Google öffnet Gemini 4 Argon für zahlende Kunden weltweit: 2 Dollar pro Million Input-Tokens bis 30. November, danach doppelt so viel. Bei den Benchmarks liegt es teils vorn, teils hinten.
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Argon führt den Vals Index knapp an, liegt aber bei Terminal-Bench und im Artificial-Analysis-Index hinter Opus 5.5. Teste das Modell mit eigenen Aufgaben, bevor am 1. Dezember der höhere Preis gilt.
Google hat Gemini 4 Argon am Dienstag, 13. Oktober, für zahlende Kunden weltweit geöffnet: Das Modell läuft über die API, in der Gemini-App und im KI-Modus der Google-Suche. Laut Google kostet es bis Ende November 2 Dollar pro Million Input-Tokens und 10 Dollar pro Million Output-Tokens, danach doppelt so viel. Bei der Vorstellung am 30. September war Argon noch auf Cyber-Verteidiger beschränkt. Ob und ab wann es in der Schweiz verfügbar ist, nennt Google nicht gesondert.
Entwickler erreichen Argon laut Google über die bezahlte Gemini API, Google AI Studio, Android Studio und Firebase AI Logic. Firmen bekommen es über Gemini Enterprise. In der Gemini-App und im KI-Modus der Suche ist es Abonnenten von Google AI Pro und Ultra vorbehalten, das Coding-Werkzeug Antigravity gibt es nur mit Ultra. Reuters nennt als frühe Tester Deloitte, LexisNexis, Ambience Healthcare und Isomorphic Labs. Zusätzlich öffnet Google sein Fairwind-Programm für hunderte weitere Partner: Geprüfte Sicherheitsfachleute erhalten dort eine Argon-Version ohne Cyber-Schutzschranken. 10'000 Forschende können sich um sechs Monate kostenlosen Zugang zur höchsten Antigravity-Stufe bewerben.
Der Einführungspreis von 2 und 10 Dollar gilt bis 30. November. Ab 1. Dezember steigt er laut VentureBeat auf 4 und 20 Dollar. Gespeicherte Eingaben (Cached Input, also Text, den das Modell schon kennt) kosten 95 Prozent weniger. Zum Vergleich nennt VentureBeat: Claude Sonnet 5.5 und GPT-6.1 Sol kosten ebenfalls 2 und 10 Dollar, Claude Opus 5.5 und Metas Muse Wonder 4 und 20 Dollar, GPT-6 Astra 10 und 50 Dollar. Wer Argon produktiv einsetzen will, muss also mit den höheren Preisen ab Dezember rechnen.
Auf dem Vals Index führt Argon laut VentureBeat mit 68,90 Prozent knapp vor Sonnet 5.5 (67,04) und Opus 5.5 (66,97). Der Abstand ist klein. Beim Artificial Analysis Intelligence Index erreicht Argon 53 Punkte, Opus 5.5 kommt auf 58. Auf Terminal-Bench 4.0 liegt Argon mit 57,4 Prozent hinter Opus 5.5 mit 66,4 Prozent. Der Reviewer Sam Witteveen sagte laut VentureBeat, es sei ein «wirklich sehr gutes Modell», aber das beste sei es seiner Meinung nach nicht. Google selbst meldet, dass Teams mit Argon in Antigravity über 35 Prozent mehr Code-Einreichungen durch Agenten schafften und fast ein Drittel weniger Rollbacks hatten. Das sind Herstellerangaben.
Laut Reuters will Google mit Argon Boden gegenüber OpenAI und Anthropic gutmachen, nach Monaten voller Verzögerungen und einem Umbau bei DeepMind. Im September hatte Google demnach erklärt, Gemini 3.5 Pro nicht mehr zu veröffentlichen. Für dich heisst das: Wenn du Modelle über die API einsetzt, teste Argon mit eigenen Aufgaben, bevor am 1. Dezember der höhere Preis gilt.
Google stellt Gemini 4 Argon vor, zunächst nur für ausgewählte Cybersecurity-Organisationen im Fairwind-Programm. Laut Google findet und patcht das Modell kritische Schwachstellen selbstständig. Wir ordnen Zahlen, Bloomberg-Zweifel und den Schweiz-Bezug ein.