OpenAI meldet für ChatGPT Ads eine annualisierte Run-Rate von 1 Milliarde Dollar – keine 200 Tage nach dem Start. Zehntausende Werbetreibende, über 40 Länder, und der Self-Service-Kauf öffnet sich für Europa. Die Schweiz sieht die Anzeigen seit dem 24. August, beim Ads Manager steht sie aber noch auf «Coming Soon».
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ChatGPT-Werbung ist in weniger als 200 Tagen zum Milliardengeschäft geworden – in der Schweiz laufen die Anzeigen bereits, den Self-Service-Zugang für Werbetreibende gibt es hier aber noch nicht.
OpenAI hat am 31. August 2026 gemeldet, dass ChatGPT Ads eine annualisierte Umsatz-Run-Rate von 1 Milliarde Dollar erreicht hat – weniger als 200 Tage nach dem Start. Zehntausende Werbetreibende buchen inzwischen Anzeigen, das Geschäft läuft in über 40 Ländern, und der Self-Service-Kauf über den Ads Manager öffnet sich neu für Indien, Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. Die Werbung, die seit dem 24. August auch in der Schweiz ausgespielt wird, ist für OpenAI damit kein Testballon mehr, sondern eine tragende Umsatzsäule.
Die Milliarde ist kein verbuchter Jahresumsatz: Eine Run-Rate entsteht, indem man den aktuellen Monatsumsatz mit zwölf multipliziert – ein Momentbild, kein Kassenstand. Digiday rechnet vor: Bei rund 83 Millionen Dollar pro Monat dürfte OpenAI in den ersten acht Monaten erst rund 330 Millionen tatsächlich eingenommen haben. Das Tempo bleibt trotzdem bemerkenswert – Ende März, keine zwei Monate nach dem US-Pilotstart im Februar, meldete CNBC für dieselbe Kennzahl noch 100 Millionen Dollar – in fünf Monaten also eine Verzehnfachung.
Gestartet ist OpenAI mit eigenem Verkaufsteam, Agenturen und Partnern. Seit der Ads Manager im Mai dazukam, setzen auch kleine und mittlere Firmen selbst Kampagnen auf – laut OpenAI inzwischen ein spürbarer Teil des Geschäfts. Dazu kommen über 50 Technologie- und Messpartner.
«1 Milliarde ARR in unter 200 Tagen zeigt, wie gross die Chance ist, die vor uns liegt», sagt Dave Dugan, bei OpenAI Vice President für globale Ad Solutions, gegenüber Digiday.
Anzeigen sieht dabei nicht jeder: Sie erscheinen nur in den Gratis- und Go-Tarifen, Plus, Pro und Enterprise bleiben werbefrei. Genau darauf zielt OpenAIs Begründung – die werbefinanzierte Gratis-Stufe halte ChatGPT für über 1 Milliarde wöchentliche Nutzer offen.
Die Schweiz gehört zu den 31 europäischen Märkten, in denen ChatGPT-Werbung seit dem 24. August läuft – darüber haben wir berichtet. Beim Self-Service ist der Stand weniger eindeutig: OpenAI kündigt die Ads-Manager-Öffnung pauschal für «Europa» an, in der offiziellen Länderliste des Unternehmens steht die Schweiz aber weiterhin auf «Coming Soon» – wie Deutschland, Frankreich und Italien. Wer hier Anzeigen schalten will, geht vorerst über das OpenAI-Ads-Team, eine Agentur oder einen Technologiepartner. Freigeschaltet ist er bisher unter anderem in den USA, Grossbritannien, Kanada und Japan.
Immerhin steht die Schweiz explizit auf der Liste – OpenAIs «Europa» meint hier also mehr als die EU. Ein Datum nennt das Unternehmen nicht.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: OpenAI bereitet einen Börsengang vor und führt das Werbegeschäft als Beleg für ein breit abgestütztes Geschäftsmodell ins Feld – neben Abos, Enterprise-Angeboten und API-Umsätzen. Für dich als Gratis-Nutzer heisst das: Die Anzeigen im Chat verschwinden so schnell nicht wieder.
Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.