Laut Sensor Tower nutzen über eine Milliarde Menschen die ChatGPT-App pro Monat – schneller erreicht als von jeder App zuvor. Es ist allerdings eine Schätzung, keine offizielle Zahl von OpenAI.
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ChatGPT ist endgültig Alltagswerkzeug – doch die Milliarde ist geschätzt, und die Konkurrenz wächst noch schneller.
ChatGPT hat eine Schwelle überschritten, die vor drei Jahren noch undenkbar war: eine Milliarde Menschen nutzen die App – pro Monat.
Laut Schätzungen der Marktforschungsfirma Sensor Tower kletterte die ChatGPT-App im Mai über eine Milliarde monatlich aktive Nutzer. Das macht sie zur am schnellsten gewachsenen App der Geschichte: Rund drei Jahre nach dem Start hat ChatGPT eine Marke erreicht, für die Google Maps, TikTok, Instagram oder YouTube zwischen fünf und acht Jahren brauchten. Berichtet hat die Zahl zuerst die Nachrichtenagentur Reuters am 2. Juni.
Wichtig zur Einordnung: Die Milliarde stammt aus der Marktbeobachtung von Sensor Tower, nicht aus einer geprüften Bekanntgabe von OpenAI. Gezählt werden ausserdem die monatlich aktiven App-Nutzer – also weder die Web-Version noch die Schnittstelle (API), über die viele Firmen ChatGPT in eigene Produkte einbauen. Zum Vergleich nannte OpenAI in einem eigenen Bericht zuletzt 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer, gut doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.
Die Zahl fällt mitten in den Schlagabtausch zwischen OpenAI und Anthropic. Die Claude-App kommt laut denselben Daten auf rund 56 Millionen monatliche Nutzer – ein Bruchteil von ChatGPT, aber mit einem Wachstum von rund 640 Prozent pro Jahr. Interessant ist ein Detail aus der Analyse: US-Nutzer, die im ersten Quartal die Claude-App installierten, verbrachten einen Monat später rund 5 Prozent weniger Zeit in ChatGPT.
Für dich heisst das: ChatGPT ist endgültig vom Experiment zum Alltagswerkzeug geworden – mit allem, was dazugehört. Wer eine so dominante Plattform nutzt, sollte sich bewusst sein, wie viele Daten dort zusammenlaufen. Und der Markt ist trotz der Milliarde nicht entschieden: Die schnell wachsende Konkurrenz zeigt, dass Nutzer durchaus bereit sind, parallel mehrere KI-Assistenten auszuprobieren.