NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

EU startet 30-Milliarden-Ausschreibung für KI-Gigafactories

Die EU-Kommission hat das Bieterverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet: 10 Milliarden Euro öffentliches Geld sollen über 20 Milliarden private Investitionen auslösen. Auch für die Schweiz relevant – seit November 2025 ist sie wieder EuroHPC-Teilnehmerstaat.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
1. AUGUST 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Baustelle mit zwei Kränen, die eine blaue Rechenzentrums-Halle errichten, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Baustelle mit zwei Kränen, die eine blaue Rechenzentrums-Halle errichten, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Sieben Fabriken, 100'000 Chips pro Standort02Grosse Ambition, kleine Anzahlung03Zugang ja, Standort nein: Was für die Schweiz drinliegt
INHALT
01Sieben Fabriken, 100'000 Chips pro Standort02Grosse Ambition, kleine Anzahlung03Zugang ja, Standort nein: Was für die Schweiz drinliegt
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Europa will mit über 30 Milliarden Euro seine KI-Rechenkapazität mehr als verdoppeln – doch fest zugesagt ist erst rund eine Milliarde, während US-Konzerne pro Quartal mehr als das Doppelte des gesamten Pakets investieren.

Die EU-Kommission hat am 30. Juli das Bieterverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet – Rechenzentren einer neuen Grössenordnung, mit denen Europa im KI-Rennen gegen die USA und China aufholen will. Bis zu 10 Milliarden Euro aus EU- und nationalen Töpfen sollen als Ankerinvestition mindestens 20 Milliarden Euro privates Kapital anziehen: insgesamt über 30 Milliarden Euro.

Sieben Fabriken, 100'000 Chips pro Standort

Konsortien aus Firmen, öffentlichen Stellen und Investoren können bis am 12. November 2026 bieten, die Auswahl fällt Anfang 2027, die ersten Anlagen sollen Mitte 2028 laufen. Jede Gigafactory soll mindestens 100'000 modernste KI-Chips beherbergen – rund viermal mehr als die grössten heutigen EU-Rechenzentren. Zusammen würden die Anlagen Europas KI-Rechenkapazität mehr als verdoppeln und Startups, KMU und Forschung Zugang zum Training grosser Modelle geben. Kommissions-Vizepräsidentin Henna Virkkunen nennt Rechenleistung in diesem Massstab eine «strategische Notwendigkeit». Der Haken: Die Chips kommen laut Absichtserklärungen von Nvidia, AMD und Qualcomm – also genau aus jenem Land, von dem sich Europa unabhängiger machen will.

Grosse Ambition, kleine Anzahlung

Fest zugesagt ist bislang nur rund eine Milliarde Euro – der Grossteil hängt am nächsten EU-Finanzrahmen (2028–2035), der noch gar nicht beschlossen ist. Zur Einordnung: US-Tech-Konzerne planen allein dieses Jahr über 600 Milliarden Dollar für Rechenzentren; Microsoft und Meta haben im letzten Quartal zusammen 72 Milliarden Dollar investiert – mehr als das Doppelte des gesamten EU-Pakets in nur drei Monaten. Immerhin: Das Interesse ist da, eine frühere Interessenbekundung brachte 76 Projektvorschläge.

Zugang ja, Standort nein: Was für die Schweiz drinliegt

Stehen müssen die Gigafactories in EU-Mitgliedstaaten – die Schweiz fällt als Standort weg. Profitieren kann sie trotzdem: Seit November 2025 ist sie wieder Teilnehmerstaat des Hochleistungsrechnen-Verbunds EuroHPC, dessen Dienste Nutzern in allen Teilnehmerstaaten offenstehen – also auch Schweizer Startups und Forschenden. Mit «Alps» am CSCS in Lugano, dem Supercomputer hinter dem Schweizer Sprachmodell Apertus, hat die Schweiz zwar einen eigenen Spitzenrechner. Doch mit über 100'000 Chips pro Anlage spielen die Gigafactories in einer anderen Liga. Gebaut wird ab 2027 – vorausgesetzt, das Geld aus dem nächsten EU-Budget kommt tatsächlich.

Quellen

EU launches AI Gigafactories call to boost Europe's computing capacity (EU-Kommission)↗ EXTERNER LINKThe EuroHPC Joint Undertaking launches the AI Gigafactories Call (EuroHPC JU)↗ EXTERNER LINKEurope opens bidding for seven AI 'gigafactories' in a €30bn bid to catch up (The Next Web)↗ EXTERNER LINKEU pools up to €30 billion for AI gigafactories while US tech giants casually spend 20 times more (The Decoder)↗ EXTERNER LINKSwitzerland officially rejoins the EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
NvidiaMicrosoftMeta
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Skizze einer übergrossen Börsenglocke in einer leeren Handelshalle, daneben ein ungeöffneter Prospekt-Ordner, kinewsletter.ch Stil
Skizze einer übergrossen Börsenglocke in einer leeren Handelshalle, daneben ein ungeöffneter Prospekt-Ordner, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·14. SEPTEMBER 2026

Altman bläst den OpenAI-Börsengang ab: «Nicht 2026»

Sam Altman hat im Fortune-Interview erklärt, ein Börsengang von OpenAI wäre angesichts der Sicherheitsdebatte derzeit «ill-advised» – und legt das grösste erwartete Listing der Tech-Geschichte auf 2027. Der vertrauliche Börsenprospekt liegt seit Juni bei der SEC. Konkurrent Anthropic hält dagegen am Herbst fest.

Illustration einer Lagerhalle mit Holzkiste, Maschinenteilen und elektroblauer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Lagerhalle mit Holzkiste, Maschinenteilen und elektroblauer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·11. SEPTEMBER 2026

Nvidia und Palantir verkaufen «souveräne» KI für Lieferketten

Nvidia und Palantir bündeln Palantirs Foundry, offene Nemotron-Modelle und die Optimierungssoftware cuOpt zu einem Lieferketten-Stack, der im eigenen Rechenzentrum läuft. Erster Kunde ist Nvidia selbst.

Illustration einer Ladenwaage mit kippendem Münzstapel und Kassenbon, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Ladenwaage mit kippendem Münzstapel und Kassenbon, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·11. SEPTEMBER 2026

KI-Ausgaben sinken – Tokenpreise fallen um 41 Prozent

Die grössten KI-Ausgeber der USA zahlten im August 9,7 Prozent weniger pro Mitarbeitenden. Der effektive Preis pro Million Token ist laut Ramp AI Index seit März um 41 Prozent auf 0.68 Dollar gefallen.

Illustration eines offenen Serverschranks mit auffächerndem Glasfaserbündel, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines offenen Serverschranks mit auffächerndem Glasfaserbündel, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·10. SEPTEMBER 2026

Qualcomm baut KI-Chips für AWS – bis zu 60 Milliarden Dollar

Qualcomm entwickelt für Amazon Web Services massgeschneiderte Inferenz-Chips und optische Verbindungen bis 1,6 Terabit pro Sekunde. Amazon erhielt dafür eine Option auf bis zu 25 Millionen Qualcomm-Aktien – gekoppelt an Käufe von maximal 60 Milliarden Dollar bis 2036.

Illustration eines Kernkraftwerks an der Küste mit Strommast und Serverracks, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Kernkraftwerks an der Küste mit Strommast und Serverracks, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·10. SEPTEMBER 2026

Google zahlt 13 Milliarden für Finnland – und hält ein AKW am Netz

Googles erster Kernkraft-Deal ausserhalb der USA: 22 Jahre Strom aus dem finnischen AKW Loviisa für neue KI-Rechenzentren, dazu 13 Milliarden Euro Investition bis 2028.

Illustration einer grossformatigen Photomaske auf einer Werkbank mit Lupe und Wafer, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer grossformatigen Photomaske auf einer Werkbank mit Lupe und Wafer, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·9. SEPTEMBER 2026

Grössere Masken für kleinere Chips: ASML und TSMC bündeln Kräfte

ASML und TSMC stellen die Chipfertigung auf 12-Zoll-Photomasken um – erstmals seit Jahrzehnten. Intel Foundry und Samsung ziehen mit, SK Hynix prüft eine Teilnahme. Für KI-Beschleuniger geht es dabei um eine harte physikalische Obergrenze.

Mehr aus KI-Business →