
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗DeepSeek verschenkt seine Agenten-Software – und versechsfacht die Cache-Preise
DeepSeek hat gleich dreifach geliefert: Das Flaggschiff V4-Pro verlässt mit Build 0813 die Testphase, die hauseigene Agenten-Software Harness erscheint unter MIT-Lizenz – und ab Sonntagabend steigen die API-Preise. Am stärksten trifft es ausgerechnet die Cache-Hits, von denen Coding-Agenten leben.
Gemini 3.7 Flash: drei Wochen nach 3.6, halber Preis
Google hat Gemini 3.7 Flash veröffentlicht – nur drei Wochen nach dem Vorgänger und zum halben Einführungspreis. Beim Programmieren legt das Modell deutlich zu, bei Agenten-Benchmarks bleibt GPT-5.6 Terra vorn. Und der Consumer-Agent Gemini Spark, der ab sofort auf 3.7 Flash läuft, ist in der Schweiz gar nicht verfügbar.
Eine Milliarde Nutzer, 1,9 Prozent Anteil – beides stimmt
Google meldet eine Milliarde Gemini-Nutzer, gleichzeitig misst die Plattform Pangram nur noch 1,9 Prozent Anteil an eingereichten KI-Texten. Beide Zahlen stimmen – sie messen nur völlig Verschiedenes. Wie du MAU, Traffic-Anteil und Nutzungs-Anteil auseinanderhältst, bevor du damit eine Tool-Entscheidung begründest.
OpenAI-Urgestein Lightcap geht – der nächste Abgang vor dem IPO
Brad Lightcap verlässt OpenAI nach acht Jahren, um «etwas Neues zu starten» – vier Jahre davon war er Finanzchef, vier Jahre Operating Chief. Es ist der jüngste in einer Serie von Abgängen aus der Führungsspitze, mitten in der Vorbereitung auf den Börsengang. Bei Google DeepMind läuft parallel derselbe Aderlass.
Twitch trainiert Amazons KI mit deinen Streams – Opt-out gut versteckt
Twitch lässt Amazon seine generativen KI-Modelle mit Streams, VODs, Clips und Chats trainieren – bei allen Konten standardmässig eingeschaltet. Seit dem 12. August 2026 gibt es einen Schalter dagegen, tief in den Sicherheitseinstellungen. Warum das kein Versehen ist und was Schweizer Streamer davon haben, ihn umzulegen.
Beim Pixel 11 ist Gemini das eigentliche Produkt
Google zeigt Pixel 11, Pixel Watch 5 und Pixel Tag. Die grösste Neuerung ist die KI-Schicht Gemini Intelligence – vieles startet aber nur in den USA.
Grok 4.6 erreicht die KI-Spitze – 60 Prozent günstiger
xAI hat Grok 4.6 veröffentlicht und schliesst damit zur Spitze auf: 61 Punkte im Artificial-Analysis-Intelligence-Index, exakt gleichauf mit OpenAIs GPT-5.6 Sol. Der Preis bleibt bei 2 Dollar pro Million Input- und 6 Dollar pro Million Output-Token — über 60 Prozent unter Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol. Der grössere Hebel liegt aber woanders: Grok 4.6 erledigt lange Aufgaben in rund 53 Schritten, wo Claude Opus 5 etwa 103 braucht.
Genfer KI-Gipfel 2027: Bundesrat holt Ex-CERN-Chefin an Bord
Der Bundesrat hat am 12. August 2026 die strategische Ausrichtung des Geneva AI Summit 2027 festgelegt und Fabiola Gianotti zur Delegierten ernannt. Der Gipfel findet am 21./22. Juni 2027 in Genf statt, Leitmotiv: «Bridging Innovation and Trust». Kostenpunkt für den Kerngipfel: rund 6 Millionen Franken.
ChatGPT Business: 125 Dollar für fünfmal mehr Nutzung
OpenAI baut eine zweite Preisstufe in ChatGPT Business ein: Premium Seats für 125 US-Dollar pro Nutzer und Monat, 100 Dollar bei Jahresabrechnung. Dafür gibt es fünfmal mehr Nutzung und kein Fünf-Stunden-Limit mehr; die Standard-Plätze bleiben bei 25 Dollar. Für ein KMU mit zehn Plätzen heisst das je nach Mischung bis zu 80 Prozent höhere Kosten – und die Frage, wer den teuren Platz wirklich braucht.
Nvidias schnellstes offenes Modell läuft auf einer einzigen GPU
Nemotron 3.5 Lightning erreicht bei Artificial Analysis dieselbe Punktzahl wie OpenAIs gpt-oss-120b – mit einem Viertel der Parameter und dem höchsten gemessenen Tempo unter 134 Modellen. Laut Modellsteckbrief genügt eine einzige H100 oder ein DGX Spark. Für Schweizer Firmen, die Daten im Haus behalten müssen, ist genau das die interessante Zahl.
Claudes Wasserzeichen gilt weltweit – auch für Schweizer Firmen
Anthropic hat den EU-Verhaltenskodex zur Transparenz von KI-Inhalten unterzeichnet und markiert Claudes Ausgaben deshalb maschinenlesbar – nicht nur in Europa, sondern überall. Text bekommt ein unsichtbares Wasserzeichen, Dateien signierte Herkunftsdaten. Was das für Schweizer Firmen bedeutet, die in die EU liefern.
Nvidia sammelt 500 Milliarden – und bürgt für seine eigenen Chips
Nvidia will mit sechs Wall-Street-Häusern über 500 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren mobilisieren – und garantiert dafür bis zu 25 Prozent des Restwerts seiner eigenen Chips. Warum das die Kritik an der Kreislauf-Finanzierung nicht beendet, sondern formalisiert. Und weshalb es deine Pensionskasse etwas angeht.























