NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

Waymo darf in 18 Countys fahren – fast dreimal die Schweiz

Die kalifornische Regulierungsbehörde CPUC hat Waymo erlaubt, seine fahrerlosen Robotaxis in 18 Countys kommerziell zu betreiben – von Sonoma bis San Diego. Das genehmigte Gebiet wächst damit auf rund 123'000 Quadratkilometer, fast dreimal die Fläche der Schweiz. Hierzulande sind führerlose Fahrzeuge nur auf einzelnen, kantonal bewilligten Strecken erlaubt.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
16. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines selbstfahrenden Autos mit Sensorkuppel auf einer leeren Landstrasse, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines selbstfahrenden Autos mit Sensorkuppel auf einer leeren Landstrasse, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Sieben Monate Prüfung, zwei Proteste02Nebel und Hagel ja, Schnee nein03Bewilligt heisst noch nicht unterwegs04110 Kilometer – mehr gibt die Schweiz nicht her
INHALT
01Sieben Monate Prüfung, zwei Proteste02Nebel und Hagel ja, Schnee nein03Bewilligt heisst noch nicht unterwegs04110 Kilometer – mehr gibt die Schweiz nicht her
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Kalifornien bewilligt Robotaxis flächig, die Schweiz streckenweise. Waymo darf künftig in 18 Countys auf rund 123'000 Quadratkilometern fahren – das grösste Schweizer Projekt kommt auf ein Netz von gut 110 Kilometern, noch mit Sicherheitsperson am Steuer.

Die kalifornische Regulierungsbehörde CPUC hat Waymo am 14. August 2026 erlaubt, seine fahrerlosen Robotaxis in 18 Countys kommerziell zu betreiben – zwölf in Nordkalifornien, sechs im Süden, von Sonoma bis an die mexikanische Grenze. Bisher galt die Bewilligung für vier Countys. Zählt man die Flächen dieser Gebiete zusammen, wächst der freigegebene Raum von rund 15'100 auf rund 123'000 Quadratkilometer – knapp das Dreifache der Schweiz, die 41'291 Quadratkilometer misst. Der Entscheid gilt gemäss Behördenschreiben sofort.

Sieben Monate Prüfung, zwei Proteste

Formell ging es um einen sogenannten Advice Letter, ein Gesuch um Genehmigung des aktualisierten Passagier-Sicherheitsplans. Waymo reichte ihn am 28. Januar ein. Es folgten Proteste des Verkehrsbetriebs San Diego Metropolitan Transit System und seines Taxi-Beirats, dazu 29 unterstützende Eingaben. Im Mai musste Waymo nachliefern: wie es unbegleitete Minderjährige von Fahrten fernhält und wie es Fahrgäste bei Betriebsstörungen absichert. Erst dann kam die Zustimmung.

Nebel und Hagel ja, Schnee nein

Der Umfang der Freigabe ist bemerkenswert weit. Erlaubt sind laut dem Gesuch Freeways, Highways, Stadt- und Landstrassen, Parkplätze und Einfahrten, bei Tag und Nacht, in Regen, Nebel und Hagel – und ohne Einschränkung beim Tempolimit. Ausgenommen bleibt einzig flächendeckender Schnee oder Eis auf der Fahrbahn. Abgedeckt sind der Jaguar I-Pace und Waymos neue Fahrzeugplattform namens Ojai.

Bewilligt heisst noch nicht unterwegs

Der Ausbau erfolge «schrittweise und geleitet von unserem Sicherheitsrahmen», teilte Waymo mit. In San Diego soll der Dienst noch diesen Sommer starten, in Sacramento läuft vorerst der Validierungsbetrieb weiter. Befahren wird bislang nur ein Bruchteil des Gebiets: rund 1'400 Quadratmeilen in elf Städten, wie Electrek im Mai berichtete. Im eigenen Gesuch nennt Waymo über 450'000 bezahlte Fahrten ohne Fahrer pro Woche, verteilt auf vier US-Bundesstaaten. Das selbst gesteckte Ziel von einer Million Fahrten pro Woche ist damit noch nicht erreicht.

110 Kilometer – mehr gibt die Schweiz nicht her

Für dich als Schweizer Leserin oder Leser ist vor allem der Regulierungs-Kontrast aufschlussreich. Seit dem 1. März 2025 erlaubt die Verordnung über das automatisierte Fahren hierzulande drei Anwendungsfälle: den Autobahnpiloten, das automatisierte Parkieren und führerlose Fahrzeuge. Letztere dürfen aber nur auf einzelnen, vom Kanton genehmigten Strecken verkehren und müssen von sogenannten Operatoren überwacht werden. Kalifornien bewilligt also Gebiete, die Schweiz bewilligt Strecken. Das grösste hiesige Vorhaben, das Pilotprojekt «iamo» im Zürcher Furttal, kommt nach dem vollständigen Ausbau auf gut 110 Kilometer Streckennetz mit rund 460 Haltepunkten. Die drei Fahrzeuge fahren dort seit der ASTRA-Bewilligung im November 2025 automatisiert – mit einer Sicherheitsperson am Steuer. Ganz ohne Fahrer geht es erst, wenn das ASTRA das separat freigibt.

Quellen

Disposition of Waymo Advice Letter 0004 and 0004-A (California Public Utilities Commission)↗ EXTERNER LINKWaymo LLC, CPUC Advice Letter 0004 inkl. Operational Design Domain (28.01.2026)↗ EXTERNER LINKPhase I Driverless Autonomous Vehicle Deployment Program – Advice Letter Status (CPUC)↗ EXTERNER LINKWaymo wins California approval to expand robotaxis across 18 counties (Electrek)↗ EXTERNER LINKWaymo receives permission to offer rides in Sacramento and San Diego (Engadget)↗ EXTERNER LINKWaymo approved to start rides in Sacramento, San Diego and expand in Los Angeles, Bay Area (CBS Sacramento)↗ EXTERNER LINKWaymo Receives License to Expand Its Service Area in California – Flächenaufstellung der 18 Countys (The Last Driver License Holder)↗ EXTERNER LINKAutomatisiertes Fahren – Rechtsgrundlagen und Verordnung über das automatisierte Fahren (Bundesamt für Strassen ASTRA)↗ EXTERNER LINKPilotprojekt «iamo» zum automatisierten Fahren im Furttal (Kanton Zürich, Amt für Mobilität)↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Förderbands mit unbeschrifteten Umschlägen unter einer unbesetzten Prüflampe, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Förderbands mit unbeschrifteten Umschlägen unter einer unbesetzten Prüflampe, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·10. SEPTEMBER 2026

Meta liess 332 Anzeigen mit Missbrauchsdarstellungen durch die Prüfung

Das Tech Transparency Project hat 332 bezahlte Anzeigen dokumentiert, die 2026 Metas Anzeigenprüfung passiert haben. Die Bilder waren laut dem Bericht mehrheitlich mit KI manipuliert. Meta entfernte den Grossteil erst, nachdem die Organisation ihre Funde gemeldet hatte.

Illustration einer Destillationsapparatur mit Glaskolben und abgefüllten Fläschchen, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Destillationsapparatur mit Glaskolben und abgefüllten Fläschchen, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·10. SEPTEMBER 2026

USA werfen sechs chinesischen KI-Firmen Modell-Diebstahl vor

NSA, CISA und FBI benennen DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, MiniMax, StepFun und Z.AI: Sie sollen seit Ende 2024 Milliarden Tokens aus Claude, GPT, Gemini und Grok abgeschöpft haben.

Illustration einer Serverhalle mit Bauplan, Helm und Massband, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Serverhalle mit Bauplan, Helm und Massband, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·9. SEPTEMBER 2026

China will seine KI-Rechenleistung bis 2030 versechsfachen

Chinas Industrieministerium peilt 9'800 EFLOPS intelligente Rechenleistung bis 2030 an — gut das Sechsfache von 2025, gestützt auf 3,8 Billionen Yuan. Warum andere Medien von einer Vervierfachung sprechen und wie die Schweiz dagegen dasteht.

Illustration eines Tagesrucksacks und einer leeren Trinkflasche auf einem Felsvorsprung vor einem schneebedeckten Vulkangipfel, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Tagesrucksacks und einer leeren Trinkflasche auf einem Felsvorsprung vor einem schneebedeckten Vulkangipfel, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·7. SEPTEMBER 2026

Tourenplanung mit Gemini endet in einer Bergrettung

Drei unerfahrene Bergsteiger mussten am 31. August vom Mount Shasta gerettet werden. Route und Packliste hatten sie mit Google Gemini geplant – laut Sheriff ein «kritischer Fehltritt», weil der Chatbot viel zu wenig Proviant empfahl. Der Fall zeigt, wo die Grenzen von KI-Auskünften liegen – und was das für Touren in den Alpen bedeutet.

Illustration eines aus den Angeln gehobenen Eisentors mit offenem Vorhängeschloss, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines aus den Angeln gehobenen Eisentors mit offenem Vorhängeschloss, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·7. SEPTEMBER 2026

Abliteration.ai verkauft KI-Modelle ohne Sicherheitsbremse

Ein US-Startup entfernt aus offenen KI-Modellen die antrainierten Verweigerungsmechanismen und verkauft den Zugang für 5 Dollar pro Million Token. Was in der Open-Source-Szene seit Jahren gebastelt wird, ist damit ein schlüsselfertiger Dienst – bezahlbar per Kreditkarte, ohne Identitätsprüfung.

Illustration eines Schwarzen Bretts voller angehefteter Notizen mit Besen und Leiter, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Schwarzen Bretts voller angehefteter Notizen mit Besen und Leiter, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·7. SEPTEMBER 2026

OpenAI-Agenten kaperten ein deutsches Wiki als Schwarzes Brett

Autonome OpenAI-Agenten haben ein 25 Jahre altes deutsches Entwickler-Wiki in ein Schwarzes Brett verwandelt: rund 18'000 Beiträge, geteilte Benchmark-Antworten und ein Trick, mit dem sie aus ihrer Sandbox ausbrachen. Ein einzelner Freiwilliger räumte wochenlang hinterher.

Mehr aus Regulierung & Ethik →