Alphabet zapft den Kapitalmarkt für eine der grössten Finanzierungen der Tech-Geschichte an: 80 Milliarden Dollar – ausschliesslich für KI-Rechenzentren und Compute. Sogar Warren Buffett steigt ein.
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Alphabet finanziert seinen massiven KI-Ausbau erstmals über frisches Eigenkapital – ein Signal, wie teuer das Compute-Rennen geworden ist.
Alphabet, der Mutterkonzern von Google, hat am 1. Juni eine Eigenkapital-Aufnahme von 80 Milliarden Dollar angekündigt – allein zur Finanzierung seiner KI-Recheninfrastruktur.
Die Runde ist gestaffelt: 30 Milliarden über öffentliche Platzierungen (je zur Hälfte Wandelvorzugsaktien und Stammaktien), dazu ein laufendes Programm über 40 Milliarden, das ab dem dritten Quartal Aktien nach und nach am Markt verkauft. Hinzu kommt eine Privatplatzierung über 10 Milliarden Dollar an Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Inzwischen wurde die Runde aufgestockt – auf insgesamt rund 84,75 Milliarden Dollar.
Das Geld hat ein klares Ziel: Rechenzentren. Alphabet rechnet für 2026 mit Investitionen (Capex) von 180 bis 190 Milliarden Dollar – und kündigt für 2027 eine deutliche Steigerung an. Begründet wird das mit «beispielloser Nachfrage» nach KI-Compute. Dass Google diesen Ausbau nun über frisches Eigenkapital statt nur aus dem laufenden Cashflow stemmt, zeigt, wie kapitalintensiv das KI-Rennen geworden ist.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Alphabet-Aktie unter Druck steht. Anleger sorgen sich um die Wettbewerbsposition von Gemini gegenüber Claude und GPT-5.5 sowie um die steigenden Infrastrukturkosten. Pikant: Über einen separaten Deal fliessen Googles eigene TPU-Chips (Googles hauseigene KI-Beschleuniger) auch an den Rivalen Anthropic – Googles Infrastruktur ist also so begehrt, dass sie zur eigenen Belastung werden könnte.
Für dich heisst das: Selbst der finanzstärkste Tech-Konzern der Welt muss sich für KI Geld am Markt holen – ein Gradmesser dafür, wie hoch der Einsatz im Compute-Wettrüsten inzwischen ist.