SpaceX übernimmt den KI-Codingdienst Cursor für 60 Milliarden Dollar in Aktien – wenige Tage nach dem Börsengang. Der Deal soll Musks KI-Sparte rund um xAI an die grossen Labore heranführen.
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SpaceX kauft Cursor für 60 Milliarden Dollar und will damit seine KI-Sparte rund um xAI aufholen lassen.
SpaceX hat sich den KI-Codingdienst Cursor gesichert – für 60 Milliarden Dollar, komplett in Aktien. Der Deal kommt nur wenige Tage nach dem historischen Börsengang des Raumfahrtkonzerns und keine zwei Monate, nachdem beide Firmen erstmals eine Zusammenarbeit angekündigt hatten.
Cursor war eigentlich auf dem besten Weg, eine Finanzierungsrunde über 2 Milliarden Dollar abzuschliessen – mit Geldgebern wie Andreessen Horowitz, Thrive und Nvidia und einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar. Dann kam SpaceX dazwischen.
Schon im April hatte Elon Musks Unternehmen einen ungewöhnlichen Deal verkündet: SpaceX würde Cursor entweder für 60 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen – oder eine Abstandszahlung von 10 Milliarden Dollar leisten, falls der Kauf platzt. Jetzt ist die Übernahme fix. Sie soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.
Der Kauf soll der KI-Sparte von SpaceX auf die Sprünge helfen. Diese ist rund um Musks KI-Firma xAI aufgebaut, die Anfang Jahr mit SpaceX verschmolzen wurde. Trotzdem hängt die Sparte den grossen KI-Laboren hinterher und steckt mitten in einem Umbau – ausgelöst durch wiederholte Skandale, etwa generierte Deepfakes von Frauen und Kindern ohne deren Einwilligung.
Mit Cursor holt sich SpaceX eines der populärsten Werkzeuge für KI-gestütztes Programmieren ins Haus. Beim Börsengang stellte das Unternehmen seinen Investoren einen adressierbaren KI-Markt von 26 Billionen Dollar in Aussicht – ungefähr so viel wie die gesamte Wirtschaftsleistung der USA.
Cursor wird auch von vielen Schweizer Entwicklerinnen und Entwicklern täglich genutzt. Vorerst ändert sich nichts am Produkt. Spannend wird, wie eng Musk das Tool künftig mit xAI und dem Modell Grok verzahnt – und ob die Unabhängigkeit bleibt, die Cursor bei seiner Community beliebt gemacht hat.