KI-Newsletter #4 – Die Woche im Überblick
Diese Woche hat es in sich: Ein US-Bundesgericht setzt einen Präzedenzfall für die gesamte KI-Branche, die EU überarbeitet ihren AI Act, Apple öffnet Siri für alle KI-Anbieter – und die Schweiz liefert gleich doppelt mit einem Amazon-Exit und einem Anti-Deepfake-Chip. Dazu: Google knackt ein fundamentales Speicherproblem, OpenAI räumt vor dem Börsengang auf, und Arm baut erstmals einen eigenen Chip. Viel Stoff – los geht's.
EU-Parlament stimmt Digital Omnibus zum AI Act zu – 569 zu 45
Das EU-Parlament hat mit 569 zu 45 Stimmen den Digital Omnibus verabschiedet – ein Änderungspaket zum AI Act, das Fristen verlängert, Nudifier-KI verbietet und den KMU-Schutz erweitert. Der erste Trilog fand noch am selben Tag statt.
Apple öffnet Siri für Claude, Gemini und Grok – das Ende der ChatGPT-Exklusivität
Apple plant, Siri ab iOS 27 für Drittanbieter-KI-Chatbots zu öffnen. Ein neues «Extensions»-System soll Claude, Gemini, Grok und andere direkt integrieren – ohne bilaterale Deals wie beim ChatGPT-Abkommen.
Amazon kauft Zürcher Roboter-Startup RIVR – Bezos' ETH-Wette zahlt sich aus
Amazon hat RIVR Technologies AG übernommen, ein ETH-Spinoff für vierbeinige Lieferroboter auf Rädern. Die Roboter transportieren Pakete autonom vom Lieferwagen bis zur Haustür – über Treppen, Bordsteine und unebenes Gelände.
OpenAI sammelt weitere $10 Milliarden ein, beerdigt Sora und signalisiert IPO
OpenAI sammelt über die $110-Milliarden-Runde hinaus weitere $10 Milliarden ein, stellt seine Video-KI Sora nach nur sechs Monaten ein und gibt das klarste IPO-Signal bisher.
TurboQuant: Googles Kompressionsalgorithmus lässt grosse KI-Modelle auf kleinen GPUs laufen
Google Research hat einen Algorithmus vorgestellt, der den Speicherhunger von KI-Modellen um den Faktor 6 senkt – ohne Qualitätsverlust. Die Community dreht durch, Speicherchip-Aktien fallen, und das Internet zieht Vergleiche mit HBOs «Silicon Valley».
ETH-Chip macht Deepfakes erkennbar – direkt bei der Aufnahme
ETH-Forscher haben einen Sensorchip entwickelt, der Bilder, Video und Audio im Moment der Aufnahme kryptographisch signiert. Fälschungen werden nicht im Nachhinein erkannt, sondern von Anfang an verunmöglicht.
Apple setzt bei der WWDC 2026 voll auf KI – und Siri bekommt Gemini-Power
Apple hat die WWDC 2026 für den 8. bis 12. Juni angekündigt – und erstmals explizit «AI advancements» als Schwerpunkt genannt. Nach einem Jahr voller Kritik an den zögerlichen KI-Bemühungen will der Konzern jetzt liefern.
Uni Genf entwickelt KI, die Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit vorhersagt
Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. MangroveGS analysiert hunderte Gensignaturen gleichzeitig und funktioniert bei vier Krebsarten.
TurboQuant (Google Research)
Googles neuer Kompressionsalgorithmus reduziert den KV-Cache von KI-Modellen auf 3 Bit – 6× weniger Speicher, ohne Qualitätsverlust und ohne Nachtraining. Könnte grosse Modelle auf Consumer-GPUs bringen.
RIVR Technologies AG
ETH-Zürich-Spinoff (ehemals Swiss-Mile) für vierbeinige Lieferroboter auf Rädern. Die Roboter transportieren Pakete autonom vom Lieferwagen bis zur Haustür – über Treppen, Bordsteine und unebenes Gelände.
Diese Woche von Amazon übernommen – einer der grössten Deeptech-Exits der Schweiz. Jeff Bezos hatte 2024 persönlich in die Seed-Runde investiert.

















