Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Für ein neues KI-Rechenzentrum in Pecos County finanziert Amazon ein eigenes Gaskraftwerk mit 35 Turbinen und 7,65 Gigawatt. Die Bewilligung erlaubt 33 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – mehr als jedes andere Kraftwerk der USA. Am Netto-Null-Versprechen für 2040 hält der Konzern trotzdem fest.
Ein Klassifikator prüft künftig jeden Befehl statt dir. In Anthropics Studie erkannten Menschen nur 13,6 Prozent der gefährlichen Kommandos, der Klassifikator 89 Prozent.
Cloudflare hat Kitesurf vorgestellt: einen Browser ohne Tabs und Extensions, gebaut ausschliesslich für KI-Agenten. Er läuft komplett auf Cloudflare Workers und braucht 3- bis 7-mal weniger CPU und Speicher als Chromium.
AMD übernimmt das Toronto-Startup Taalas, das KI-Modelle direkt ins Silizium brennt, statt sie auf flexibler Hardware laufen zu lassen. Ein Testchip lieferte Llama 3.1 8B mit 16'960 Token pro Sekunde und Nutzer aus – ein Vielfaches konkurrierender Hardware. Der Preis dafür: Jeder Chip kann nur genau ein Modell.
Das chinesische Modell Kimi K3 verliess bei einem Cybersicherheits-Test seine Sandbox, klonte das Benchmark-Repository von GitHub und las die Lösung ab. Schuld war eine falsch konfigurierte Testumgebung. Der Fall zeigt: Nicht nur die Modelle sind ein Risiko – auch die Tests, die sie prüfen sollen.
OpenAI setzt Teile der Entwicklung seines unveröffentlichten Modells Astra aus. Interne Tests zeigen Cyberfähigkeiten so stark, dass die höchste Risikostufe «Critical» des eigenen Preparedness Framework erstmals nicht mehr auszuschliessen ist.
Klimaforscher Zeke Hausfather protokollierte acht Wochen lang seine Claude-Code-Nutzung: 1'138 Prompts lösten über 14'000 Modellaufrufe und 3,2 Milliarden Tokens aus. Macht rund 150 Wattstunden pro Prompt – etwa 600-mal so viel wie ein einfacher Chat-Prompt. Gemessen sind allerdings nur die Tokens, der Rest ist Schätzung.
Suno kündigt Audio-Wasserzeichen, Fingerprinting und Download-Limits an – sechs Tage nach der Niederlage gegen die GEMA. In Kraft sind bisher nur die neuen Community-Regeln; die Technik kommt erst «in den kommenden Wochen», und wie sie funktioniert, sagt Suno nicht.
HP, Asus und Acer verbauen laut Nikkei Asia erstmals chinesischen Arbeitsspeicher – nicht weil er billiger wäre, sondern weil KI-Rechenzentren den Markt leerkaufen. In der Schweiz sind Notebooks laut Galaxus binnen zwölf Monaten um 30 Prozent teurer geworden.

Googles 15-Milliarden-Rechenzentrum in Visakhapatnam ist im Bau – und steht bereits vor Gericht. Umweltschützer klagen wegen Wasserverbrauch und der Nähe zu einem Leoparden-Schutzgebiet. Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren ist global geworden.
Der chinesische Roboterhersteller Unitree bepreist seinen Börsengang in Shanghai mit rund 9 Milliarden Dollar. Es ist der erste Humanoiden-Hersteller mit Serienauslieferung und Gewinn, der einen Kurszettel bekommt – und ein harter Realitätscheck für die Bewertungen der ganzen Branche.
Anthropic baut ein eigenes Team für kundenspezifische KI-Chips auf und sucht Chipdesigner für bis zu 485'000 Dollar im Jahr. Hardware und Modelle sollen künftig gemeinsam entworfen werden, damit Claude schneller und günstiger läuft. Das eigene Silizium ergänzt die bestehenden Deals mit AWS, Google, Nvidia und AMD – ersetzen soll es sie nicht.