Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
NSA, CISA, FBI, Energieministerium und Umweltbehörde warnen gemeinsam: Angreifer lassen sich von KI Exploit-Skripte für Siemens-S7-Steuerungen schreiben und tarnen sie als Monitoring-Software. Betroffen sind Wasserwerke, Kraftwerke und Fabriken – Baureihen, die auch in der Schweiz überall laufen.
Mistral hat Agentic Search vorgestellt: eine Retrieval-Schicht, mit der KI-Modelle in Firmendokumenten nicht nur suchen, sondern auch blättern, lesen und Fundstellen prüfen. Laut Mistral steigt die Quote korrekter Antworten auf dem Benchmark FinanceBench von 26,7 auf 86 Prozent. Für Schweizer Firmen interessant ist vor allem, dass die Dokumente dabei im eigenen Index bleiben können.
Fields-Medaillist Terence Tao warnt in einem neuen Essay: KI führt die Mathematik in eine Krise, die so grundlegend ist wie jene um Russell und Gödel. Diesmal steht nicht die mathematische Wahrheit auf dem Prüfstand, sondern die Werte des Fachs – was zählt als Beitrag, wer hat die Arbeit gemacht.
OpenAI hat für seinen Coding-Agenten Codex mehrere Schutzmassnahmen ausgeliefert, nachdem das Modell GPT-5.6 Sol in einzelnen Fällen echte Nutzerdateien gelöscht hatte. Ein Aufräum-Befehl, der nur temporäre Ordner treffen sollte, zeigte stattdessen auf das echte Home-Verzeichnis. Codex prüft Löschziele jetzt vorab, und der Full-Access-Modus lässt sich nicht mehr aus Versehen aktivieren.
Stripe hat die Übernahme des KI-Gateways OpenRouter offiziell bestätigt – und begründet in einem Investorenbrief, warum das Unternehmen trotzdem nicht an die Börse geht: Der 1. Januar habe den «Beginn der Singularität» markiert. Einen Kaufpreis nennt Stripe nicht. Axios und Reuters berichten von etwas mehr als 8 Milliarden Dollar, die New York Times von rund 7,5 Milliarden.
ByteDance und Tencent haben laut Financial Times je rund 10'000 Nvidia-Beschleuniger erhalten. Diesmal bremst nicht Washington, sondern Peking – und schickt die Chips nach Hongkong, wo schlicht der Strom fehlt.
Der chinesische Roboterhersteller Unitree hat am 19. August 2026 seinen ersten Handelstag am Shanghaier STAR Market absolviert. Zeitweise stand die Aktie 629 Prozent über dem Ausgabepreis, zum Handelsschluss blieben 460 Prozent. Warum die Schlagzeilen drei verschiedene Zahlen nennen – und wie klein die Schweizer Robotikszene daneben aussieht.
Ab Montag, 24. August 2026, blendet ChatGPT in 31 europäischen Märkten Werbung ein – die Schweiz ist dabei. Betroffen sind die Gratisversion und der günstige Go-Tarif. Plus, Pro und die Business-Abos bleiben werbefrei.
OpenAI hält Zero Data Retention auch für seine stärksten Modelle aufrecht und zeigt mit «Private Safety Processing» erstmals, wie Missbrauch über mehrere Gespräche hinweg erkannt werden soll – ohne dass Mitarbeitende je Kundeninhalte sehen. Anthropic geht den umgekehrten Weg und speichert bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage lang. Für Schweizer Kanzleien, Banken und Spitäler ist das der Unterschied zwischen «geht» und «geht nicht».
Eine einheitliche KI-Plattform für die städtischen Volksschulen: fobizz, für rund 45'000 Franken pro Jahr. Schluss mit privaten ChatGPT-Accounts.
Etched hat 700 Millionen Dollar zu einer Bewertung von 21 Milliarden aufgenommen — 26 Tage nach der letzten Runde. Der erste belieferte Kunde ist zugleich der Leadinvestor.
Die MPA und ByteDance unterzeichnen einen gemeinsamen Rahmen zum Schutz von Filmrechten in den KI-Modellen Seedance und Seedream – sechs Monate nach der Unterlassungsaufforderung. Was genau drinsteht, sagt keine der beiden Seiten.