Mistral stellt Large 4 als öffentliche Vorschau vor: rund eine Billion Parameter, in Europa trainiert, offene Gewichte bis Ende Oktober. Die Benchmarks sind Herstellerangaben, die Lizenz ist noch offen. Wir ordnen ein, was das für Schweizer Firmen heisst.
Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.
Mistral Large 4 könnte Schweizer Firmen ein selbst betreibbares Spitzenmodell liefern, aber Lizenz und Gewichte fehlen noch und die Benchmarks stammen von Mistral selbst.
Mistral AI hat am 6. Oktober Mistral Large 4 vorgestellt, intern «Le Chonk» getauft. Das Modell ist als öffentliche Vorschau über die Schnittstelle (API) in Mistral Studio verfügbar. Die offenen Gewichte, also die Modelldateien zum Selbstbetreiben, sollen laut Mistral bis Ende Oktober folgen. Eine Lizenz ist noch nicht genannt.
Mistral Large 4 hat rund eine Billion Parameter, nach MarkTechPost genau 1,05 Billionen. Pro Token, also pro Textbaustein, sind davon 49 Milliarden aktiv. Es ist ein Mixture-of-Experts-Modell, das nur passende Teile des Netzes zuschaltet, und es versteht auch Bilder. Das Kontextfenster beträgt laut MarkTechPost eine Million Token.
Trainiert wurde das Modell von Grund auf auf 3'800 Nvidia-Grace-Blackwell-Chips in Mistrals europäischen Rechenzentren, wie AI News berichtet. Die Trainingsdaten decken mehr als 160 Sprachen ab, darunter alle EU-Amtssprachen. Die Vorschau läuft laut Mistral auf derselben europäischen Infrastruktur.
Die API kostet 1.36 Dollar pro Million Eingabe-Token und 4.18 Dollar pro Million Ausgabe-Token, wie auch festhält. Die -Zahlen stammen von Mistral selbst:
Eine von Mistral zitierte Blindbewertung von Surge AI sieht das Modell mit 3.74 Punkten auf Rang zwei von fünf, hinter Claude Opus 5 mit 4.22. Laut MarkTechPost lassen sich die Programmierergebnisse noch nicht unabhängig nachprüfen.
Offene Gewichte würden es Schweizer Firmen erlauben, das Modell im eigenen Rechenzentrum zu betreiben, ohne dass Daten das Haus verlassen. Der Haken: Alle 1,05 Billionen Parameter müssen laut MarkTechPost in den Speicher passen, das verlangt grosse Hardware. Ausserdem fehlen die Lizenz und die Gewichte noch. Wer heute testen will, nutzt die API-Vorschau. Für sensible Daten lohnt es sich, die Lizenzbedingungen abzuwarten.
Das US-Start-up Reflection AI stellt Beam vor, ein Modell mit offenen Gewichten und 501 Milliarden Parametern. Es soll chinesischen Modellen mit deutlich weniger Rechenaufwand Konkurrenz machen. Alle Zahlen sind Herstellerangaben, die Gewichte folgen im Oktober.