Google öffnet den SynthID Detector für alle: Auf synthid.com lassen sich Bilder, Videos und Audio auf das SynthID-Wasserzeichen prüfen. Es erkennt nur Wasserzeichen von Google und Partnern, ein negatives Ergebnis beweist nichts. Wir ordnen ein, was das für die Schweiz heisst.
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Der SynthID Detector ist ein nützlicher Zusatzcheck, aber nur für Inhalte mit SynthID-Wasserzeichen: Ein negatives Ergebnis heisst nicht, dass eine Datei echt ist.
Google hat seinen SynthID Detector für alle geöffnet. Auf synthid.com kannst du Bilder, Videos und Audiodateien prüfen lassen, ob sie das unsichtbare SynthID-Wasserzeichen tragen. TechCrunch berichtet vom Start am 6. Oktober, die Seite ist weltweit nutzbar, aber nur auf Englisch. Eine frühere Version stand bisher nur ausgewählten Medienschaffenden und Forschenden offen.
Das Wasserzeichen stecken Googles eigene Modelle wie Nano Banana, Veo und Lyria in ihre Ausgaben. Laut TechCrunch unterstützen auch OpenAI, Nvidia und Kakao SynthID, bei Apple soll es bald so weit sein. Nach Googles Angaben, die The Next Web wiedergibt, tragen inzwischen mehr als 180 Milliarden Bilder und Videos das Zeichen, dazu 240'000 Jahre Audio. Die Prüfung in Google Suche, Gemini und Chrome nutzen demnach über eine Million Mal pro Tag.
Der Detektor erkennt nur SynthID. Inhalte von Meta, Microsoft oder von Modellen ohne Wasserzeichen schlagen nicht an, wie TBreak festhält. Ein negatives Ergebnis beweist also nicht, dass eine Datei echt ist. Wasserzeichen lassen sich in manchen Fällen entfernen, und ein Treffer sagt nur, dass die Datei mit Googles KI erstellt oder bearbeitet wurde, nicht ob sie komplett künstlich ist. Text prüft die öffentliche Seite nicht.
Dazu kommen praktische Hürden: Laut The Next Web brauchst du ein Google-, OpenAI- oder Apple-Konto, und TBreak nennt rund zehn Prüfungen pro Tag und Person. TechCrunch erinnert daran, dass auch die Detektoren anderer Anbieter nicht zuverlässig sind. Meta habe laut einem Reuters-Bericht vom Juli sogar zugeschnittene eigene KI-Bilder nicht erkannt.
Für Firmen und Redaktionen ist das ein schneller Zusatzcheck bei verdächtigen Bildern, Videos oder Sprachnachrichten. Wie gefährlich gefälschte Stimmen sein können, haben wir bei einem Bankbetrug mit gefälschter Stimme gezeigt. Verlass dich aber nicht allein auf das Tool: Bei Zahlungsaufträgen bleibt der Rückruf über eine bekannte Nummer die sichere Methode. Wie SynthID in der Biologie eingesetzt wird, steht in unserem Beitrag zu SynthID Bio.
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