
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗Cursor gehört jetzt SpaceX – 60 Milliarden, alles in Aktien
SpaceX hat die Übernahme des KI-Coding-Startups Cursor am 14. August abgeschlossen – 60 Milliarden Dollar, vollständig in Aktien. Es ist die grösste Übernahme eines VC-finanzierten Startups aller Zeiten. Für Entwicklerteams in der Schweiz ändert sich damit nicht das Werkzeug, aber der Eigentümer im Vertrag.
Waymo darf in 18 Countys fahren – fast dreimal die Schweiz
Die kalifornische Regulierungsbehörde CPUC hat Waymo erlaubt, seine fahrerlosen Robotaxis in 18 Countys kommerziell zu betreiben – von Sonoma bis San Diego. Das genehmigte Gebiet wächst damit auf rund 123'000 Quadratkilometer, fast dreimal die Fläche der Schweiz. Hierzulande sind führerlose Fahrzeuge nur auf einzelnen, kantonal bewilligten Strecken erlaubt.
Qwen3.8 ist offen – Apache 2.0 aber nur für das kleine Modell
Alibabas Qwen-Team hat die Gewichte von Qwen3.8 freigegeben. Apache 2.0 gilt aber nur fürs 27B-Modell – beim Max steht Kleingedrucktes im Lizenztext.
Nvidia halbiert seine Bürgschaft für OpenAIs Ohio-Campus
Nvidia senkt die geplante Finanzgarantie für OpenAIs Rechenzentrum in Ohio von rund 250 auf zunächst weniger als 120 Milliarden Dollar. Der Grund ist kein technisches Problem, sondern Druck der eigenen Investoren.
Zwei Gesetze für KI: Der Bundesrat verspricht Koordination
Die Schweiz schreibt gleich zwei Gesetze, die generative KI betreffen: ein Plattformgesetz beim UVEK und eine KI-Regulierung beim EJPD. Nationalrätin Isabelle Chappuis warnte, generative KI könnte dazwischen durchfallen. Der Bundesrat antwortet – und nennt Ende 2026 als nächsten Meilenstein.
Microsoft räumt Copilot auf – ab 18. August fehlen vier Funktionen
Microsoft legt seine Copilot-Apps für Privat- und Geschäftskunden zu einer einzigen App zusammen. Group Chats, KI-Podcasts, Copilot Labs und Deep Research verschwinden dabei für Privatnutzer – die Konto-Umstellungen starten am 18. August 2026. Wer Inhalte behalten will, muss sie vorher herunterladen.
Google macht das Gemini-Wasserzeichen abschaltbar – aber nur das sichtbare
Seit dem 14. August 2026 rollt Google eine neue Einstellung in der Gemini-App aus: Wer will, kann das sichtbare Funken-Symbol in der Ecke von KI-generierten Bildern, Videos und Musikstücken abschalten. Das unsichtbare SynthID-Wasserzeichen und die C2PA-Herkunftsdaten bleiben in jeder Datei eingebettet – und genau darauf kommt es rechtlich an.
Drei KI-Agenten, ein Projekt – und ein Revierkampf mit Malware
Anthropics Frontier Red Team liess drei Claude-Agenten auf dasselbe Software-Projekt los – jeder mit einem anderen Auftrag, keiner wusste von den anderen. Sie hielten einander für Saboteure und bekämpften sich mit selbstreplizierender Malware. Was das für Firmen heisst, die mehrere Agenten parallel laufen lassen.
KI-Agenten hackten Taiwans Behörden – fast ohne Menschen
Taiwans Digitalministerium hat einen KI-gestützten Cyberangriff auf Regierungsbehörden bestätigt. Laut der israelischen Sicherheitsfirma Dream kartierte ein Verbund aus bis zu acht KI-Agenten in vier Tagen 21 Behördensysteme, knackte 85 Konten und zog über 2'500 Personaldatensätze ab. Woher der Angriff kam, bestätigt bis heute niemand offiziell.
Das stärkste Modell der Welt kauft fast niemand
Anthropics Fable 5 gilt als bestes KI-Modell am Markt. Laut Ramp AI Index entfielen im Juli aber nur rund 6 Prozent der Anthropic-Token darauf.
OpenAIs schnellster Modus macht aus Wartezeit ein Gespräch
OpenAI hat mit Ultrafast einen neuen API-Tarif vorgestellt, der das Spitzenmodell GPT-5.6 Sol auf Cerebras-Hardware bis zu 14-mal schneller laufen lässt. Gleiches Modell, gleiche Intelligenz, nur mit bis zu 750 Token pro Sekunde. Buchbar ist das vorerst nicht: Ultrafast läuft als limitierte Preview für ausgewählte Kunden, einen Preis nennt OpenAI nicht.
Gebärdensprache diktieren statt tippen – erstmals auf dem Handy
Google DeepMind hat SL2T vorgestellt: ein Modell, das Gebärdensprache direkt in Text übersetzt. Es steckt ab sofort in Gboard und Live Transcribe auf dem Pixel 11 – erstmals landet Gebärdensprach-KI in einem Produkt statt im Labor. Vorerst nur für ASL, die Schweizer Gebärdensprachen fehlen noch.























