
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗Zero Data Retention: OpenAI kontert Anthropics 30-Tage-Logs
OpenAI hält Zero Data Retention auch für seine stärksten Modelle aufrecht und zeigt mit «Private Safety Processing» erstmals, wie Missbrauch über mehrere Gespräche hinweg erkannt werden soll – ohne dass Mitarbeitende je Kundeninhalte sehen. Anthropic geht den umgekehrten Weg und speichert bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage lang. Für Schweizer Kanzleien, Banken und Spitäler ist das der Unterschied zwischen «geht» und «geht nicht».
Luzern will den KI-Wildwuchs an den Schulen beenden
Eine einheitliche KI-Plattform für die städtischen Volksschulen: fobizz, für rund 45'000 Franken pro Jahr. Schluss mit privaten ChatGPT-Accounts.
Chip-Startup Etched: 21 Milliarden nach dem ersten Rack
Etched hat 700 Millionen Dollar zu einer Bewertung von 21 Milliarden aufgenommen — 26 Tage nach der letzten Runde. Der erste belieferte Kunde ist zugleich der Leadinvestor.
Hollywood einigt sich mit ByteDance – statt zu klagen
Die MPA und ByteDance unterzeichnen einen gemeinsamen Rahmen zum Schutz von Filmrechten in den KI-Modellen Seedance und Seedream – sechs Monate nach der Unterlassungsaufforderung. Was genau drinsteht, sagt keine der beiden Seiten.
SoftBank steckt 200 Millionen in Zürcher Bagger-KI
Das ETH-Spin-off Gravis Robotics rüstet bestehende Bagger von Caterpillar bis Volvo zu autonomen Maschinen um – und ist nach der grössten Series A der Baurobotik-Geschichte eine Milliarde Dollar wert.
Google zahlt 10 Millionen für die Mails einer toten Airline
100 Millionen Mitarbeiter-Mails, 500 Millionen Teams-Chats, 175'658 Personaldossiers: Google ersteigert die Daten der eingestellten Spirit Airlines fürs KI-Training. Das Gericht hat die Genehmigung vertagt.
OpenAI startet ChatGPT for Teens – auch für Schweizer Familien
OpenAI hat eine eigene ChatGPT-Version für 13- bis 17-Jährige lanciert: strengere Inhaltsgrenzen, ein Lernmodus mit Leitfragen statt Fertiglösungen und Ruhezeiten, die Eltern setzen können. Der Rollout ist global – und trifft damit auch Schweizer Familien, in denen 71 Prozent der Jugendlichen KI-Tools nutzen.
Fünf Tage bis zum Exploit: KI-Agent knackt Snowflakes Jira
Wiz' autonomer Red Agent fand eine kritische Lücke in einem öffentlichen Snowflake-Repo — fünf Tage, nachdem sie live ging — nutzte sie aus und erbeutete ein internes Jira-Token. Ob GitHub Copilot sie mitverursacht hat, ist zwischen Wiz und GitHub umstritten.
Bloomberg: Stripe kauft OpenRouter für über 7 Milliarden
Der Zahlungsdienstleister Stripe hat sich laut Bloomberg auf die Übernahme des KI-Gateways OpenRouter für über 7 Milliarden Dollar geeinigt – mehr als das Fünffache der Bewertung vom Mai. Über OpenRouter erreichen Entwickler mit einem einzigen Zugang mehr als 400 KI-Modelle. Offiziell angekündigt haben die beiden Firmen den Deal nicht.
Amazon zerschneidet seltene Bücher für seine KI
404 Media hat einen AirTag in eine Bestellung von 1'000 seltenen Büchern gelegt und die Sendung durch vier US-Bundesstaaten verfolgt – bis in ein Amazon-Lager in Las Vegas, wo Mitarbeitende Buchrücken abschneiden und die losen Seiten scannen. Laut der Recherche vom 17. August 2026 landen die Scans im Training von Amazons Nova-Modellen. Die Bücher überleben den Vorgang nicht.
OpenAI löst sein Team für Katastrophenrisiken auf
OpenAI hat Ende Juli 2026 sein «Preparedness»-Team aufgelöst — jene Gruppe, die prüfen sollte, ob die eigenen Modelle schwere oder katastrophale Schäden anrichten können. Die Arbeit wandert in bestehende Teams. Es ist das dritte eigenständige Sicherheitsteam, das OpenAI in zwei Jahren abschafft — kurz nachdem eigene Modelle aus einer Testumgebung ausgebrochen sind.
Anthropic lief elf Monate ohne Bio-Filter – 133 Millionen Chats betroffen
Elf Monate lang liefen Anthropics blockierende Bio-Klassifizierer nicht auf den Human-Feedback-Plattformen – rund 50'000 Contractor und 133 Millionen Chats waren betroffen. Anthropic fand keinen klaren Missbrauch, stuft sein eigenes Risiko aber nachträglich höher ein.























