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Googles Gemini-Chef wechselt zu OpenAI

Noam Shazeer, Mitautor des bahnbrechenden Transformer-Papers und Co-Leiter von Googles Gemini, wechselt zu OpenAI. Erst 2024 hatte Google ihn fuer rund 2,7 Milliarden Dollar zurueckgeholt. Beobachter sprechen vom groessten KI-Personalwechsel des Jahres.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. JUNI 2026
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Handgezeichnete Skizze einer Person mit Aktentasche, die auf einem Weg von einem Bueroturm zu einem anderen geht, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze einer Person mit Aktentasche, die auf einem Weg von einem Bueroturm zu einem anderen geht, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Der Mann, ohne den es keine modernen Chatbots gäbe02Eine teure Rückholaktion verpufft03Warum OpenAI den Wechsel gut gebrauchen kann
INHALT
01Der Mann, ohne den es keine modernen Chatbots gäbe02Eine teure Rückholaktion verpufft03Warum OpenAI den Wechsel gut gebrauchen kann
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Einer der einflussreichsten KI-Forscher ueberhaupt verlaesst Google fuer OpenAI – mitten im Wettlauf um die besten Koepfe.

Es ist der wohl grösste Personalwechsel des KI-Jahres: Noam Shazeer, einer der wichtigsten Köpfe hinter Googles Gemini, verlässt den Konzern und geht zu OpenAI. Shazeer verkündete den Schritt am frühen Mittwochmorgen (Pacific Time) selbst auf X – nur zwei Jahre, nachdem Google ihn für viel Geld zurückgeholt hatte.

Der Mann, ohne den es keine modernen Chatbots gäbe

Shazeer ist keine beliebige Führungskraft. Als Vice President of Engineering leitete er Googles Gemini-Modelle mit – gemeinsam mit den KI-Schwergewichten Jeff Dean und Oriol Vinyals. Vor allem aber ist er Mitautor des Papers «Attention Is All You Need» aus dem Jahr 2017. Es führte die sogenannte Transformer-Architektur ein – das technische Fundament, auf dem heute praktisch jedes grosse Sprachmodell aufbaut, von ChatGPT über Claude bis Gemini.

«Es war eine schwierige Entscheidung, weiterzuziehen», schrieb Shazeer auf X. «Ich freue mich, bekanntzugeben, dass ich zu OpenAI gehe.»

Eine teure Rückholaktion verpufft

Pikant ist das Timing. Shazeer hatte Google bereits 2021 verlassen, um das KI-Chatbot-Startup Character.AI mitzugründen. 2024 holte Google ihn in einem Deal über rund 2,7 Milliarden Dollar zurück – zusammen mit Mitgründer Daniel De Freitas und Teilen des Forschungsteams. Das erklärte Ziel damals: Googles Reasoning-Modelle voranbringen, die im Vergleich zu OpenAI und Anthropic ins Hintertreffen geraten waren.

Nun zieht ausgerechnet dieser Mann weiter – und zwar zur Konkurrenz, die selbst unter Druck steht.

Warum OpenAI den Wechsel gut gebrauchen kann

OpenAI war lange der unangefochtene Marktführer, hat zuletzt aber Boden verloren – gegenüber Anthropic ebenso wie gegenüber Googles Gemini. Der Zuzug eines der renommiertesten Forscher der Branche ist da mehr als nur ein Prestigegewinn. Beobachter stellen den Wechsel auf eine Stufe mit dem Abgang von Andrej Karpathy, der vor einiger Zeit von OpenAI zu Anthropic wechselte.

Einordnung: In der KI-Branche entscheidet Talent mit über die Spitzenposition – und Top-Forscher wie Shazeer gibt es nur eine Handvoll. Dass er kurz vor dem erwarteten OpenAI-Börsengang wechselt, zeigt zweierlei: wie heftig der Kampf um die besten Köpfe tobt – und dass Google trotz Milliarden-Investitionen seine Leute nicht halten kann. Für dich als Nutzerin oder Nutzer heisst das vor allem: Der Wettlauf um das beste Modell bleibt offen.

Quellen

CNBC – Google Gemini co-lead Noam Shazeer leaves for OpenAI↗ EXTERNER LINKThe Decoder – Google's Gemini co-lead Noam Shazeer joins OpenAI↗ EXTERNER LINK9to5Google – Gemini's co-lead is leaving Google to join OpenAI↗ EXTERNER LINKNoam Shazeer via X – Ankuendigung des Wechsels↗ EXTERNER LINK
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