2019 stand KI in Arbeitgeber-Bewertungen fast nur im Lob-Feld: 81 Prozent. 2026 sind es noch 43 Prozent — und 53 Prozent tauchen nur noch unter den Kritikpunkten auf. Die Glassdoor-Auswertung zeigt aber auch: Es geht seltener um Jobangst als um eine schlecht gemachte Einführung.
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Nicht die KI treibt die Kritik, sondern wie Unternehmen sie einführen — nur jeder fünfte Kritikpunkt dreht sich um Jobverlust.
Glassdoor hat ausgewertet, wie US-Angestellte in ihren Arbeitgeber-Bewertungen über KI schreiben — und die Stimmung hat sich gedreht. 2019 landeten 81 Prozent aller Reviews, die KI erwähnten, ausschliesslich im Feld «Pros». 2026 sind es noch 43 Prozent, während 53 Prozent KI nur noch unter «Cons» aufführen. Veröffentlicht hat die Auswertung Chris Martin, Senior Economist bei Glassdoor Economic Research, am 27. August 2026.
Parallel explodiert die Menge: Von Mai 2025 bis Mai 2026 stiegen die KI-Erwähnungen laut Glassdoor um 240 Prozent. Der Anteil aller Bewertungen mit KI-Begriffen wuchs von unter 0,2 Prozent (2019) auf über 2,3 Prozent.
Der Haken, den Glassdoor selbst benennt: Das Lob wächst weiterhin — die Kritik nur viel schneller. Der Fall von 81 auf 43 Prozent ist ein Anteilsverlust, kein Rückgang der positiven Stimmen.
Die spannendste Zahl ist eine kleine: Nur 20 Prozent der kritischen Kommentare drehen sich um KI, die Stellen ersetzt. Häufiger geht es um Fehler bei der Einführung:
Wie stark die Rolle prägt, zeigen die Extreme: Bei Führungskräften stehen 67 Prozent der KI-Kommentare im Lob-Feld, bei Schadenregulierern in Versicherungen sind 98 Prozent kritisch. Dazu kommt ein Generationen-Graben: Gen-Z-Männer kommentieren zu 42 Prozent positiv, Gen-Z-Frauen nur zu 21 Prozent — ein Unterschied, den Beruf und Branche laut Glassdoor nicht erklären.
Bevor du die Zahl weiterträgst: Glassdoor analysiert nicht den Text, sondern nur die Position. «Positiv» heisst, die KI-Erwähnung steht im Feld «Pros», «negativ» heisst «Cons». Ausgewertet wurden ausschliesslich freiwillige Bewertungen von US-Angestellten, und Unzufriedene schreiben häufiger Reviews. Eine Fallzahl nennt der Report nicht. Aussagekräftig ist die Bewegung über die Jahre — nicht das Niveau.
Vergleichbare Schweizer Reviews gibt es nicht, wohl aber Befragungsdaten. Der jobs.ch KI Report 2026 von JobCloud, der 7,3 Millionen Stelleninserate mit einer Umfrage unter über 3'600 Arbeitnehmenden kombiniert, zeichnet ein ruhigeres Bild: 69 Prozent machen sich keine oder nur geringe Sorgen, dass KI ihre Arbeit übernimmt. Bei den unter 25-Jährigen äussern dagegen 41 Prozent grosse oder sehr grosse Sorgen — derselbe Generationen-Graben wie bei Glassdoor. Laut dem PwC AI Jobs Barometer 2026 hatten 2025 zudem erst 1,8 Prozent aller Schweizer Stelleninserate einen KI-Bezug.
Für dich als Führungskraft heisst das: Widerstand gegen KI im Team ist selten Technologie-Skepsis. Er entsteht dort, wo Tools ohne Training verordnet werden — und genau das lässt sich beheben.
Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.