xAI hat Grok 4.7 veröffentlicht: 2 US-Dollar pro Million Input-Token, 6 Dollar für Output – ein Bruchteil dessen, was Claude Fable 5.1 kostet. Im unabhängigen Artificial Analysis Intelligence Index landet das Modell mit 46 Punkten aber nur im Mittelfeld. Für Schweizer Teams heisst das: günstig rechnen, aber nicht blind auf lange Agenten-Läufe setzen.
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Grok 4.7 ist das derzeit beste Preis-Leistungs-Angebot im Markt – solange die Aufgabe nicht agentisch und stundenlang ist.
xAI hat am 21. September 2026 Grok 4.7 veröffentlicht – laut eigener Ankündigung das bisher stärkste Modell des Unternehmens für Coding und Wissensarbeit. Der Preis bleibt bei 2 US-Dollar pro Million Input-Token und 6 Dollar pro Million Output-Token, exakt gleich wie beim Vorgänger Grok 4.6. Im unabhängigen Artificial Analysis Intelligence Index (v4.3.2, ein Sammelwert aus zehn Einzeltests) landet das Modell mit 46 Punkten allerdings nur im Mittelfeld: Claude Fable 5.1 und GPT-6 kommen laut The Decoder auf je 53 Punkte.
Hinter Grok 4.7 steckt laut xAI ein neues, grösseres Basismodell. Trainiert wurde es mit einem längeren Reinforcement-Learning-Lauf – also mit Belohnungssignalen statt reiner Textvorhersage – auf Aufgaben, die viele Stunden dauern. Es soll die eigene Arbeit besser überprüfen und langen Kontext besser verwalten. Zahlen zur Modellgrösse nennt das Unternehmen nicht: Artificial Analysis hält ausdrücklich fest, dass weder Grösse noch Parameterzahl offengelegt sind. Nebenbei: Auf der eigenen Website firmiert xAI inzwischen als SpaceXAI.
Der Preis ist das eigentliche Argument. GPT-5.6 Sol kostet laut xAIs Vergleichstabelle 4 Dollar für Input und 20 Dollar für Output, Claude Fable 5.1 sogar 10 und 50 Dollar. Beim Output zahlst du bei Grok 4.7 also rund ein Achtel von Fable 5.1. Das Fachmedium The Decoder ordnet die Preise als näher an chinesischen Modellen als an westlichen Frontier-Modellen ein – und vermutet, dass das seinen Grund hat.
Beim agentischen Coden – Aufgaben, die eine KI selbstständig über viele Schritte im Terminal abarbeitet – meldet xAI für Terminal-Bench 4.0 selbst gemessene 38,0 Prozent (Stufe «xhigh»). In der unabhängigen Messung von Artificial Analysis, über die The Decoder berichtet, sind es 26 Prozent. Zum Vergleich in derselben unabhängigen Messung: GPT-6 Astra 60 Prozent, Claude Fable 5.1 55 Prozent – und selbst das günstige DeepSeek V4.1 Flash liegt mit 27 Prozent knapp davor.
Grok 4.7 ist ab sofort über die Grok-API, in Cursor und in Grok Build verfügbar – Werkzeuge, die auch in Schweizer Entwicklerteams im Einsatz sind. Für Routinearbeit – Entwürfe, Zusammenfassungen, Code-Review – bekommst du hier deutlich mehr Token fürs Budget. Sobald du aber einen Agenten stundenlang unbeaufsichtigt arbeiten lässt, kippt die Rechnung: Ein Modell, das die Aufgabe nicht zu Ende bringt, ist auch für 6 Dollar zu teuer. Und weil xAI ein US-Anbieter ist, gilt für Schweizer KMU das Übliche: Wer Kundendaten durch die API schickt, braucht nach revDSG einen Auftragsbearbeitungsvertrag und muss die Bekanntgabe ins Ausland dokumentieren.
Zwischen Grok 4.6 (12. August 2026) und Grok 4.7 lagen gut fünf Wochen. Hält xAI dieses Tempo, sinkt der Preis pro Intelligenz-Einheit weiter – und der Druck auf die teuren Spitzenmodelle steigt. Für dich heisst das: Die Modellwahl ist keine Jahresentscheidung mehr, sondern eine pro Aufgabe.
StepFun hat am 20. September 2026 Step 5 Preview gestartet: ein Sparse-MoE-Modell mit rund 600 Milliarden Parametern, 1 Million Token Kontext und einem Listenpreis von 1 US-Dollar pro Million Input-Token. Die Gewichte sollen am 15. Oktober offengelegt werden.