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AMD: Rekordquartal dank KI – und die Börse straft trotzdem ab

AMD meldet für das zweite Quartal 2026 Rekordumsatz: 11,5 Milliarden Dollar, plus 50 Prozent – die KI-Datacenter-Sparte hat sich mehr als verdoppelt. Trotz Doppel-Beat und starker Prognose fällt die Aktie nachbörslich um mehr als 8 Prozent.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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5. AUGUST 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer elektroblauen Börsenglocke auf einem Podest vor belebtem Handelsparkett, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer elektroblauen Börsenglocke auf einem Podest vor belebtem Handelsparkett, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01KI-Rechenzentren liefern 58 Prozent des Umsatzes0213-Milliarden-Prognose – und trotzdem rot03Nach 146 Prozent Rally hängt die Latte hoch
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01KI-Rechenzentren liefern 58 Prozent des Umsatzes0213-Milliarden-Prognose – und trotzdem rot03Nach 146 Prozent Rally hängt die Latte hoch
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Wenn selbst ein Doppel-Beat mit Rekordumsatz und starker Prognose abverkauft wird, zeigt das, wie viel Perfektion der Markt bei KI-Aktien inzwischen einpreist – nach 146 Prozent Jahresrally hängt die Latte für AMD schlicht zu hoch.

AMD hat am Dienstagabend nach US-Börsenschluss Rekordzahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt: Der Umsatz stieg laut Mitteilung des Chipherstellers um 50 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar, die Datacenter-Sparte hat sich mit plus 107 Prozent auf 6,7 Milliarden mehr als verdoppelt – Umsatz und Gewinn lagen beide über den Analystenerwartungen. Die Antwort der Börse: Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um mehr als 8 Prozent, wie das US-Wirtschaftsportal Quartz berichtet.

KI-Rechenzentren liefern 58 Prozent des Umsatzes

Getragen wird das Wachstum von den EPYC-Serverprozessoren und den Instinct-KI-Beschleunigern: Die Datacenter-Sparte steht inzwischen für 58 Prozent des Konzernumsatzes. Beim Gewinn meldet AMD bereinigt (non-GAAP, also ohne Sondereffekte wie aktienbasierte Vergütung) 1,66 Dollar je Aktie – mehr als die laut Benzinga erwarteten 1,61 Dollar. Nach dem strengeren US-Bilanzstandard GAAP blieben 1,38 Dollar je Aktie und 2,3 Milliarden Dollar Nettogewinn. CEO Lisa Su spricht von einem «exzellenten Quartal» mit starkem Momentum für die zweite Jahreshälfte: Das neue Rack-System Helios werde laut Mitteilung bereits von KI-Schwergewichten wie Anthropic, OpenAI, Meta, Microsoft und Oracle eingesetzt.

13-Milliarden-Prognose – und trotzdem rot

Auch der Ausblick übertrifft den Konsens: Für das dritte Quartal stellt AMD rund 13 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht (plus/minus 300 Millionen), etwa 41 Prozent mehr als im Vorjahr und klar über den erwarteten 12,5 Milliarden. Genützt hat es nichts – Benzinga notierte die Aktie kurz nach Veröffentlichung 5,5 Prozent im Minus, später weitete sich der Verlust laut Quartz auf über 8 Prozent aus.

Nach 146 Prozent Rally hängt die Latte hoch

Die Erklärung liegt weniger in den Zahlen als im Kurszettel: Die AMD-Aktie war laut Benzinga vor den Zahlen bereits 146 Prozent im Plus seit Jahresbeginn – da gilt selbst ein Rekordquartal schnell als «zu wenig». Die Reaktion passt zur aktuellen Nervosität um KI-Bewertungen, und der Kontrast zum Vortag könnte kaum grösser sein: Palantir wurde für sein Rekordquartal noch mit plus 12 Prozent gefeiert. Für dich heisst das: Bei KI-Aktien entscheidet gerade nicht, ob die Zahlen gut sind – sondern ob sie besser sind als die Fantasie, die schon im Kurs steckt.

Quellen

AMD: AMD Reports Second Quarter 2026 Financial Results (Pressemitteilung)↗ EXTERNER LINKBenzinga: AMD Delivers Double Beat in Q2 as Data Center Revenue More Than Doubles↗ EXTERNER LINKQuartz: AMD posted record revenue as data center sales more than doubled year over year↗ EXTERNER LINKHeise: Trotz guter Zahlen: AMDs Aktie ohne erkennbaren Grund im Minus↗ EXTERNER LINK
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