Ein Rücktritt bei Anthropic bringt die Untergangsdebatte ins Abendprogramm
Ein Anthropic-Forscher kündigt öffentlich und warnt vor sich selbst verbessernder KI – zwei Tage später läuft das Thema auf CNN, Fox News und bei Joe Rogan. Was belegt ist, was Interessenpolitik, und wo die Schweiz steht.
Meta startet Muse – einen KI-Agenten mit Zugriff auf Mail und Kreditkarte
Meta hat Muse gestartet, einen persönlichen KI-Agenten mit Zugriff auf E-Mail, Kalender, Zahlungen und Smart Home. Er läuft in einer eigenen Cloud-Maschine, ein zweiter Wächter namens Sentinel gibt jede Aktion frei. Der Start erfolgt vorerst nur in den USA.
Meta liess 332 Anzeigen mit Missbrauchsdarstellungen durch die Prüfung
Das Tech Transparency Project hat 332 bezahlte Anzeigen dokumentiert, die 2026 Metas Anzeigenprüfung passiert haben. Die Bilder waren laut dem Bericht mehrheitlich mit KI manipuliert. Meta entfernte den Grossteil erst, nachdem die Organisation ihre Funde gemeldet hatte.
Meta streicht KI-Nutzung aus der Leistungsbeurteilung
Token-Zähler und Adoption-Dashboards fliessen bei Meta nicht mehr in Performance-Reviews ein. Vorher blähten Mitarbeitende ihren Verbrauch künstlich auf – ein Lehrstück über Nutzungsmetriken als KPI.
ChatGPT-Werbung: Schweizer KMU können jetzt selbst buchen
Seit Ende August können Schweizer Werbetreibende Anzeigen in ChatGPT direkt über den Ads Manager buchen – ohne Agentur, ohne OpenAI-Sales. Das Mindest-Tagesbudget liegt bei 20 Franken. Personalisierte Werbung bleibt in der Schweiz vorerst gesperrt.
Meta zahlt dir 95 % Rabatt – für deine Prompts
Metas neuer Contributor Tier macht Muse Spark bis zu 21-mal günstiger – wenn Meta deine Prompts und Antworten zum Training nutzen darf. Die Einwilligung steckt in einer einzigen Zeile Konfiguration.
Muse Spark 1.3: Meta setzt auf sparsam statt Spitzenplatz
Meta hat Muse Spark 1.3 veröffentlicht: 62 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index, einen hinter Claude Opus 5 – aber zum Achtel des Preises von Claude Fable 5.1. Die beworbene Sparsamkeit stammt allerdings aus Metas eigener Messung, und die Open-Weights-Frage ist offener denn je.
Instagram bremst KI-Influencer, die sich als Mensch ausgeben
Das Label «AI creator» heisst neu «AI-generated profile». Profile mit einer KI-Person, die das verschweigen, verlieren Reichweite – wer es offenlegt, nicht. In der Schweiz gibt es dafür bislang kein Gesetz.
Musk giesst Turbinenschaufeln selbst – KI-Strom 18 Monate früher
Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.
Claude repariert seine eigenen Alignment-Fehler – für 4 Dollar pro Stunde
Anthropic liess Claude als Sicherheitsforscher arbeiten: Das Modell entwarf selbstständig Trainingsmethoden gegen zehn Arten von Fehlverhalten – von Täuschung bis Jailbreaks – und schlug dabei die Vorschläge von 28 erfahrenen menschlichen Forschenden. Der Report nennt auch den Preis: 4 Dollar pro Stunde statt 150.
118 Firmen warnen vor KI-Angriffen – und verkaufen die Lösung
OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, SAP und über hundert weitere Firmen warnen in einem offenen Brief vor KI-gestützten Angriffen auf Spitäler, Wasserwerke und Internet-Infrastruktur. Der Brief nennt weder Frist noch Betrag – bewirbt aber Produkte, die die Unterzeichner selbst verkaufen.
Meta stoppt den KI-Massenabbau – die Agenten lieferten nicht
Unter dem Codenamen «Project OT» wollte Meta einzelne Teams um bis zu 60 Prozent verkleinern und die Arbeit KI-Agenten überlassen. Stunden vor der ersten Entlassungswelle stoppte Mark Zuckerberg die zweite – die Agenten produzierten 220 Prozent mehr Code, aber nur 36 Prozent mehr Funktionen, die bei Nutzern ankamen.























