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GTC 2026, Tag 2–3: Uber-Robotaxis, Groq-3 und Schweizer Firmen auf der Bühne

Die NVIDIA GTC 2026 liefert an Tag 2 und 3 Mega-Deals: Uber bringt 100'000 Robotaxis auf die Strasse, der Groq-3-Chip verspricht 35-fache Effizienz – und mit ABB und Cosmo Pharmaceuticals stehen gleich zwei Schweizer Unternehmen im Rampenlicht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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18. MÄRZ 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines autonomen Fahrzeugs neben GPU-Chips und Roboterarm im kinewsletter.ch Skizzen-Stil
Illustration Robotaxi neben GPU-Chip und Roboterarm, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
01Uber und NVIDIA: 100'000 Robotaxis bis 202802Groq-3: Der 20-Milliarden-Dollar-Chip wird konkret03ABB, FANUC, KUKA: Die Roboter-Revolution04Cosmo Pharmaceuticals: Schweizer Medtech am GTC05Cloud-Partner rüsten auf06Einordnung: Vom Chip-Verkäufer zur Plattform
INHALT
01Uber und NVIDIA: 100'000 Robotaxis bis 202802Groq-3: Der 20-Milliarden-Dollar-Chip wird konkret03ABB, FANUC, KUKA: Die Roboter-Revolution04Cosmo Pharmaceuticals: Schweizer Medtech am GTC05Cloud-Partner rüsten auf06Einordnung: Vom Chip-Verkäufer zur Plattform
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NVIDIA verwandelt die GTC in eine Plattform für Branchenpartnerschaften – von autonomen Uber-Taxis über Groq-3-Inferenz-Chips bis zu ABBs Physical-AI-Robotern und Cosmo Pharmaceuticals' Echtzeit-KI-Endoskopie.

Die zweite Hälfte der GTC 2026 hat geliefert: NVIDIA-CEO Jensen Huang sprach vom «ChatGPT-Moment für autonomes Fahren», der Groq-3-Chip aus der 20-Milliarden-Dollar-Übernahme wurde konkret – und gleich zwei Schweizer Unternehmen standen auf der GTC-Bühne.

Uber und NVIDIA: 100'000 Robotaxis bis 2028

Die wohl grösste Ankündigung an Tag 2: NVIDIA und Uber wollen ab H1 2027 autonome Robotaxis in Los Angeles und San Francisco einsetzen – und bis 2028 auf 28 Städte auf vier Kontinenten ausweiten. Das Ziel: über 100'000 Level-4-Fahrzeuge auf der Uber-Plattform, betrieben mit NVIDIAs DRIVE AV Software, den offenen Alpamayo-Modellen und dem ASIL-D-zertifizierten Halos OS – einem sicherheitszertifizierten Betriebssystem für autonome Fahrzeuge.

Parallel schlossen sich BYD, Geely, Nissan und Isuzu dem DRIVE-Hyperion-Programm an – vier Hersteller, die zusammen 18 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Hyundai/Kia erweitert die Partnerschaft von Fahrassistenz (L2+) auf vollautonomes Fahren (L4). Und Wayve zeigte mit Nissan einen Robotaxi-Prototypen auf LEAF-Basis, der Ende 2026 in Tokio bei Uber pilotiert wird.

Groq-3: Der 20-Milliarden-Dollar-Chip wird konkret

Der erste Chip aus NVIDIAs Groq-Übernahme vom Dezember 2025 nimmt Gestalt an: Das Groq-3-LPX-Rack mit 256 LPUs – Spezialchips für extrem schnelle KI-Inferenz – ergänzt die Vera-Rubin-Plattform für Anwendungen, bei denen jede Millisekunde zählt. NVIDIA verspricht eine 35-fache Steigerung der Tokens-pro-Watt-Performance. Shipping: Q3 2026.

Für NVIDIA steckt dahinter eine 300-Milliarden-Dollar-jährliche Revenue-Opportunity – doppelt so viel wie Vera Rubin allein. Erste Kunden: Hudson River Trading und Jump Trading nutzen die Technologie bereits für algorithmischen Handel.

ABB, FANUC, KUKA: Die Roboter-Revolution

ABB Robotics aus Zürich, FANUC, KUKA und YASKAWA – zusammen verantwortlich für über zwei Millionen installierte Roboter weltweit – integrieren NVIDIAs Omniverse und Isaac-Simulationsframeworks in ihre Produktionslinien. Das neue GR00T-N2-Modell – ein Vision-Language-Action-Modell, also eine KI, die sieht, versteht und handelt – erreicht eine doppelt so hohe Erfolgsrate wie bisherige führende Robotik-Modelle.

Insgesamt wurden 110 Roboter am GTC gezeigt – darunter Disneys Olaf aus Frozen, der am 29. März in Disneyland Paris debütiert.

Cosmo Pharmaceuticals: Schweizer Medtech am GTC

Der an der SIX kotierte Schweizer Konzern Cosmo Pharmaceuticals präsentiert am 19. März die Session «Engineering Medical Grade Platforms for Real Time AI». Das GI-Genius-Endoskopiesystem nutzt NVIDIA Holoscan und IGX Thor für KI-gestützte Koloskopie – also die Echtzeit-Erkennung von Polypen während einer Darmspiegelung. Entwickelt in Partnerschaft mit Medtronic.

Cloud-Partner rüsten auf

Die Hyperscaler ziehen mit: Microsoft Azure ist der erste Cloud-Anbieter mit aktivem Vera Rubin NVL72-System, Oracle kündigte einen neuen OCI-Supercluster an, und Google Cloud plant Vera-Rubin-Support. NVIDIAs Cloud-Partner haben ihren AI-Factory-Footprint gegenüber dem Vorjahr verdoppelt: über eine Million GPUs und 1,7 Gigawatt KI-Kapazität – verglichen mit 400'000 GPUs und 550 Megawatt bei der GTC 2025.

Einordnung: Vom Chip-Verkäufer zur Plattform

Die GTC 2026 zeigt ein klares Muster: NVIDIA verschiebt sich vom Chip-Verkäufer zur Plattform, die ganze Branchen orchestriert. Uber fährt mit NVIDIA-Software, ABB simuliert mit Omniverse, Cosmo operiert mit Holoscan. Für die Schweiz ist diese GTC besonders relevant: Mit ABB und Cosmo Pharmaceuticals stehen zwei heimische Unternehmen im Zentrum von NVIDIAs Physical-AI- und Healthcare-Strategie.

Und am Rande: Jensen Huang moderierte heute ein Panel zu Open-Source-KI-Modellen mit Mira Muratis neuem Unternehmen Thinking Machines Lab und Cursor – beides NVIDIA-Investments. Dazu kamen Ankündigungen zu DLSS 5 (neuronales Rendering im Herbst), einem Weltraum-Rechenmodul mit Axiom Space und einer Supply-Chain-KI von IBM und Nestlé. Die GTC wird zur Messe für alles, was rechnet.

Quellen

NVIDIA Blog – Uber↗ EXTERNER LINKCNBC – Groq-3↗ EXTERNER LINKGlobeNewswire – ABB Robotics↗ EXTERNER LINKNVIDIA Blog – Cloud Partners↗ EXTERNER LINKMarketScreener – Cosmo Pharmaceuticals↗ EXTERNER LINK
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