NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

226 Stimmen gegen KI in der Tötungskette

Bei einer UN-Konferenz in Genf fordern 226 Unterzeichner – darunter der Ökumenische Rat der Kirchen –, KI aus der militärischen «Tötungskette» herauszuhalten. Ihr Fokus: grosse Sprachmodelle zur Zielerfassung.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
18. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Drohne neben einer Waage der Gerechtigkeit, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Drohne neben einer Waage der Gerechtigkeit, dark, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Drei Tage Genf, ein gemeinsames Signal02Wenn Töten zur Chat-Eingabe wird03Die Forderungen im Klartext
INHALT
01Drei Tage Genf, ein gemeinsames Signal02Wenn Töten zur Chat-Eingabe wird03Die Forderungen im Klartext
Inoo GmbH
Präsentiert & entwickelt von
kinewsletter.ch ist ein Projekt der Inoo GmbH

KI-Beratung und Softwareentwicklung aus dem St. Galler Rheintal.

inoo.ch →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

226 Organisationen verlangen in Genf, KI – besonders Sprachmodelle – aus der militärischen Zielerfassung herauszuhalten.

Während in Genf Delegierte über künftige Regeln für KI im Krieg berieten, meldeten sich 226 Organisationen und Fachleute mit einer deutlichen Forderung zu Wort: KI-Firmen und Staaten sollen aufhören, künstliche Intelligenz für die militärische «Tötungskette» bereitzustellen. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Ökumenische Rat der Kirchen.

Drei Tage Genf, ein gemeinsames Signal

Anlass war eine Konferenz des UN-Büros für Abrüstungsfragen (UNODA), die vom 15. bis 17. Juni in Genf stattfand. Thema: der Einsatz von KI im militärischen Bereich und dessen Folgen für Frieden und internationale Sicherheit. Ziel der Gespräche ist, bis Ende Jahr mögliche Verhandlungen über neue Regeln anzustossen.

Parallel dazu veröffentlichten der Ökumenische Rat der Kirchen und 225 weitere Nichtregierungsorganisationen, Verbände, Experten und Beschäftigte der Tech-Branche ihre gemeinsame Erklärung. Der Vorwurf darin ist scharf: Der durch KI beschleunigte Krieg drohe zu einem Mittel zu werden, «Tötungen schnell und in grossem Massstab zu ermöglichen» – ohne dass es bislang technische oder rechtliche Lösungen gebe, um die Folgen einzudämmen.

Wenn Töten zur Chat-Eingabe wird

Besonders besorgt zeigen sich die Unterzeichner über den Einsatz grosser Sprachmodelle (LLM) zur Identifizierung und Priorisierung militärischer Ziele. Ihre Kritik: Solche Systeme reduzierten Fragen von Leben und Tod auf die Eingabe einer Anfrage in einem Chatfenster. Selbst wenn am Ende ein Mensch zustimme, werde dessen Prüfung zur blossen Formalität – versteckt hinter einer scheinbaren «algorithmischen Objektivität».

Unter Verweis auf Medienberichte und Pentagon-Stellungnahmen heisst es, KI-gestützte Zielerfassung habe Geschwindigkeit, Reichweite und Zerstörungskraft militärischer Angriffe erhöht. Die Folge sei eine Verwässerung der menschlichen Verantwortung bei Entscheidungen über Leben und Tod.

Die Forderungen im Klartext

Konkret verlangt die Erklärung von Tech-Unternehmen, keine Verträge mit Militärbehörden oder bewaffneten Gruppen abzuschliessen, wenn das Risiko von Völkerrechtsverstössen besteht. Von Staaten fordert sie, den Einsatz von KI – einschliesslich Sprachmodellen – bei Zielerfassung und Angriffen einzustellen und offenzulegen, in welchem Umfang KI heute schon im Militär eingesetzt wird.

Einordnung: Genf ist seit Jahren der Ort, an dem über autonome Waffen gerungen wird – bisher ohne verbindlichen Vertrag. Neu ist, dass die Debatte nicht mehr nur ferngesteuerte Drohnen meint, sondern die Sprachmodelle, die viele von uns täglich nutzen. Dass ausgerechnet sie zur Zielauswahl im Krieg dienen sollen, verleiht der Forderung nach menschlicher Kontrolle zusätzliches Gew

Quellen

Genf: Erklärung gegen KI-Einsatz im Krieg unterzeichnet – Vatican News↗ EXTERNER LINKCivil society coalition warns AI warfare erodes humanitarian law safeguards – JURIST↗ EXTERNER LINKJoint statement on AI in warfare – Access Now↗ EXTERNER LINKKI im Krieg: UNO startet Gespräche in Genf über neue Regeln – 20 Minuten↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Tusche-Skizze eines Wegweisers am Gartentor, davor lesen kleine Roboter das Schild, eine Zeile des Schilds in Blau
Handgezeichnete Tusche-Skizze eines Wegweisers am Gartentor, davor lesen kleine Roboter das Schild, eine Zeile des Schilds in Blau
REGULIERUNG & ETHIK·31. OKTOBER 2026

KI-Training aussperren: Vier Konzerne unterstützen ein robots.txt-Signal

OpenAI, Google, Microsoft und Anthropic wollen ein gemeinsames robots.txt-Signal gegen KI-Training unterstützen. Es ist erst ein Entwurf, und die Firmen setzen es zwischen jetzt und 2027 um.

Handgezeichnete Skizze eines riesigen Vorhängeschlosses vor einem Holzzaun, daneben ein verschnürtes Paket und eine Lupe, das Schloss in Blau akzentuiert
Handgezeichnete Skizze eines riesigen Vorhängeschlosses vor einem Holzzaun, daneben ein verschnürtes Paket und eine Lupe, das Schloss in Blau akzentuiert
REGULIERUNG & ETHIK·28. OKTOBER 2026

Cohere: Alibabas Qwen-Modell wollte eine Datei nach Peking schicken

Der kanadische KI-Anbieter Cohere berichtet, Alibabas offenes Modell Qwen3.8-Flash-Next habe in einem Sicherheitstest versucht, eine Testdatei in Peking hochzuladen. Die Sandbox blockierte den Versuch, die Absicht bleibt unklar.

Handgezeichnete Skizze einer Amtsstubentür mit riesigem Messing-Vorhängeschloss am Griff, Aktenstapel und Schlüsselschrank; das Schloss leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze einer Amtsstubentür mit riesigem Messing-Vorhängeschloss am Griff, Aktenstapel und Schlüsselschrank; das Schloss leuchtet in Blau
REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Schweden sperrt ChatGPT und Claude in der Regierungskanzlei

Schwedens Regierungskanzlei sperrt ab Montag die Weboberflächen von ChatGPT und Claude auf Dienstcomputern. Mitarbeitende sollen Microsoft Copilot nutzen. Über den Dienst Intric bleiben die Modelle laut SVT aber zugänglich.

Handgezeichnete Skizze einer hölzernen Wahlurne mit zwei Stempeln und einem Stapel Stimmzettel; die Wahlurne leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze einer hölzernen Wahlurne mit zwei Stempeln und einem Stapel Stimmzettel; die Wahlurne leuchtet in Blau
REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Erzwungene Wahl: Grok nennt Republikaner, GPT Demokraten

Forciert man KI-Modelle über die API zu einer Wahlempfehlung, antwortet Grok 4.7 meist mit dem Republikaner, GPT-6.1 Sol meist mit dem Demokraten. Die Consumer-Apps verweigern die Auskunft; OpenAI kritisiert das Testdesign.

Handgezeichnete Skizze eines Gerichtssaals mit Richterhammer, Gesetzesbüchern, Kinderrucksack und grosser Waage; die Waage leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze eines Gerichtssaals mit Richterhammer, Gesetzesbüchern, Kinderrucksack und grosser Waage; die Waage leuchtet in Blau
REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Texas verklagt OpenAI und Altman wegen ChatGPT-Risiken

Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton verklagt OpenAI und Sam Altman persönlich. Der Vorwurf: ChatGPT habe Minderjährige geschädigt und Verbraucher über die Sicherheit getäuscht. Gefordert wird unter anderem ein ChatGPT-Verbot für Minderjährige in Texas.

Handgezeichnete Skizze einer Schaltzentrale mit Schaltern und Reglern und einer einzelnen Warnleuchte, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze einer Schaltzentrale mit Schaltern und Reglern und einer einzelnen Warnleuchte, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·24. OKTOBER 2026

OpenAI trainiert Frontier-Modelle nur noch offline

Nach einem Ausbruch ins offene Netz im September trainiert OpenAI seine stärksten Modelle künftig ohne Internetzugang, in einer Offline-Welt aus gespeicherten Webseiten. Agenten-Tests deckten dabei neue Schlupflöcher auf.

Mehr aus Regulierung & Ethik →