Google öffnet die Vorbestellung fürs Googlebook: Premium-Laptops mit Android-Unterbau, gebaut um Gemini. Fünf Modelle ab 899 Dollar – ohne Schweizer Starttermin.
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Google testet mit dem Googlebook, ob Gemini allein ein Kaufgrund für neue Hardware ist – die Schweiz steht vorerst nicht auf der Startliste.
Google hat am 21. September 2026 die Vorbestellung für das Googlebook geöffnet: eine neue Kategorie von Premium-Laptops, die auf dem Android-Unterbau laufen und komplett rund um den KI-Assistenten Gemini gebaut sind. Fünf Flaggschiff-Modelle von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo starten bei 899 US-Dollar, ausgeliefert wird laut Google ab dem 4. Oktober in den USA. Angekündigt hatte Google die Geräte schon im Mai – jetzt stehen Preise und Termine. Die Schweiz steht auf keiner der beiden Startlisten.
Technisch ist das Googlebook kein Chromebook mehr: Es läuft auf dem Android-Stack, kombiniert mit Desktop-Grundlagen aus ChromeOS. Unter der Haube stecken wahlweise Intel Core Ultra Series 3 oder Snapdragon X Elite, gekoppelt mit NPUs (spezialisierte KI-Recheneinheiten) von über 45 TOPS und mindestens 16 GB Arbeitsspeicher. Google verspricht bis zu 14 Stunden Videowiedergabe und Updates für bis zu zehn Jahre. Zurück ist auch die Glowbar: eine Lichtleiste im Gehäuse, die beim Hochfahren animiert und den Akku- und Ladestand anzeigt.
Das eigentliche Verkaufsargument soll die Software sein. Mit Magic Pointer holst du Gemini per kurzem Wackeln des Cursors genau dorthin, wo du gerade arbeitest: Text auf einer Webseite markieren und in den Kalender eintragen lassen, über eine verdächtige Mail fahren und nach Spam fragen, mehrere Bilder auswählen und kombinieren lassen. Rambler verwandelt gesprochenes Gestammel in sauber formatierte Notizen – laut Google mehrsprachig, auch bei einem Sprachwechsel mitten im Satz. Und Create My Widget baut kleine Kachel-Programme, ohne dass du eine Zeile Code schreibst.
Für Schweizer Nutzer ist das bis auf Weiteres eine Zuschauer-Veranstaltung. Google nennt für den 5. Oktober Kanada, Grossbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland und Australien – die Schweiz fehlt, und weder ein Franken-Preis noch ein Schweizer Starttermin ist bisher kommuniziert. Wer als KMU seinen Gerätepark plant, rechnet also frühestens mit Direktimport oder einer zweiten Verkaufswelle. Wichtiger als der Preis ist ohnehin die Datenschutzfrage: Magic Pointer liest Bildschirminhalte mit. Google betont, die Funktion springe nur auf das Wackeln hin an und bleibe sonst ausgeschaltet – belegt ist das bislang allein durch Googles eigene Aussage.
Googlebook ist der Versuch, KI zum Kaufgrund für neue Hardware zu machen. Rund 50 Millionen Chromebooks stehen laut Google in Schulen – diese Basis will der Konzern mittelfristig auf die neue Plattform holen. Ob das aufgeht, entscheidet sich nicht an der Glowbar, sondern daran, ob Magic Pointer und Rambler im Arbeitsalltag wirklich Zeit sparen.
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