und schreibt schwarze Zahlen
Der chinesische Roboterhersteller Unitree bepreist seinen Börsengang in Shanghai mit rund 9 Milliarden Dollar. Es ist der erste Humanoiden-Hersteller mit Serienauslieferung und Gewinn, der einen Kurszettel bekommt – und ein harter Realitätscheck für die Bewertungen der ganzen Branche.
Weisses Haus erwog Verbote chinesischer Open-Source-KI – und ruderte zurück
Laut der New York Times beriet die US-Regierung wochenlang über Sanktionen, eine Handels-Blacklist und sogar ein Cloud-Geschäftsverbot gegen chinesische Open-Weight-Anbieter. OpenAI und Anthropic sollen Restriktionen befürwortet haben – Nvidia, Microsoft, Google und Meta liefen dagegen Sturm. Vorerst setzt Washington nun auf Wettbewerbsfähigkeit statt Verbote.
Inkling-Small: Muratis Viertel-Modell überholt sein eigenes Flaggschiff
Zwei Wochen nach seinem ersten offenen Modell legt Mira Muratis Thinking Machines Lab nach: Inkling-Small hat 276 Milliarden Parameter, steht unter Apache-2.0-Lizenz und landet laut Artificial Analysis nur einen Punkt hinter dem rund dreieinhalbmal grösseren Flaggschiff. Auf Coding-Benchmarks schlägt der Kleine das Original sogar.























