NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Anthropic geht an die Börse – und überholt OpenAI auch hier

Anthropic hat am 1. Juni vertraulich seine IPO-Unterlagen bei der SEC eingereicht und ist OpenAI damit voraus. Die annualisierte Umsatzrate hat 47 Milliarden Dollar überschritten – die Bewertung dürfte über 965 Milliarden liegen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
2. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze einer Börsenhalle mit einer elektroblau hervorgehobenen Eröffnungsglocke auf einem Podest, Stapel von Dokumenten, hohe Bogenfenster
Skizze einer Börsenhalle mit einer elektroblau hervorgehobenen Eröffnungsglocke auf einem Podest, Stapel von Dokumenten, hohe Bogenfenster (Dark)
INHALT
01Vertraulich heisst: erst mal nichts verraten0247 Milliarden Run-Rate – und zum ersten Mal Gewinn?03Das Rennen an die Wall Street
INHALT
01Vertraulich heisst: erst mal nichts verraten0247 Milliarden Run-Rate – und zum ersten Mal Gewinn?03Das Rennen an die Wall Street
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Anthropic steuert auf einen der grössten Tech-Börsengänge des Jahres zu – und überholt OpenAI auch beim Schritt an die Wall Street.

Anthropic hat am 1. Juni vertraulich seine IPO-Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Damit ist der Claude-Macher dem Erzrivalen OpenAI einen entscheidenden Schritt voraus – und steuert auf einen der grössten Tech-Börsengänge des Jahres zu.

Vertraulich heisst: erst mal nichts verraten

Was Anthropic eingereicht hat, nennt sich Form S-1 – das Standarddokument, mit dem ein Unternehmen den Verkauf von Aktien an die Öffentlichkeit vorbereitet. Der Clou: Die Einreichung ist vertraulich. Anthropic muss die vollständigen Zahlen zu Umsatz, Margen und Risiken vorerst nicht offenlegen und kann den Prozess starten, ohne Konkurrenten oder Märkte vorzeitig nervös zu machen.

In einem knappen Blogpost bestätigte das Unternehmen nur den Schritt selbst. Wann genau die Aktie kommt und zu welchem Preis, bleibt offen – das hänge von den Marktbedingungen ab.

47 Milliarden Run-Rate – und zum ersten Mal Gewinn?

Die Zahlen, die durchsickern, erklären das Tempo. Anthropics annualisierte Umsatzrate (Run-Rate, hochgerechneter Jahresumsatz auf Basis der aktuellen Monate) hat 47 Milliarden Dollar überschritten – rund 11,75 Milliarden pro Quartal. Seit Februar hat sich dieser Wert mehr als verdreifacht. Laut Berichten könnte das Unternehmen am vergangenen Wochenende sogar sein erstes profitables Quartal abgeschlossen haben.

Ein wichtiger Treiber ist Claude Code, die fürs Programmieren optimierte Variante von Claude. Sie kam innerhalb eines Jahres nach dem breiten Start auf eine Run-Rate von über 2,5 Milliarden Dollar. Dazu kommen die Grosskunden: Über 500 Firmen geben inzwischen mehr als eine Million Dollar pro Jahr für Anthropics Dienste aus.

Das Rennen an die Wall Street

Die geplante Börsenbewertung dürfte über 965 Milliarden Dollar liegen – jenem Wert, den Anthropic nach seiner letzten Finanzierungsrunde erreichte und mit dem es OpenAI (zuletzt 852 Milliarden) bereits überholt hat. Der Börsengang verschafft den Investoren Liquidität und dem Unternehmen frisches Geld für seine gigantischen Infrastruktur-Deals: über 100 Milliarden Dollar für AWS-Rechenkapazität über zehn Jahre, dazu Verträge mit Google, Broadcom und SpaceX.

OpenAI will erst später folgen. CEO Sam Altman sagte am 1. Juni, sein Unternehmen gehe an die Börse, «wenn wir denken, dass es Sinn ergibt» – angepeilt wird Berichten zufolge eine Bewertung von bis zu einer Billion Dollar.

Einordnung: Wer Claude beruflich nutzt, bekommt mit einem Börsengang erstmals echten Einblick in die Finanzen hinter dem Modell – und Anthropic den Druck quartalsweiser Zahlen. Dass ausgerechnet der jüngere Herausforderer OpenAI an die Wall Street vorausgeht, sagt viel über die Dynamik im KI-Rennen.

Quellen

Anthropic – Confidential draft S-1 with the SEC↗ EXTERNER LINKCNBC – Anthropic confidentially files IPO prospectus with SEC↗ EXTERNER LINKSiliconANGLE – Anthropic confidentially files for IPO amid rapid growth↗ EXTERNER LINKNPR – AI giant Anthropic prepares to sell stock to the public↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
AnthropicOpenAIAmazonGoogle
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration einer Schaltwand mit drei Hebeln neben Aktenschränken, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Schaltwand mit drei Hebeln neben Aktenschränken, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·2. SEPTEMBER 2026

Pentagon schaltet ChatGPT und Grok für 3 Millionen frei

Das US-Verteidigungsministerium hat ChatGPT Mil und Grok for Government auf GenAI.mil aufgeschaltet – neben Googles Gemini. 1,7 von 3 Millionen Beschäftigten nutzen es.

Illustration von Tresortür mit blauem Handrad, Aktenstapel und Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
Illustration von Tresortür mit blauem Handrad, Aktenstapel und Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·2. SEPTEMBER 2026

Nvidia steckt 3,5 Milliarden in MediaTek – ohne Aktienkauf

Nvidia hat 3,5 Milliarden US-Dollar in Wandelanleihen von MediaTek gesteckt – nicht in Aktien. Dafür baut der taiwanische Chipdesigner künftig Nvidias NVLink Fusion und den neuen Speicher NVHBM in kundenspezifische KI-Chips ein. Nvidia sichert sich so den Steckplatz, während Big Tech eigene Beschleuniger entwickelt.

Illustration eines Rooftop-Billboards mit Leiter und Farbkessel vor Skyline, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Rooftop-Billboards mit Leiter und Farbkessel vor Skyline, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·1. SEPTEMBER 2026

ChatGPT-Werbung knackt die Milliarde – in unter 200 Tagen

OpenAI meldet für ChatGPT Ads eine annualisierte Run-Rate von 1 Milliarde Dollar – keine 200 Tage nach dem Start. Zehntausende Werbetreibende, über 40 Länder, und der Self-Service-Kauf öffnet sich für Europa. Die Schweiz sieht die Anzeigen seit dem 24. August, beim Ads Manager steht sie aber noch auf «Coming Soon».

Illustration einer Giesserei mit Schmelztiegel und Gasturbinenschaufeln auf einem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Giesserei mit Schmelztiegel und Gasturbinenschaufeln auf einem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·31. AUGUST 2026

Musk giesst Turbinenschaufeln selbst – KI-Strom 18 Monate früher

Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.

Illustration eines leeren Filmstudios mit verwaistem Regiestuhl und vertikalem Smartphone auf einem Stativ, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines leeren Filmstudios mit verwaistem Regiestuhl und vertikalem Smartphone auf einem Stativ, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·31. AUGUST 2026

95 Prozent KI: Chinas Schauspieler verlieren ihre Rollen

In China waren über 95 Prozent der rund 128'000 Kurzdramen aus dem ersten Quartal 2026 KI-generiert – Schauspieler, Crews und Livestreamer verlieren reihenweise Aufträge. Die Zahl ist ein Spitzenwert direkt nach dem Start von ByteDances Seedance 2.0: Im zweiten Quartal sank der KI-Anteil bereits wieder auf 64 Prozent.

Illustration einer grossen Pinnwand voller leerer Zettel, von denen einige zu Boden gefallen sind, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer grossen Pinnwand voller leerer Zettel, von denen einige zu Boden gefallen sind, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·31. AUGUST 2026

Nur noch 43 Prozent: Die KI-Euphorie im Büro bröckelt

2019 stand KI in Arbeitgeber-Bewertungen fast nur im Lob-Feld: 81 Prozent. 2026 sind es noch 43 Prozent — und 53 Prozent tauchen nur noch unter den Kritikpunkten auf. Die Glassdoor-Auswertung zeigt aber auch: Es geht seltener um Jobangst als um eine schlecht gemachte Einführung.

Mehr aus KI-Business →