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ChatGPT-Werbung startet am 24. August auch in der Schweiz

Ab Montag, 24. August 2026, blendet ChatGPT in 31 europäischen Märkten Werbung ein – die Schweiz ist dabei. Betroffen sind die Gratisversion und der günstige Go-Tarif. Plus, Pro und die Business-Abos bleiben werbefrei.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. AUGUST 2026
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Illustration einer Litfasssäule mit leeren Plakaten vor einem Alpenkamm, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Litfasssäule mit leeren Plakaten vor einem Alpenkamm, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Die Schweiz fehlt in der Mitteilung02Eine graue Linie zwischen Antwort und Anzeige03Kontextuell statt personalisiert – vorerst04Werbefrei gibt es auch gratis05Arbeitskonten bleiben aussen vor
INHALT
01Die Schweiz fehlt in der Mitteilung02Eine graue Linie zwischen Antwort und Anzeige03Kontextuell statt personalisiert – vorerst04Werbefrei gibt es auch gratis05Arbeitskonten bleiben aussen vor
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Wer ChatGPT gratis oder mit Go nutzt, sieht ab dem 24. August Anzeigen. Werbefrei bleibt nur, wer zahlt – oder auf dem Gratis-Tarif freiwillig weniger Nachrichten akzeptiert.

OpenAI schaltet ab Montag, 24. August 2026, Werbung in ChatGPT – in 31 europäischen Märkten, die Schweiz eingeschlossen. Den Termin nannte Dave Dugan, Vice President of Ads bei OpenAI, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa; auch SRF nennt für die Schweiz den 24. August. Anzeigen bekommen ausschliesslich Nutzerinnen und Nutzer der Gratisversion und des Go-Tarifs zu sehen. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben laut OpenAI werbefrei.

Die Schweiz fehlt in der Mitteilung

Kurios: In der offiziellen Ankündigung vom 18. August taucht die Schweiz gar nicht auf. OpenAI nennt dort nur neun Länder namentlich – Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Norwegen, Dänemark, die Niederlande und Österreich. Eine vollständige, öffentliche Liste der 31 Märkte gibt es nicht.

Belegt ist die Schweiz trotzdem, und zwar bei OpenAI selbst: Im Hilfecenter zu ChatGPT-Werbung steht, personalisierte Anzeigen seien im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in der Schweiz zunächst nicht verfügbar. Das ist bemerkenswert, weil die Schweiz eben nicht zum EWR gehört – sie wird dort ausdrücklich zusätzlich genannt.

Eine graue Linie zwischen Antwort und Anzeige

Wie die Anzeigen aussehen, beschrieb Dugan gegenüber der dpa so:

Die Antwort von ChatGPT ist klar von den Anzeigen getrennt und deutlich abgegrenzt. Unterhalb der eigentlichen Antwort von ChatGPT befindet sich eine graue Linie und unterhalb dieser Linie kann sich eine Anzeige befinden.

Werbetreibende erhalten laut OpenAI keinen Zugriff auf Chatverläufe, Erinnerungen oder persönliche Angaben – sie sehen nur aggregierte Zahlen wie Aufrufe und Klicks. Ausgeschlossen sind ausserdem Anzeigen rund um Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik, politische Werbung ist derzeit generell nicht erlaubt. Auch temporäre Chats, der Atlas-Browser und Konten von unter 18-Jährigen bleiben anzeigenfrei.

Kontextuell statt personalisiert – vorerst

Im EWR und in der Schweiz startet OpenAI ohne personalisierte Werbung. Welche Anzeige erscheint, richtet sich zunächst nach dem Thema deines laufenden Gesprächs und grobem Kontext wie Standort oder Sprache. Frühere Chats und gespeicherte Erinnerungen fliessen zum Start nicht ein. Personalisierung soll erst später kommen – und erst, nachdem Nutzer aktiv gefragt wurden.

Werbefrei gibt es auch gratis

Der offensichtliche Ausweg sind die Abos: Plus kostet in Europa laut dpa knapp 23 Euro im Monat, Pro 229 Euro. Der Einsteigertarif Go für knapp 7 Euro enthält Werbung. Schweizer Frankenpreise hat OpenAI zum Rollout nicht kommuniziert.

Der Clou steckt aber im Kleingedruckten: Auf dem Gratis-Tarif kannst du im Menü unter «Ads controls» auf eine werbefreie Variante wechseln. Der Preis dafür sind tiefere Limiten – weniger Nachrichten pro Tag und kein Zugriff auf Werkzeuge wie Bildgenerierung oder Deep Research.

Arbeitskonten bleiben aussen vor

Für Schweizer Unternehmen ändert sich im Alltag wenig: Business-, Enterprise- und Edu-Konten sind ausdrücklich werbefrei. Wer umgekehrt in ChatGPT werben will, muss sich noch gedulden – der Self-Service-Zugang über den Ads Manager ist gemäss OpenAIs eigener Verfügbarkeitsliste bislang in genau neun Ländern freigeschaltet, die Schweiz gehört nicht dazu. Gebucht wird zum Start über OpenAIs Vertriebsteam und, laut dpa, über Agenturpartner wie Publicis, WPP, Omnicom, Mediaplus und Havas.

Warum OpenAI diesen Schritt geht, lässt sich an einer Zahl ablesen: Nach aktuellen Schätzungen nutzen mehr als 80 Prozent der über eine Milliarde monatlichen ChatGPT-Anwender die Gratisversion. Ob die Trennung zwischen Antwort und Anzeige hält, wirst du genau dort merken, wo du ChatGPT um eine Kaufempfehlung bittest.

Quellen

ChatGPT Ads expands across Europe – OpenAI↗ EXTERNER LINKAds in ChatGPT – OpenAI Help Center↗ EXTERNER LINKAds Manager Availability – OpenAI Help Center↗ EXTERNER LINKChatGPT ist bald nicht mehr werbefrei – SRF↗ EXTERNER LINKOpenAI startet Werbegeschäft in der Schweiz – persoenlich.com↗ EXTERNER LINKOpenAI bringt Werbung in ChatGPT nach Europa – Netzwoche↗ EXTERNER LINKOpenAI to expand ChatGPT ads to 31 European markets – dpa↗ EXTERNER LINKTesting ads in ChatGPT – OpenAI↗ EXTERNER LINK
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