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OpenAI baut seinen eigenen Chip – Codename Jalapeño

OpenAI hat zusammen mit Broadcom seinen ersten selbst entworfenen KI-Chip vorgestellt – Codename «Jalapeño». Er ist nur fürs Ausliefern fertiger Modelle gedacht und soll laut Broadcom-Chef rund 50 Prozent günstiger rechnen als heutige KI-Grafikkarten. Damit will sich OpenAI ein Stück weit von Nvidia unabhängig machen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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27. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines grossen Prozessor-Chips auf einer Platine auf einer Werkbank, mit Lupe und Loetkolben, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines grossen Prozessor-Chips auf einer Platine auf einer Werkbank, mit Lupe und Loetkolben, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Ein Chip nur fürs Antworten02Rund halb so teuer wie eine Nvidia-Karte03In neun Monaten vom Reissbrett zum Silizium04Weniger abhängig von Nvidia
INHALT
01Ein Chip nur fürs Antworten02Rund halb so teuer wie eine Nvidia-Karte03In neun Monaten vom Reissbrett zum Silizium04Weniger abhängig von Nvidia
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Mit dem eigenen Inferenz-Chip Jalapeño will OpenAI seine Rechenkosten senken und die Abhängigkeit von Nvidia verringern.

OpenAI ist bekannt für Software – jetzt wagt sich das Unternehmen an die Hardware. Zusammen mit dem Chip-Konzern Broadcom hat OpenAI am 24. Juni seinen ersten selbst entworfenen KI-Chip vorgestellt. Der Codename: Jalapeño.

Ein Chip nur fürs Antworten

Jalapeño ist kein Allzweck-Chip, sondern auf eine einzige Aufgabe zugeschnitten: die sogenannte Inferenz. Damit ist das Ausführen eines bereits fertig trainierten Modells gemeint – also der Moment, in dem ChatGPT auf deine Frage antwortet. Das Training, bei dem ein Modell überhaupt erst lernt, übernehmen weiterhin andere Chips.

Der Grund für diese Spezialisierung ist simpel: Inferenz ist der teure Dauerbetrieb. Jede einzelne Antwort kostet Rechenleistung, und bei Hunderten Millionen Nutzenden summiert sich das zu gewaltigen Kosten. Genau hier will OpenAI ansetzen.

Rund halb so teuer wie eine Nvidia-Karte

Der Chip soll laut Broadcom-Chef Hock Tan etwa 50 Prozent günstiger rechnen als die üblichen KI-Grafikkarten, wie sie heute fast überall stecken. Diese Zahl stammt vom Hersteller selbst und ist noch nicht unabhängig überprüft – aber sie zeigt die Stossrichtung.

Gebaut wird Jalapeño von Broadcom, eingesetzt wird er von OpenAI für die eigenen Dienste. Die Architektur wurde rund um die Abläufe optimiert, die für grosse Sprachmodelle am wichtigsten sind: Speicherbewegung, Vernetzung und die Art, wie Anfragen abgearbeitet werden.

In neun Monaten vom Reissbrett zum Silizium

Bemerkenswert ist das Tempo. Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Design vergingen nur neun Monate – nach Angaben der Beteiligten der schnellste Entwicklungszyklus, den es bei einem derart komplexen Hochleistungs-Chip je gegeben hat.

Möglich war das auch, weil OpenAI seine eigenen KI-Modelle einsetzte, um Teile des Entwurfs zu beschleunigen. KI, die hilft, die Chips für KI zu bauen – ein Kreislauf, der die Branche gerade prägt.

Weniger abhängig von Nvidia

Hinter Jalapeño steckt eine klare Strategie. Bisher führt an Nvidia kaum ein Weg vorbei – die Grafikkarten sind teuer und zeitweise kaum lieferbar. Mit einem eigenen Chip macht sich OpenAI ein Stück weit unabhängiger und drückt langfristig die Kosten.

Der erste Einsatz von Jalapeño ist für Ende 2026 geplant, danach soll die Produktion über die nächsten Jahre ausgebaut werden. Für alle, die KI-Dienste bezahlen – auch Schweizer Firmen – ist das eine gute Nachricht: Sinken die Rechenkosten der Anbieter, kann das mittelfristig auch die Preise für KI-Anwendungen dämpfen.

Quellen

OpenAI – OpenAI and Broadcom unveil LLM-optimized inference chip↗ EXTERNER LINKCNBC – OpenAI and Broadcom reveal Jalapeño, first AI chip in partnership↗ EXTERNER LINKToms Hardware – Broadcom and OpenAI unveil custom-built Jalapeño inference processor↗ EXTERNER LINK
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