Google veröffentlicht Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und 3.5 Flash Cyber. Das Aufmacher-Modell ist gleichzeitig günstiger und effizienter als sein Vorgänger und braucht rund 17 Prozent weniger Ausgabe-Tokens.
Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.
Gemini 3.6 Flash liefert mehr Leistung zum kleineren Preis – der grosse Sprung soll aber erst mit Gemini 4 kommen.
Google hat drei neue Modelle vorgestellt: Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber. Der Clou am Aufmacher-Modell: Es ist nicht nur besser als sein Vorgänger, sondern gleichzeitig günstiger – in der KI-Welt ein seltener Doppelschlag.
Gemini 3.6 Flash kostet 1.50 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 7.50 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens (Tokens sind die Wort-Bausteine, in denen KI-Modelle abrechnen). Der Vorgänger 3.5 Flash lag bei 9 Dollar für die Ausgabe. Gleichzeitig braucht das neue Modell laut dem unabhängigen Artificial Analysis Index rund 17 Prozent weniger Ausgabe-Tokens für dieselbe Arbeit – die Rechnung fällt also doppelt kleiner aus. Neu ist ausserdem, dass die Funktion Computer Use, mit der das Modell selbstständig eine Bedienoberfläche steuert, direkt eingebaut ist.
Google positioniert die Flash-Reihe klar als Arbeitspferd für KI-Agenten – Programme, die mehrere Schritte selbstständig abarbeiten. Genau dort legt 3.6 Flash zu: Es braucht laut Google weniger Denk-Schritte und Werkzeug-Aufrufe pro Aufgabe und verbessert sich messbar beim Programmieren und bei der Wissensarbeit. Wichtig für die Praxis: Wo weniger Tokens für ein Resultat nötig sind, sinken sowohl Kosten als auch Wartezeit.
Die beiden Geschwister zielen auf andere Einsätze. Gemini 3.5 Flash-Lite ist mit 0.30 Dollar Eingabe und 2.50 Dollar Ausgabe pro Million Tokens die günstige, schnelle Variante für Massen-Aufgaben und schafft rund 350 Tokens pro Sekunde. Gemini 3.5 Flash Cyber dagegen ist ein auf das Finden und Flicken von Sicherheitslücken getrimmtes Modell – und Google bietet es bewusst nicht frei an, sondern nur Behörden und geprüften Partnern über ein begrenztes Pilotprogramm. Zwischen den Zeilen bleibt eine Baustelle sichtbar: Das lange erwartete Spitzenmodell Gemini 3.5 Pro testet Google noch mit Partnern und will es «freigeben, sobald es bereit ist».
Zugleich kündigte Google an, den bisher ambitioniertesten Trainingslauf für Gemini 4 gestartet zu haben. Für dich heisst das kurzfristig vor allem eins: Wer Gemini in eigenen Anwendungen nutzt, bekommt spürbar mehr Leistung fürs Geld – und Google macht klar, dass der eigentliche Sprung erst noch bevorsteht.