OpenAI übernimmt laut einem Bericht des Wall Street Journal das Kamera-Startup Glass Imaging für über 300 Millionen Dollar. Gegründet wurde es von zwei ehemaligen Apple-Ingenieuren, die einst den Porträtmodus entwickelten. Bestätigt hat den Kauf bisher keines der beiden Unternehmen.
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OpenAI kauft nicht Software, sondern Bildqualität im Moment der Aufnahme – ein deutlicher Hinweis darauf, dass die eigene Hardware eine ernstzunehmende Kamera bekommen soll.
OpenAI hat das Kamera-Startup Glass Imaging für mehr als 300 Millionen Dollar übernommen. Das berichtet das Wall Street Journal; TechCrunch und SiliconANGLE greifen den Bericht auf. Bestätigt hat den Kauf bisher weder OpenAI noch Glass Imaging – die Meldung stützt sich also auf Quellen des WSJ, nicht auf eine offizielle Mitteilung.
Glass Imaging wurde 2019 in Los Altos, Kalifornien, von Ziv Attar und Tom Bishop gegründet – zwei ehemaligen Apple-Ingenieuren, die dort das Team hinter dem Porträtmodus leiteten. Die Technologie des Startups setzt neuronale Netze ein, die die Eigenheiten einzelner Kamerasysteme lernen – etwa die unterschiedlichen Objektive verschiedener Smartphone-Modelle. Die Bildqualität wird damit im Moment der Aufnahme verbessert, nicht erst nachträglich in der Bearbeitung.
Der Kaufpreis fällt gegenüber der bisherigen Finanzierung deutlich aus: Glass Imaging hatte zuvor rund 30 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt – der berichtete Preis liegt also beim Zehnfachen.
Einordnung: Der Zukauf passt in OpenAIs Vorstoss in die Consumer-Hardware, der mit der 6,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Jony Ives io Products im Mai 2025 begann. Wer ein Gerät baut, das die Welt sehen soll, braucht mehr als ein gutes Modell – er braucht die Bildverarbeitung direkt am Sensor. Solange keine Bestätigung vorliegt, bleibt es allerdings bei einem gut belegten Bericht.