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Anthropics stärkstes Modell scannt jetzt Firmencode nach Lücken

Anthropic lässt seinen Sicherheits-Scanner Claude Security ab sofort auf Claude Mythos 5 laufen – dem stärksten Modell des Hauses, das wegen seiner Cyber-Fähigkeiten nie breit freigegeben wurde. Enterprise-Kunden prüfen damit ihre Codebasis auf Schwachstellen und bekommen pro Fund eine CWE-Kategorie, eine Severity-Einstufung und einen Fix-Vorschlag; freigeben muss jeden Patch ein Mensch. Dazu kommen ein 35-Millionen-Dollar-Fonds für Open-Source-Sicherheit und Mythos-Integrationen in Partnerprodukte, die Spitäler, Versorger und Banken schützen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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22. AUGUST 2026
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Handgezeichnete Skizze einer angelehnten blauen Stahl-Tresortür in einer Betonwand mit Prüflampe daneben, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Zu gut, um es auszuliefern02Ergebnisse ja, Modell nein0335 Millionen für Code, den Freiwillige pflegen04Spitäler, Versorger, Banken – auch hier
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01Zu gut, um es auszuliefern02Ergebnisse ja, Modell nein0335 Millionen für Code, den Freiwillige pflegen04Spitäler, Versorger, Banken – auch hier
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Anthropic gibt nicht das Modell frei, sondern nur dessen Ergebnisse. Du bekommst den Patch-Vorschlag, aber keine Möglichkeit, dasselbe Modell nach einem Exploit zu fragen. Ob diese Trennung im Alltag hält, ist die offene Frage – bei Open-Source-Abhängigkeiten ist «Code, den du besitzt» eine dehnbare Kategorie.

Anthropic lässt seinen Sicherheits-Scanner Claude Security seit dem 21. August 2026 auf Claude Mythos 5 laufen – dem stärksten Modell des Hauses, das genau wegen seiner Cyber-Fähigkeiten nie breit freigegeben wurde. Firmen mit Claude-Enterprise-Plan können ihre Codebasis damit auf Schwachstellen prüfen lassen; das Tool ist in öffentlicher Beta, die Scans laufen laut Anthropic als normale Token-Nutzung über den bestehenden Plan, ohne separates Add-on. Dazu kommt ein Fonds über 35 Millionen Dollar für die Sicherheit von Open-Source-Software.

Zu gut, um es auszuliefern

Mythos 5 ist Anthropics fähigstes Modell – und genau das ist das Problem: Wer damit Schwachstellen findet, kann sie auch ausnutzen. Deshalb ging es zunächst nur an eine kleine Gruppe: Im April startete Anthropic Project Glasswing für Organisationen, die kritische Software absichern, zuletzt rund 150 Partner. Im Juni folgte mit Claude Fable 5 der erste Öffnungsschritt – breit verfügbar, aber mit Sperren für Dual-Use-Cyberarbeit.

Ergebnisse ja, Modell nein

Der Kniff liegt nicht im Modell, sondern im Zugriff. Du wählst in Claude Security ein Repository, Claude scannt es und liefert pro Fund eine CWE-Kategorie (die Standard-Klassifikation für Software-Schwachstellen), eine Confidence- und Severity-Einstufung sowie einen Fix-Vorschlag. Was du nicht bekommst, ist ein Prompt ins Modell. Jeder Patch, schreibt Anthropic, müsse von einem Menschen geprüft und freigegeben werden – und der Scan öffne an keiner anderen Stelle Zugang zu Mythos.

Genau hier hakt The New Stack ein: Bei Open-Source-Abhängigkeiten sei «Code, den du besitzt» eine dehnbare Kategorie. Wer eine verbreitete Bibliothek ins Firmen-Repo klont, bekomme dieselben Funde, nach denen auch ein Angreifer sucht.

35 Millionen für Code, den Freiwillige pflegen

Der neue Defender Advantage Fund (0xDAF) stellt 35 Millionen Dollar an Claude-Credits für Organisationen bereit, die Open-Source-Maintainern beim Absichern helfen. Über Project Glasswing hat Anthropic zuvor bereits 4 Millionen Dollar direkt gespendet. Gefördert werden drei Dinge: aktive Lücken patchen, das Scannen und Patchen so automatisieren, dass andere Projekte es kopieren können, und Software gegen ganze Angriffsklassen härten.

Spitäler, Versorger, Banken – auch hier

Parallel baut Anthropic Mythos 5 in die Produkte seiner Security-Partner ein – für Spitäler, Versorger, Finanzsysteme und die Software-Lieferkette, wie Anthropic ausdrücklich schreibt. Das ist die Verteidiger-Seite jener Entwicklung, über die wir zuletzt von der Angreifer-Seite berichtet haben: KI-Agenten, die Taiwans Behördensysteme kartierten, und KI-geschriebene Exploits für Siemens-Steuerungen, wie sie auch in Schweizer Wasserwerken laufen. Claude Enterprise ist in der Schweiz verfügbar – billig ist Mythos aber nicht: 10 Dollar pro Million Input-Token, 50 Dollar pro Million Output-Token.

Quellen

Bringing the cybersecurity capabilities of Claude Mythos 5 to more defenders↗ EXTERNER LINKAnthropic brings Mythos 5 to its Claude Security vulnerability scanner↗ EXTERNER LINKAnthropic puts its most powerful model Claude Mythos 5 to work for cyber defense↗ EXTERNER LINKAnthropic Deploys Claude Mythos 5 in Security Tools, $35M Open-Source Fund↗ EXTERNER LINK
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