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Gemini 3.7 Flash: drei Wochen nach 3.6, halber Preis

Google hat Gemini 3.7 Flash veröffentlicht – nur drei Wochen nach dem Vorgänger und zum halben Einführungspreis. Beim Programmieren legt das Modell deutlich zu, bei Agenten-Benchmarks bleibt GPT-5.6 Terra vorn. Und der Consumer-Agent Gemini Spark, der ab sofort auf 3.7 Flash läuft, ist in der Schweiz gar nicht verfügbar.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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14. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Stoppuhr mit blauem Gehäuse und einem Messschieber auf einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Codequalität springt um neun Punkte020,75 Dollar gegen 2 Dollar03Wo GPT-5.6 Terra weiterhin vorn liegt04Für Schweizer Abonnenten bleibt Spark zu
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01Codequalität springt um neun Punkte020,75 Dollar gegen 2 Dollar03Wo GPT-5.6 Terra weiterhin vorn liegt04Für Schweizer Abonnenten bleibt Spark zu
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Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das eigentliche Argument: 0,75 statt 2,00 Dollar pro Million Input-Token bei besserer Codequalität. Schweizer Abonnenten profitieren allerdings nur, wenn sie selbst entwickeln – Spark bleibt hier gesperrt.

Google hat am 13. August 2026 Gemini 3.7 Flash vorgestellt – nur drei Wochen nach dem Vorgänger 3.6 Flash. Das Modell ist laut Google das bisher intelligenteste Arbeitstier des Konzerns für Programmieren und KI-Agenten und startet zum Einführungspreis von 0,75 US-Dollar pro Million Input-Token, der Hälfte dessen, was 3.6 Flash beim Launch kostete. Für Schweizer Nutzer hat die Ankündigung einen Haken: Gemini Spark, Googles persönlicher KI-Agent, läuft ab sofort auf dem neuen Modell – ist hierzulande aber gar nicht verfügbar.

Codequalität springt um neun Punkte

Die grössten Zuwächse meldet Google beim Programmieren. Auf FrontierCode 1.1 Main – einem Benchmark der Firma Cognition, der die Qualität produktionsreifen Codes misst – erreicht 3.7 Flash 43,6 Prozent statt 34,4 Prozent. Bei DeepSWE v1.1, das länger laufende Software-Engineering-Aufgaben prüft, sind es 65,3 statt 49,0 Prozent. Auch abseits von Code legt das Modell zu: beim Verständnis komplexer Dokumente (GDP.pdf) von 22,0 auf 34,0 Prozent, bei der Automatisierung von Geschäftsabläufen (AutomationBench) von 17,0 auf 30,4 Prozent. In der WebDev Arena, wo Modelle im direkten Vergleich Weboberflächen bauen, steigt der Elo-Wert von 1538 auf 1588.

Bemerkenswert ist, wie das zustande kam: Laut der Modellkarte von Google DeepMind basiert 3.7 Flash auf 3.6 Flash – gleiche Architektur, gleiche Trainingsdaten. Google führt den Sprung auf Entwickler-Feedback und algorithmische Verbesserungen zurück.

0,75 Dollar gegen 2 Dollar

Der Preis ist das eigentliche Argument. Eine Million Input-Token kosten 0,75 Dollar, eine Million Output-Token 3,75 Dollar. Zum Vergleich: In Googles eigener Übersicht verlangt Claude Sonnet 5 dafür 2,00 respektive 10,00 Dollar, GPT-5.6 Terra 2,00 und 12,00 Dollar.

Zwei Details stehen im Kleingedruckten. Der Einführungspreis läuft am 31. Dezember 2026 aus – ab dem 1. Januar 2027 werden 1,50 und 7,50 Dollar fällig. Und er gilt für 3.6 und 3.7 Flash gleichermassen: Wer beim älteren Modell bleibt, zahlt ab sofort denselben Preis für die schwächere Leistung.

Wo GPT-5.6 Terra weiterhin vorn liegt

Googles Vergleichstabelle zeigt allerdings auch, dass «besser als die Konkurrenz» nicht durchgängig stimmt. Bei DeepSWE v1.1 liegt GPT-5.6 Terra mit 69,6 Prozent vor Gemini, bei Terminal-bench 2.1 mit 87,4 gegen 85,8 Prozent, bei agentischer Computernutzung (OSWorld-2.0) mit 50,2 gegen 47,9 Prozent. Claude Sonnet 5 wiederum führt bei Wissensarbeit (GDPVal-AA v2, Elo 1598 gegen 1525). Im Artificial Analysis Intelligence Index, der mehrere Tests zusammenfasst, kommt 3.7 Flash auf 56 Punkte – knapp vor Sonnet 5 mit 55, aber hinter Terra mit 57.

Vorn liegt Gemini also dort, wo Google den Fokus gesetzt hat: Codequalität, Weboberflächen, Dokumente, Geschäftsprozesse. Wer lange Agentenläufe im Terminal braucht, findet anderswo mehr – dann allerdings zum mehrfachen Preis.

Für Schweizer Abonnenten bleibt Spark zu

Gemini Spark, der Agent, der laut Google rund um die Uhr eigenständig Aufgaben übernimmt, läuft ab sofort ebenfalls auf 3.7 Flash. Google beziffert die Reichweite auf «über 160 Länder» und verlinkt dabei auf die eigene Support-Seite. Dort steht, dass Spark überall dort verfügbar ist, wo es die Gemini-Apps gibt – «ausser im Europäischen Wirtschaftsraum, in Nigeria, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich».

Die Schweiz ist dort separat neben dem EWR aufgeführt, was korrekt ist: EWR-Mitglied ist sie nicht. Konkret heisst das für dich: Wer hier ein Google-AI-Pro- oder -Ultra-Abo bezahlt, merkt vom Modell-Upgrade nichts, weil er Spark gar nicht erst nutzen kann. Das Modell selbst ist davon nicht betroffen. Wer über die Gemini API, AI Studio, Android Studio oder Antigravity entwickelt, arbeitet ab sofort mit 3.7 Flash. Der Ausschluss trifft die Konsumentenseite – nicht die Entwicklerseite.

Quellen

Introducing Gemini 3.7 Flash – Google (Primärquelle)↗ EXTERNER LINKGemini 3.7 Flash Model Card – Google DeepMind↗ EXTERNER LINKGemini Spark – verfügbare Länder (Google Support)↗ EXTERNER LINKGemini 3.7 Flash lands with coding gains and undercuts its predecessor's price by 50% – The Decoder↗ EXTERNER LINKGemini 3.7 Flash launch – 9to5Google↗ EXTERNER LINKFrontierCode Benchmark – Cognition↗ EXTERNER LINKDeepSWE Benchmark – Datacurve↗ EXTERNER LINKWebDev Arena Leaderboard – Arena.ai↗ EXTERNER LINKGemini API Pricing – Google AI for Developers↗ EXTERNER LINK
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