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DeepSeek kontert OpenAI: Fast Luna-Niveau zu 60 Prozent tieferen Kosten

Keine 24 Stunden nach OpenAIs grosser Preissenkung legt DeepSeek nach: Das Update V4 Flash 0731 erreicht laut Artificial Analysis fast das Niveau von GPT-5.6 Luna – kostet pro Aufgabe aber rund 60 Prozent weniger. Die Modellgewichte sind frei verfügbar, unter MIT-Lizenz.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
1. AUGUST 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines grossen blauen Preisschilds an einer Schnur, das von einer Schere durchtrennt wird, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01OpenAIs Preisoffensive hielt genau einen Tag02Zehn Punkte Sprung im Intelligence Index03167 Gigabyte zum Selberhosten
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Der Preiskrieg um günstige KI ist eröffnet: OpenAI senkt die Preise um 80 Prozent, DeepSeek unterbietet noch am selben Tag um weitere 60 Prozent pro Aufgabe – mit offenen Gewichten obendrauf. Wer Agenten-Workloads in grossem Volumen fährt, bekommt brauchbare Intelligenz gerade im Wochentakt günstiger.

Keine 24 Stunden nachdem OpenAI die Preise seiner günstigen Modelle drastisch gesenkt hat, kontert DeepSeek: Am 31. Juli veröffentlichte das chinesische KI-Lab DeepSeek-V4-Flash-0731 – ein Update seines Budget-Modells, das laut dem unabhängigen Benchmark-Portal Artificial Analysis fast das Niveau von OpenAIs GPT-5.6 Luna erreicht, pro Aufgabe aber rund 60 Prozent weniger kostet. Die Modellgewichte stehen unter MIT-Lizenz frei auf Hugging Face – zum Herunterladen und Selberhosten.

OpenAIs Preisoffensive hielt genau einen Tag

Am 30. Juli hatte OpenAI die Preise für GPT-5.6 Luna um 80 Prozent gesenkt – auf 0.20 Dollar pro Million Input-Tokens und 1.20 Dollar pro Million Output-Tokens. Tags darauf erklärte Finanzchefin Sarah Friar in einem Grundsatzpapier «abundant intelligence» – günstige Intelligenz im Überfluss – zur Firmenstrategie. Noch am selben Tag unterbot DeepSeek: 0.14 Dollar Input, 0.28 Dollar Output. Der grössere Hebel steckt im Caching (Zwischenspeichern bereits verarbeiteter Eingaben): Wiederholte Anfragen kosten bei DeepSeek 98 Prozent weniger, üblich in der Branche sind 90.

Zehn Punkte Sprung im Intelligence Index

Im Artificial Analysis Intelligence Index klettert das neue Flash-Modell auf 50 Punkte – zehn mehr als der Vorgänger vom April und nur noch einen Punkt hinter Luna. Damit ist es laut dem Portal das Modell mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt. DeepSeeks eigene Model Card meldet vor allem Fortschritte bei Agenten-Aufgaben: Im Terminal Bench 2.1 etwa 82.7 Punkte statt bisher 61.8 – Herstellerangaben, die unabhängige Nachtests noch bestätigen müssen. Blogger Simon Willison nennt es bereits «möglicherweise das beste Preis-Leistungs-Modell am Markt».

167 Gigabyte zum Selberhosten

Technisch bleibt es ein Mixture-of-Experts-Modell (nur ein Bruchteil der 304 Milliarden Parameter ist pro Anfrage aktiv) mit einem Kontextfenster von einer Million Tokens. Der Download umfasst 167 Gigabyte – auf eigener Hardware machbar. Konkret heisst das: Auch Schweizer Unternehmen mit strengen Datenschutz-Vorgaben können ein Modell nahe am Frontier-Budget-Niveau komplett intern betreiben. Und wer einfach nur die API nutzt, profitiert vom Preiskrieg direkt – brauchbare Intelligenz wird gerade im Wochentakt günstiger.

Quellen

DeepSeek-V4-Flash-0731 – Model Card (Hugging Face, Primärquelle)↗ EXTERNER LINKDeepSeek API – Models & Pricing (offizielle Preisliste)↗ EXTERNER LINKNew Deepseek Flash model matches OpenAI's GPT-5.6 Luna at roughly 60 percent lower cost (The Decoder)↗ EXTERNER LINKdeepseek-ai/DeepSeek-V4-Flash-0731 (Simon Willison)↗ EXTERNER LINKAdvancing the price-performance frontier with GPT-5.6 (OpenAI)↗ EXTERNER LINKBuilding abundant intelligence (OpenAI, Sarah Friar)↗ EXTERNER LINKOpenAI goes full China pricing mode with an 80 percent cut to its most affordable GPT-5.6 model (The Decoder)↗ EXTERNER LINKAdvancing the price-performance frontier with GPT-5.6 (Simon Willison, Einordnung Preissenkung)↗ EXTERNER LINK
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