NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·NEUE MODELLE

IBM gibt Granite 4.2 frei – ohne Lizenzhaken

IBM veröffentlicht Granite 4.2 in den Grössen 3B, 8B und 30B unter Apache 2.0 – frei herunterladbar, feintunebar, produktiv einsetzbar. Klein genug fürs eigene Rechenzentrum.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
27. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Granitblocks auf einer Steinmetz-Werkbank mit Meissel und Fäustel, daneben eine offene Holzkiste, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Granitblocks auf einer Steinmetz-Werkbank mit Meissel und Fäustel, daneben eine offene Holzkiste, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Drei Grössen, drei Denk-Stufen02Gelernt wird in echten Sandboxen03Drei Stunden Audio in einer Sekunde04Apertus bekommt Gesellschaft
INHALT
01Drei Grössen, drei Denk-Stufen02Gelernt wird in echten Sandboxen03Drei Stunden Audio in einer Sekunde04Apertus bekommt Gesellschaft
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Offen lizenzierte Modelle in 3B-, 8B- und 30B-Grösse machen KI im eigenen Serverraum realistisch – für Betriebe mit Datenschutzauflagen ist genau das der eigentliche Gewinn.

IBM hat am 25. August 2026 die Sprachmodell-Familie Granite 4.2 veröffentlicht: drei Modelle mit 3, 8 und 30 Milliarden Parametern, allesamt unter der Apache-2.0-Lizenz. Heisst konkret: herunterladen, feintunen, produktiv einsetzen – ohne Lizenzgebühr und ohne Nutzungsbeschränkung. Laut IBM Research wurden die Modelle von Grund auf mit rund 15 Billionen Tokens trainiert und sind gezielt für KI-Agenten gebaut, also für Systeme, die Aufgaben nicht nur beschreiben, sondern selbst erledigen.

Drei Grössen, drei Denk-Stufen

Jedes Granite-4.2-Modell lässt sich umschalten. Im Thinking-Modus schreibt es zuerst eine Gedankenkette – eine Art lautes Mitdenken, bevor die eigentliche Antwort kommt. Im Non-Thinking-Modus antwortet es direkt. Dazwischen sitzt ein Low-Effort-Modus, der bei einfachen Fragen nur ein kurzes Denkbudget verbraucht. Wer viele Anfragen verarbeitet, spart damit Rechenzeit und Strom.

Das Kontextfenster – die Textmenge, die ein Modell auf einmal überblickt – liegt laut IBM-Dokumentation bei 128'000 Tokens, beim 30B-Flaggschiff erweitert auf 512'000.

Gelernt wird in echten Sandboxen

Die 8B- und die 30B-Variante durchlaufen zusätzlich eine Trainingsstufe, die IBM agentic RL nennt: Die Modelle üben in abgeschotteten Testumgebungen, echte Code-Repositories zu bearbeiten, ein Terminal zu bedienen und im Web zu recherchieren. Belohnt wird nur, wer die Aufgabe tatsächlich löst.

In IBMs eigenen Messungen erreicht das 30B-Modell auf SWE-Bench Verified – dort müssen echte Fehler in Software-Projekten behoben werden – 57,00, das 8B-Modell 47,67. Das 3B-Modell durchläuft diese Stufe nicht und wird dort gar nicht erst gemessen. Alle drei sprechen Werkzeuge im OpenAI-Format an und laufen auf den verbreiteten Servern vLLM und SGLang – gängige Agenten-Baukästen funktionieren also ohne Bastelei.

Drei Stunden Audio in einer Sekunde

Am selben Tag kam Granite Speech 5.0 Turbo CTC dazu, ein Transkriptionsmodell mit nur 470 Millionen Parametern. IBM misst dafür einen Durchsatzwert (RTFx – wie viel Audio pro Sekunde Rechenzeit verarbeitet wird) von rund 12'600 auf einer einzelnen H200-Grafikkarte, während die bisherigen Geschwindigkeits-Spitzenreiter im Open ASR Leaderboard bei etwa 6'000 liegen. Drei Stunden Aufnahme seien damit in einer Sekunde transkribiert, schreibt IBM.

Apertus bekommt Gesellschaft

Für Schweizer Betriebe ist weniger die Benchmark-Tabelle interessant als die Lizenz. Ein 3B- oder 8B-Modell unter Apache 2.0 läuft auf eigener Hardware – im Serverraum der Klinik, der Gemeindeverwaltung oder des KMU. Wer Personendaten so verarbeitet, muss sie keinem Cloud-Anbieter anvertrauen; gerade bei Datenschutzauflagen ist das der praktische Unterschied.

Damit steht neben Apertus, dem offenen Schweizer Modell von EPFL, ETH Zürich und CSCS, eine weitere frei nutzbare Option – diesmal von einem Konzern, der seine Enterprise-Kundschaft gleich mitbringt. Herunterladen kannst du Granite 4.2 unter anderem über Hugging Face, Ollama und GitHub.

Quellen

Granite 4.2 brings native reasoning to enterprise agents (IBM Research, Primärquelle)↗ EXTERNER LINKGranite 4.2 LLMs: How They're Built (Hugging Face / IBM Granite Team)↗ EXTERNER LINKGranite 4.2 – IBM Granite Docs↗ EXTERNER LINKGranite 4.2 Language Models Collection (Hugging Face)↗ EXTERNER LINKIBM drops open-weight Granite 4.2 family with built-in agentic capabilities under Apache 2.0 (The Decoder)↗ EXTERNER LINKIBM Releases Granite 4.2: Bringing Native Reasoning and Agentic RL to Open Enterprise Models (MarkTechPost)↗ EXTERNER LINKApertus – Fully Open Foundation Model for Sovereign AI (Swiss AI Initiative)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
OpenAIEPFLETH ZürichHugging Face
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Abakus auf einem Kaufmannstisch mit blauen Kugeln, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Abakus auf einem Kaufmannstisch mit blauen Kugeln, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·27. AUGUST 2026

Alibaba zeigt die Qwen4-Architektur – zum Zwölftel-Preis

Alibabas Qwen-Team hat Qwen3.8-Flash-Next veröffentlicht – ein Modell mit offenen Gewichten, das die Architektur des kommenden Qwen4 vorwegnimmt. 125 Milliarden Parameter, davon nur 6 Milliarden aktiv pro Token, und ein API-Preis von 0.16 Dollar pro Million Eingabe-Tokens: rund ein Zwölftel dessen, was Alibabas eigenes Flaggschiff kostet.

Handgezeichnete Skizze einer grossen runden Glaslinse in Elektroblau auf einem Messingstativ auf einer Holzwerkbank, daneben ein kleiner Schrank mit Vorhängeschloss und drei lose Linsen in einer Metallschale, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze einer grossen runden Glaslinse in Elektroblau auf einem Messingstativ auf einer Holzwerkbank, daneben ein kleiner Schrank mit Vorhängeschloss und drei lose Linsen in einer Metallschale, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·22. AUGUST 2026

DeepSeek gibt Flash Augen – und behält diesmal die Gewichte

DeepSeek hat sein günstiges V4-Flash um Bildverständnis erweitert – zum identischen Preis, ohne Aufschlag. Laut DeepSeeks eigener Tabelle kommt das experimentelle Modell nahe an Claude Opus 4.8 heran und schlägt es auf drei von elf Benchmarks. Zwei Details fehlen in den Schlagzeilen: Jedes Bild wird auf 0,64 Megapixel eingedampft – und die Gewichte veröffentlicht DeepSeek diesmal nicht.

Illustration einer geöffneten Tresortür mit Serverracks dahinter, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer geöffneten Tresortür mit Serverracks dahinter, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·16. AUGUST 2026

Qwen3.8 ist offen – Apache 2.0 aber nur für das kleine Modell

Alibabas Qwen-Team hat die Gewichte von Qwen3.8 freigegeben. Apache 2.0 gilt aber nur fürs 27B-Modell – beim Max steht Kleingedrucktes im Lizenztext.

Illustration einer Schaltwand mit austauschbaren blauen Modulen auf einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Schaltwand mit austauschbaren blauen Modulen auf einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·14. AUGUST 2026

DeepSeek verschenkt seine Agenten-Software – und versechsfacht die Cache-Preise

DeepSeek hat gleich dreifach geliefert: Das Flaggschiff V4-Pro verlässt mit Build 0813 die Testphase, die hauseigene Agenten-Software Harness erscheint unter MIT-Lizenz – und ab Sonntagabend steigen die API-Preise. Am stärksten trifft es ausgerechnet die Cache-Hits, von denen Coding-Agenten leben.

Illustration einer Stoppuhr mit blauem Gehäuse und einem Messschieber auf einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Stoppuhr mit blauem Gehäuse und einem Messschieber auf einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·14. AUGUST 2026

Gemini 3.7 Flash: drei Wochen nach 3.6, halber Preis

Google hat Gemini 3.7 Flash veröffentlicht – nur drei Wochen nach dem Vorgänger und zum halben Einführungspreis. Beim Programmieren legt das Modell deutlich zu, bei Agenten-Benchmarks bleibt GPT-5.6 Terra vorn. Und der Consumer-Agent Gemini Spark, der ab sofort auf 3.7 Flash läuft, ist in der Schweiz gar nicht verfügbar.

Handgezeichnete Illustration: eine einzelne Grafikkarte auf einem Schreibtisch, aus der ein Blitz und schnelle Linien schiessen – kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Illustration: eine einzelne Grafikkarte auf einem Schreibtisch, aus der ein Blitz und schnelle Linien schiessen – kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·12. AUGUST 2026

Nvidias schnellstes offenes Modell läuft auf einer einzigen GPU

Nemotron 3.5 Lightning erreicht bei Artificial Analysis dieselbe Punktzahl wie OpenAIs gpt-oss-120b – mit einem Viertel der Parameter und dem höchsten gemessenen Tempo unter 134 Modellen. Laut Modellsteckbrief genügt eine einzige H100 oder ein DGX Spark. Für Schweizer Firmen, die Daten im Haus behalten müssen, ist genau das die interessante Zahl.

Mehr aus Neue Modelle →