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Getty-Aktie explodiert nach OpenAI-Deal

Getty Images bringt seine lizenzierten Bilder via Partnerschaft in die Suche von ChatGPT. Die Börse reagierte euphorisch: Die Aktie schoss um bis zu 145 Prozent nach oben. Für Bildanbieter zeichnet sich ein Weg ab, mit KI Geld zu verdienen statt verdrängt zu werden.

Pascal Eugster
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26. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Galeriewand mit gerahmten Fotos und stark steigendem Pfeil, kinewsletter.ch Stil
kinewsletter.ch Dark-Mode Illustration
INHALT
01Lizenzierte Bilder direkt in ChatGPT02Vom Substitutionsrisiko zum Geschäftsmodell03Was die Börse daraus macht
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01Lizenzierte Bilder direkt in ChatGPT02Vom Substitutionsrisiko zum Geschäftsmodell03Was die Börse daraus macht
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Getty Images darf seine lizenzierten Bilder in ChatGPT anzeigen – die Aktie sprang zeitweise um 145 Prozent und macht aus dem KI-Risiko ein Geschäftsmodell.

Eine Aktie, die seit Jahresbeginn rund die Hälfte ihres Werts verloren hatte, schnellte an einem einzigen Tag um bis zu 145 Prozent nach oben. Auslöser: Getty Images, der weltgrösste Bilder-Marktplatz, hat eine Partnerschaft mit OpenAI angekündigt.

Lizenzierte Bilder direkt in ChatGPT

Die mehrjährige Vereinbarung erlaubt es OpenAI, lizenzierte Inhalte aus den Getty-Bibliotheken direkt in den Such- und Entdeckungs-Funktionen von ChatGPT anzuzeigen. Wenn dir ChatGPT künftig zu einer Anfrage Bilder ausspielt, können das also rechtssicher lizenzierte Getty-Fotos sein – statt irgendwelcher Treffer aus dem offenen Netz.

«Hochwertige, lizenzierte Bildinhalte machen KI-gestützte Suche nützlicher und vertrauenswürdiger.» – Craig Peters, CEO von Getty Images

Wichtig: Es geht ausschliesslich um die Anzeige der Bilder, nicht ums Training. Ob Getty-Inhalte je zum Trainieren künftiger OpenAI-Modelle genutzt werden dürfen, lässt die Mitteilung offen. Auch finanzielle Details nannten die beiden Firmen nicht.

Vom Substitutionsrisiko zum Geschäftsmodell

Für Getty ist der Deal ein Befreiungsschlag. Lange galt generative KI für Bildanbieter als Bedrohung – wer Bilder per Texteingabe erzeugt, braucht keine Fotodatenbank mehr. Genau dieses Narrativ versucht Getty nun zu drehen: weg vom Verdrängungsopfer, hin zum lizenzierten Zulieferer für KI-native Suchplattformen.

Neu ist die Idee nicht. Bereits im Oktober 2025 hatte Getty eine vergleichbare Bilder-Partnerschaft mit der KI-Suchmaschine Perplexity geschlossen. Mit OpenAI kommt nun der mit Abstand grösste Partner dazu.

Was die Börse daraus macht

Die Reaktion der Anleger war heftig: Im frühen Handel sprang die Aktie um bis zu 145 Prozent, zum Handelsschluss notierte sie noch rund 90 Prozent höher bei 1,15 Dollar – der beste Tag seit 2022. Zur Erinnerung: Bis zur Ankündigung lag das Papier im laufenden Jahr noch rund 55 Prozent im Minus.

Einordnung: Hinter dem Kurssprung steckt mehr als ein Tagesgewinn. Für Verlage, Bildagenturen und Rechteinhaber zeichnet sich ein Weg ab, mit KI-Plattformen Geld zu verdienen, statt von ihnen verdrängt zu werden. Auch für Schweizer Medienhäuser und Fotografinnen ist die Frage zentral: Werden Inhalte künftig fair lizenziert – oder einfach abgegriffen?

Quellen

Getty Images – Getty Images Announces Display Partnership with OpenAI↗ EXTERNER LINKEngadget – OpenAI signs deal to show Getty's images in ChatGPT results↗ EXTERNER LINKBloomberg – Getty Images Surges After Announcing OpenAI Deal↗ EXTERNER LINK
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