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Anthropic lässt KI-Agenten Laborgeräte steuern – vorerst nur auf Einladung

Anthropic hat den Model Hardware Standard als Research Preview gestartet – eine Spezifikation, mit der KI-Agenten Mikroskope, Pipettierroboter und Roboterarme gleichzeitig bedienen. Erste Partner hängten ihre Geräte in acht Stunden statt mehreren Wochen zusammen. Open Source ist angekündigt, bisher gibt es nur eine Warteliste.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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28. AUGUST 2026
5 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Roboterarms, der einen Stapel Probenplatten über eine Laborbank mit Mikroskop hebt, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Roboterarms, der einen Stapel Probenplatten über eine Laborbank mit Mikroskop hebt, kinewsletter.ch Stil
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Der Model Hardware Standard ist Anthropics MCP-Moment für Hardware: technisch belegt, aber ausnahmslos Proof-of-Concept hinter einer Warteliste.

Anthropic hat am 27. August 2026 den Model Hardware Standard (MHS) als Research Preview vorgestellt – eine gemeinsame Spezifikation, mit der KI-Agenten Mikroskope, Pipettierroboter und Roboterarme gleichzeitig bedienen können, von Routineexperimenten in der Wirkstoffforschung bis zur Laserkalibrierung an einem Quantencomputer. Zugang erhält vorerst nur eine erste Gruppe von Forschungslaboren und Fertigungsbetrieben. Öffentlich verfügbar oder quelloffen ist der Standard ausdrücklich noch nicht.

Ein Treiber statt hundert Bastellösungen

Das Grundproblem kennt jedes Labor: Jedes Gerät bringt seine eigene Programmierschnittstelle mit, und wer mehrere zusammenschalten will, baut wochenlang massgeschneiderte Übersetzungssoftware. MHS setzt einen standardisierten Treiber dagegen – also Software, die zwischen Betriebssystem und Gerät vermittelt. Er kommt mit wenigen Grundbefehlen wie «read» und «write» aus – Temperatur auslesen, Temperatur setzen – und macht jedes Gerät im Netzwerk auffindbar.

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