NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivÜber uns
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-TOOLS & APPS

OpenAI patcht Codex, nachdem es echte Nutzerdateien löschte

OpenAI hat für seinen Coding-Agenten Codex mehrere Schutzmassnahmen ausgeliefert, nachdem das Modell GPT-5.6 Sol in einzelnen Fällen echte Nutzerdateien gelöscht hatte. Ein Aufräum-Befehl, der nur temporäre Ordner treffen sollte, zeigte stattdessen auf das echte Home-Verzeichnis. Codex prüft Löschziele jetzt vorab, und der Full-Access-Modus lässt sich nicht mehr aus Versehen aktivieren.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
21. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines blauen Aktenvernichters vor einem Aktenschrank mit offenen Schubladen und verstreuten Mappen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines blauen Aktenvernichters vor einem Aktenschrank mit offenen Schubladen und verstreuten Mappen, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
INHALT
01Ein Aufräum-Befehl mit falschem Ziel02OpenAI hatte es selbst gemessen03Was Codex jetzt anders macht04Vier Handgriffe, die dich absichern
INHALT
01Ein Aufräum-Befehl mit falschem Ziel02OpenAI hatte es selbst gemessen03Was Codex jetzt anders macht04Vier Handgriffe, die dich absichern
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Bei Coding-Agents mit Dateizugriff steckt der Schutz nicht im Modell, sondern in der Umgebung drumherum. Sandbox statt Vollzugriff, Agent nur im Projektordner, alles committet, bevor er loslegt – das gilt für Codex genauso wie für Claude Code oder Cursor.

OpenAI hat für seinen Coding-Agenten Codex mehrere Schutzmassnahmen gegen versehentliche Löschungen ausgeliefert, nachdem das Modell GPT-5.6 Sol eigenständig echte Nutzerdateien entfernt hatte. Tibo Sottiaux, bei OpenAI für die Kernprodukte zuständig, fasste sie am 19. August 2026 auf X zusammen: Das gravierendste Muster sei ein Befehl gewesen, der temporäre Arbeitsdateien aufräumen sollte – und stattdessen Nutzerdaten löschen konnte.

Ein Aufräum-Befehl mit falschem Ziel

Der Mechanismus ist unspektakulär und genau deshalb heikel. Codex versuchte, die Systemvariable $HOME (der Pfad zu deinem Benutzerordner) für ein temporäres Verzeichnis zu überschreiben. Ging das schief, zeigte der anschliessende Löschbefehl nicht auf den Temp-Ordner, sondern auf das echte Home-Verzeichnis. Passiert ist das laut OpenAI vor allem dort, wo der Full-Access-Modus aktiv war: kein Sandbox-Schutz, keine automatische Vorabprüfung riskanter Aktionen.

OpenAI hatte es selbst gemessen

Überraschend kam das nicht. Im Sicherheitsbericht zu GPT-5.6 misst OpenAI, wie zuverlässig ein Modell arbeitet, ohne fremde Daten zu überschreiben. GPT-5.6 Sol erreicht dort 0,83 – der Vorgänger GPT-5.5 lag mit 0,88 höher. Sol führe zudem häufiger Aktionen der Schweregrad-Stufe 3 aus, also solche, die ein Nutzer "nicht erwarten und stark ablehnen würde"; als Ursache nennt OpenAI die gestiegene Hartnäckigkeit des Modells. Dokumentiert ist ein Fall, in dem ein Nutzer das Löschen der virtuellen Maschinen 1, 2 und 3 freigab – und das Modell ungefragt 5, 6 und 7 erwischte.

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Skizze einer angelehnten blauen Stahl-Tresortür in einer Betonwand mit Prüflampe daneben, kinewsletter.ch Stil

Was Codex jetzt anders macht

Die Nachbesserungen setzen auf zwei Ebenen an. Das Modell soll Löschziele vor der Ausführung prüfen, frische temporäre Ordner anlegen, System-Umgebungsvariablen nicht mehr zweckentfremden und stoppen, wenn der Umfang unklar ist. Zusätzlich erkennt die Ausführungsschicht Hochrisiko-Löschbefehle und schickt sie in die Prüfung; Full Access lässt sich nicht mehr versehentlich einschalten. Passend dazu lässt Codex 0.148.0 vom 18. August die Sandbox bei gesperrten Pfaden "fail closed" laufen – im Zweifel blockieren statt durchwinken.

Vier Handgriffe, die dich absichern

Der Schutz liegt nicht im Modell, sondern in der Umgebung. Das gilt für Codex, Claude Code und Cursor gleichermassen.

  • Sandbox statt Full Access. OpenAI empfiehlt ausdrücklich einen Sandbox-Modus als Normalbetrieb. Vollzugriff ist ein bewusster Einzelfall, kein Default.
  • Arbeitsordner eingrenzen. Der Agent braucht Schreibrechte im Projekt – nicht im Home-Verzeichnis und nicht auf gemounteten Laufwerken.
  • Commit vor dem Lauf. Was nicht committet ist, holt kein Git zurück. Für alles ausserhalb des Repos: separates Backup.
  • Updates einspielen. Die Schutzmassnahmen wirken nur in aktuellen Versionen.

Ob das reicht, ist offen. Im Codex-Repo argumentiert ein viel beachtetes Issue, Sicherheit dürfe nicht davon abhängen, dass ein Modell eine einzelne Shell-Zeile korrekt bildet – gefordert wird eine harte Bestätigung für Massenlöschungen, unabhängig vom Modus.

Quellen

Tibo Sottiaux: Recapping the Codex safety changes (19.08.2026) – X↗ EXTERNER LINKGPT-5.6 Preview System Card – OpenAI Deployment Safety↗ EXTERNER LINKTibo Sottiaux zum $HOME-Bug im Full-Access-Modus (16.07.2026) – X↗ EXTERNER LINKCodex Release rust-v0.148.0 – GitHub↗ EXTERNER LINKIssue #33624: Requested safety properties for destructive actions – openai/codex↗ EXTERNER LINKOpenAI fixes Codex bug that deleted real user files without permission – The Decoder↗ EXTERNER LINKGPT-5.6 is deleting user files when given full access – The Decoder↗ EXTERNER LINKA bad Codex bug – Simon Willison↗ EXTERNER LINKOpenAI admits GPT-5.6 occasionally deletes files – The Register↗ EXTERNER LINKOpenAI acknowledges GPT-5.6 may accidentally delete files – InfoWorld↗ EXTERNER LINKGPT-5.6 Codex is deleting files from home directories – Neowin↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
OpenAIAnthropic
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?
Handgezeichnete Skizze einer angelehnten blauen Stahl-Tresortür in einer Betonwand mit Prüflampe daneben, kinewsletter.ch Stil
KI-TOOLS & APPS·22. AUGUST 2026

Anthropics stärkstes Modell scannt jetzt Firmencode nach Lücken

Anthropic lässt seinen Sicherheits-Scanner Claude Security ab sofort auf Claude Mythos 5 laufen – dem stärksten Modell des Hauses, das wegen seiner Cyber-Fähigkeiten nie breit freigegeben wurde. Enterprise-Kunden prüfen damit ihre Codebasis auf Schwachstellen und bekommen pro Fund eine CWE-Kategorie, eine Severity-Einstufung und einen Fix-Vorschlag; freigeben muss jeden Patch ein Mensch. Dazu kommen ein 35-Millionen-Dollar-Fonds für Open-Source-Sicherheit und Mythos-Integrationen in Partnerprodukte, die Spitäler, Versorger und Banken schützen.

Handgezeichnete Skizze eines überdimensionierten runden elektroblauen Druckknopfs auf einem Holztresen, dahinter ein Stapel gefalteter Zeitungen und eine kleine Messingklingel, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze eines überdimensionierten runden elektroblauen Druckknopfs auf einem Holztresen, dahinter ein Stapel gefalteter Zeitungen und eine kleine Messingklingel, kinewsletter.ch Stil
KI-TOOLS & APPS·22. AUGUST 2026

Google gibt Verlagen einen Knopf gegen den Traffic-Schwund

Google hat am 20. August einen einbettbaren Knopf für Verlage vorgestellt: Ein Klick macht die Website zur bevorzugten Quelle in Suche, AI Overviews und KI-Modus – und schickt die Lesenden sofort dorthin zurück, wo sie waren. Über 600'000 Quellen sind laut Google bereits markiert. Die Funktion ist global verfügbar, also auch in der Schweiz.

Handgezeichnete Skizze eines Basteltisches mit einem elektroblauen Stanzbogen, aus dem mehrere Formen herausgelöst sind, daneben ein Skalpell auf einer Schneidematte und eine schlichte Glasflasche, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze eines Basteltisches mit einem elektroblauen Stanzbogen, aus dem mehrere Formen herausgelöst sind, daneben ein Skalpell auf einer Schneidematte und eine schlichte Glasflasche, kinewsletter.ch Stil
KI-TOOLS & APPS·22. AUGUST 2026

GPT-Image-2 liefert Bilder ohne Hintergrund – ein Parameter genügt

OpenAI hat für sein Bildmodell GPT-Image-2 transparente Hintergründe als Preview freigegeben. Ein einziger Parameter genügt, damit statt eines weissen Kastens ein PNG mit echtem Alphakanal herauskommt. Wo das sofort Arbeit spart – und wo du trotzdem nachkontrollieren musst.

Handgezeichnete Skizze einer Wand aus schlichten Metall-Briefkastentüren, von denen drei elektroblau gestrichen und weit geöffnet sind, davor eine Rollleiter und ein leerer Holzhocker, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze einer Wand aus schlichten Metall-Briefkastentüren, von denen drei elektroblau gestrichen und weit geöffnet sind, davor eine Rollleiter und ein leerer Holzhocker, kinewsletter.ch Stil
KI-TOOLS & APPS·22. AUGUST 2026

Grok Bot: KI-Agenten jetzt auch im 60-Dollar-Abo

Zehn Tage nach dem Beta-Start weitet SpaceXAI den Zugang zu seinen KI-Agenten Grok Bot aus. Bei Cursor ist der Bot neu schon im Pro+-Abo für 60 Dollar im Monat enthalten statt erst im Ultra-Abo für 200. Alle übrigen Nutzer bekommen einen Gratis-Test – der allerdings nach Verbrauch endet, nicht nach Tagen.

Illustration von offener Karteikasten-Schublade, Lupe auf aufgeschlagenem Tabellenbuch und Archivregal mit Leiter, kinewsletter.ch Stil
Illustration von offener Karteikasten-Schublade, Lupe auf aufgeschlagenem Tabellenbuch und Archivregal mit Leiter, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
KI-TOOLS & APPS·21. AUGUST 2026

Mistral Agentic Search: KI blättert selbst durch Dokumente

Mistral hat Agentic Search vorgestellt: eine Retrieval-Schicht, mit der KI-Modelle in Firmendokumenten nicht nur suchen, sondern auch blättern, lesen und Fundstellen prüfen. Laut Mistral steigt die Quote korrekter Antworten auf dem Benchmark FinanceBench von 26,7 auf 86 Prozent. Für Schweizer Firmen interessant ist vor allem, dass die Dokumente dabei im eigenen Index bleiben können.

Illustration einer Litfasssäule mit leeren Plakaten vor einem Alpenkamm, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Litfasssäule mit leeren Plakaten vor einem Alpenkamm, kinewsletter.ch Stil
KI-TOOLS & APPS·20. AUGUST 2026

ChatGPT-Werbung startet am 24. August auch in der Schweiz

Ab Montag, 24. August 2026, blendet ChatGPT in 31 europäischen Märkten Werbung ein – die Schweiz ist dabei. Betroffen sind die Gratisversion und der günstige Go-Tarif. Plus, Pro und die Business-Abos bleiben werbefrei.

Mehr aus KI-Tools & Apps →