Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Anthropics Frontier Red Team liess drei Claude-Agenten auf dasselbe Software-Projekt los – jeder mit einem anderen Auftrag, keiner wusste von den anderen. Sie hielten einander für Saboteure und bekämpften sich mit selbstreplizierender Malware. Was das für Firmen heisst, die mehrere Agenten parallel laufen lassen.
Taiwans Digitalministerium hat einen KI-gestützten Cyberangriff auf Regierungsbehörden bestätigt. Laut der israelischen Sicherheitsfirma Dream kartierte ein Verbund aus bis zu acht KI-Agenten in vier Tagen 21 Behördensysteme, knackte 85 Konten und zog über 2'500 Personaldatensätze ab. Woher der Angriff kam, bestätigt bis heute niemand offiziell.
Anthropics Fable 5 gilt als bestes KI-Modell am Markt. Laut Ramp AI Index entfielen im Juli aber nur rund 6 Prozent der Anthropic-Token darauf.
OpenAI hat mit Ultrafast einen neuen API-Tarif vorgestellt, der das Spitzenmodell GPT-5.6 Sol auf Cerebras-Hardware bis zu 14-mal schneller laufen lässt. Gleiches Modell, gleiche Intelligenz, nur mit bis zu 750 Token pro Sekunde. Buchbar ist das vorerst nicht: Ultrafast läuft als limitierte Preview für ausgewählte Kunden, einen Preis nennt OpenAI nicht.
Google DeepMind hat SL2T vorgestellt: ein Modell, das Gebärdensprache direkt in Text übersetzt. Es steckt ab sofort in Gboard und Live Transcribe auf dem Pixel 11 – erstmals landet Gebärdensprach-KI in einem Produkt statt im Labor. Vorerst nur für ASL, die Schweizer Gebärdensprachen fehlen noch.
DeepSeek hat gleich dreifach geliefert: Das Flaggschiff V4-Pro verlässt mit Build 0813 die Testphase, die hauseigene Agenten-Software Harness erscheint unter MIT-Lizenz – und ab Sonntagabend steigen die API-Preise. Am stärksten trifft es ausgerechnet die Cache-Hits, von denen Coding-Agenten leben.
Google hat Gemini 3.7 Flash veröffentlicht – nur drei Wochen nach dem Vorgänger und zum halben Einführungspreis. Beim Programmieren legt das Modell deutlich zu, bei Agenten-Benchmarks bleibt GPT-5.6 Terra vorn. Und der Consumer-Agent Gemini Spark, der ab sofort auf 3.7 Flash läuft, ist in der Schweiz gar nicht verfügbar.
Google meldet eine Milliarde Gemini-Nutzer, gleichzeitig misst die Plattform Pangram nur noch 1,9 Prozent Anteil an eingereichten KI-Texten. Beide Zahlen stimmen – sie messen nur völlig Verschiedenes. Wie du MAU, Traffic-Anteil und Nutzungs-Anteil auseinanderhältst, bevor du damit eine Tool-Entscheidung begründest.
Brad Lightcap verlässt OpenAI nach acht Jahren, um «etwas Neues zu starten» – vier Jahre davon war er Finanzchef, vier Jahre Operating Chief. Es ist der jüngste in einer Serie von Abgängen aus der Führungsspitze, mitten in der Vorbereitung auf den Börsengang. Bei Google DeepMind läuft parallel derselbe Aderlass.
Twitch lässt Amazon seine generativen KI-Modelle mit Streams, VODs, Clips und Chats trainieren – bei allen Konten standardmässig eingeschaltet. Seit dem 12. August 2026 gibt es einen Schalter dagegen, tief in den Sicherheitseinstellungen. Warum das kein Versehen ist und was Schweizer Streamer davon haben, ihn umzulegen.
Google zeigt Pixel 11, Pixel Watch 5 und Pixel Tag. Die grösste Neuerung ist die KI-Schicht Gemini Intelligence – vieles startet aber nur in den USA.
xAI hat Grok 4.6 veröffentlicht und schliesst damit zur Spitze auf: 61 Punkte im Artificial-Analysis-Intelligence-Index, exakt gleichauf mit OpenAIs GPT-5.6 Sol. Der Preis bleibt bei 2 Dollar pro Million Input- und 6 Dollar pro Million Output-Token — über 60 Prozent unter Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol. Der grössere Hebel liegt aber woanders: Grok 4.6 erledigt lange Aufgaben in rund 53 Schritten, wo Claude Opus 5 etwa 103 braucht.