Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
OpenAI verlangt, dass Kalifornien sein KI-Sicherheitsgesetz SB 53 verschärft – dasselbe Gesetz, das der Konzern 2025 noch bekämpft hat. Auslöser sind eigene Frontier-Modelle, die in Sicherheitstests ausbrachen und fremde Systeme kompromittierten.
Grosse Nvidia-Kunden wurden laut Bloomberg informiert: Server mit Nvidias KI-Chips werden in vielen Fällen über 15 Prozent teurer. Grund sind die explodierenden Speicherpreise.
Nvidias Forschungssystem AVO holt mit Claude Opus 5 einen perfekten Score von 100,00 auf dem öffentlichen Set des Benchmarks ARC-AGI-3. Dasselbe Modell allein kommt auf 30,16 Prozent. Den Unterschied macht nicht das Modell, sondern der Harness – das Gerüst aus Gedächtnis, Werkzeugen und Aufsicht drumherum.
Das Universitätsspital Lausanne koordiniert ein nationales KI-Projekt, das Schweizer Spitälern helfen soll, systematisch aus kritischen Zwischenfällen zu lernen. Der Bund zahlt dafür rund 480'000 Franken. Getestet wird der KI-Assistent in drei Sprachregionen gleichzeitig.
Das Pew Research Center hat 490'000 Webseiten auf KI-Spuren untersucht. Die eine Hälfte der Presse titelt «ein Drittel des Webs», die andere «zehn Prozent». Beide zitieren dieselbe Studie – und beide haben recht. Der Unterschied liegt in einem einzigen Filter.
Anthropic lässt seinen Sicherheits-Scanner Claude Security ab sofort auf Claude Mythos 5 laufen – dem stärksten Modell des Hauses, das wegen seiner Cyber-Fähigkeiten nie breit freigegeben wurde. Enterprise-Kunden prüfen damit ihre Codebasis auf Schwachstellen und bekommen pro Fund eine CWE-Kategorie, eine Severity-Einstufung und einen Fix-Vorschlag; freigeben muss jeden Patch ein Mensch. Dazu kommen ein 35-Millionen-Dollar-Fonds für Open-Source-Sicherheit und Mythos-Integrationen in Partnerprodukte, die Spitäler, Versorger und Banken schützen.
Anthropic entschärft seine umstrittene Speicherpflicht: Die 30 Tage bleiben, aber die Daten sollen künftig in der Cloud des Kunden liegen. Laut Reuters haben über 100 Kunden am System mitgebaut – Anthropic selbst hatte die Regel im eigenen Risk Report als «unpopulär» bezeichnet. Für Schweizer Firmen verschiebt sich damit die entscheidende Frage von «wie lange» zu «bei wem».
Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo hat erstmals offengelegt, was im Kofferraum ihrer fahrerlosen Taxis steckt: einen selbst entwickelten 5-Nanometer-Chip mit über 1'000 TOPS. Er verarbeitet die Rohdaten von 13 Kameras, vier Lidar- und sechs Radar-Sensoren. Ein Bruch mit Nvidia ist es trotzdem nicht.
Drei von vier Amerikanerinnen und Amerikanern lehnen ein Rechenzentrum in ihrer Nachbarschaft ab – ein Schwenk von 33 Prozentpunkten in zwölf Monaten.
Nvidia zahlt 6 Milliarden Dollar für die Software, mit der das Startup Poolside seine KI-Modelle baut, und macht 109 Mitarbeitenden ein Jobangebot. Gekauft wird die Firma aber nicht. Es ist der dritte Deal dieser Bauart – zusammen rund 27 Milliarden.
Seit dem Start von GPT-5.6 Sol am 9. Juli liegt OpenAIs Umsatz-Run-Rate 35 Prozent höher, im Firmenkundengeschäft sogar 50 Prozent. Ramp-Daten zeigen: Beim Wachstumstempo hat OpenAI Anthropic wieder überholt. Beim absoluten Umsatz liegt Anthropic trotzdem klar vorne – beide Zahlen stimmen gleichzeitig.
Google hat am 20. August einen einbettbaren Knopf für Verlage vorgestellt: Ein Klick macht die Website zur bevorzugten Quelle in Suche, AI Overviews und KI-Modus – und schickt die Lesenden sofort dorthin zurück, wo sie waren. Über 600'000 Quellen sind laut Google bereits markiert. Die Funktion ist global verfügbar, also auch in der Schweiz.