NewsKategorienNewsletter-ArchivÜber unsKostenlos abonnieren

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
Alle NewsNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Naver und Nvidia bauen Gigawatt-KI-Fabriken in Südkorea

Südkoreas Internet-Riese Naver baut zusammen mit Nvidia eine eigene, souveräne KI-Infrastruktur auf – ausbaubar bis in den Gigawatt-Bereich. Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass Länder ihre KI-Rechenleistung zunehmend selbst kontrollieren wollen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
15. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Rechenzentrumshalle mit Serverschränken, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Rechenzentrumshalle mit Serverschränken, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
01Souveräne KI statt US-Cloud02Warum das auch die Schweiz angeht
INHALT
01Souveräne KI statt US-Cloud02Warum das auch die Schweiz angeht
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Naver und Nvidia errichten in Südkorea KI-Rechenzentren bis zur Gigawatt-Skala – ein Musterfall für «souveräne KI».

Jensen Huang reiste persönlich nach Seoul, um den Deal zu verkünden – und sparte nicht mit Lob: «I love Naver», sagte der Nvidia-Chef vor der Belegschaft. Der Anlass: ein gemeinsamer Ausbau der KI-Infrastruktur, der es in sich hat.

Der südkoreanische Internetkonzern Naver rüstet sein Rechenzentrum GAK Sejong mit Nvidias DSX-Plattform aus. Geplant ist ein stufenweiser Ausbau: Start mit 55 Megawatt in der ersten Hälfte 2027, dann 100 Megawatt Ende 2027, 200 Megawatt 2028 – und schliesslich Kapazität im Gigawatt-Bereich. Zur Einordnung: Ein einzelnes Gigawatt entspricht ungefähr der Leistung eines grossen Kernkraftwerks.

Souveräne KI statt US-Cloud

Naver will mit der Rechenpower mehrere Dinge antreiben: die nächste Generation seiner hauseigenen HyperCLOVA-X-Sprachmodelle, ein «Seoul World Model» (eine KI-Umgebung, die Nvidias Cosmos-Technologie mit Navers Karten- und 3D-Strassendaten kombiniert) sowie eine kommerzielle Plattform für KI-Agenten. Die Zielmärkte: Korea, Europa und der Nahe Osten.

Dahinter steckt ein Trend mit dem Schlagwort souveräne KI (Sovereign AI): Staaten und Konzerne wollen ihre KI-Daten im eigenen Land verarbeiten, statt sie US-Cloud-Anbietern anzuvertrauen. Die Börse quittierte die Ankündigung mit Applaus – die Naver-Aktie stieg am Folgetag um 9,2 Prozent.

Warum das auch die Schweiz angeht

Die Debatte um souveräne KI wird auch hierzulande lauter. Wer kontrolliert die Rechenzentren, auf denen dereinst sensible Verwaltungs- oder Gesundheitsdaten verarbeitet werden? Das koreanische Modell – ein lokaler Champion plus Nvidia-Technik – ist genau die Blaupause, über die auch in Europa und der Schweiz diskutiert wird, wenn es um digitale Unabhängigkeit geht.

Quellen

NAVER Expands AI Infrastructure With NVIDIA – NVIDIA Newsroom↗ EXTERNER LINKNaver, Nvidia launch gigawatt-scale AI factory plan – The Korea Herald↗ EXTERNER LINKNAVER Expands AI Infrastructure With NVIDIA – Globe Newswire↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Skizze eines Rechenzentrum-Gangs mit Serverschraenken, deren Kabel in einem zentralen Routing-Panel zusammenlaufen, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines Rechenzentrum-Gangs mit Serverschraenken, deren Kabel in einem zentralen Routing-Panel zusammenlaufen, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
KI-BUSINESS·21. JUNI 2026

Baseten: 1,5 Milliarden für KI-Inferenz

Das KI-Infrastruktur-Startup Baseten steht laut «Wall Street Journal» vor einer Runde über 1,5 Milliarden Dollar bei rund 13 Milliarden Bewertung – nur fünf Monate nach der letzten. Das Geschäft: KI-Anfragen schnell und günstig betreiben statt Modelle trainieren.

Handgezeichnete Skizze einer Person mit Aktentasche, die auf einem Weg von einem Bueroturm zu einem anderen geht, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze einer Person mit Aktentasche, die auf einem Weg von einem Bueroturm zu einem anderen geht, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
KI-BUSINESS·20. JUNI 2026

Googles Gemini-Chef wechselt zu OpenAI

Noam Shazeer, Mitautor des bahnbrechenden Transformer-Papers und Co-Leiter von Googles Gemini, wechselt zu OpenAI. Erst 2024 hatte Google ihn fuer rund 2,7 Milliarden Dollar zurueckgeholt. Beobachter sprechen vom groessten KI-Personalwechsel des Jahres.

Illustration eines Bankeingangs mit Drehtür und Zutrittsleser, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Bankeingangs mit Drehtür und Zutrittsleser, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·19. JUNI 2026

JPMorgan sperrt Claude für seine Leute in Hongkong

JPMorgan Chase hat seinen Mitarbeitenden in Hongkong den Zugang zu Anthropics Claude-Modellen gestrichen – wegen der Lizenzbedingungen und unter Druck aus Washington. Damit folgt die Bank Goldman Sachs. Für den Finanzplatz Hongkong wird Geopolitik zur IT-Richtlinie.