Meta veröffentlicht Muse Spark Open mit offenen Gewichten: 816 Milliarden Parameter, 1 Million Token Kontext. Lokal braucht es rund ein Terabyte Arbeitsspeicher. Die Benchmark-Angaben stammen von Meta und sind nicht unabhängig geprüft.
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Offene Gewichte heissen nicht frei und nicht billig: Lokal läuft das Modell erst auf Hardware für rund 38'000 Dollar, die Lizenz bleibt eingeschränkt.
Meta hat am 15. Oktober mit Muse Spark Open ein Sprachmodell mit offenen Gewichten veröffentlicht: 816 Milliarden Parameter insgesamt, davon 42 Milliarden pro Token aktiv, dazu ein Kontextfenster von einer Million Token. Meta nennt es laut eigener Ankündigung das leistungsfähigste offene Modell aus den USA. Die Gewichte sind frei herunterladbar, doch wer das Modell zu Hause laufen lassen will, braucht rund ein Terabyte Arbeitsspeicher.
Muse Spark Open ist ein sogenanntes Mixture-of-Experts-Modell. Vereinfacht gesagt wählt ein Router für jedes Wort-Stück (Token) nur wenige Spezialisten-Teile aus, statt das ganze Netz zu rechnen. Laut Hugging Face sind es 8 von 256 Experten pro Schicht. Deshalb sind von 816 Milliarden Parametern nur 42 Milliarden aktiv, also gut 5 Prozent. Das Modell versteht Text, Bilder, Audio und Video, antwortet aber nur mit Text. Meta zielt vor allem auf Programmieren und mehrstufige Agenten-Aufgaben.
Meta zeigt eine Variante für Apple-Rechner: zwei Mac Studio mit M5-Ultra-Chip und je bis zu 512 GB gemeinsamem Speicher, verbunden über Apples MLX-Framework. Engadget rechnet vor, dass vier Geräte mit je 256 GB rund 38'000 Dollar kosten würden. Die 512-GB-Version hat Apple für «Ende Oktober» angekündigt, ohne Preis. Auf einem Mac M3 Ultra mit 512 GB lief laut Hugging Face eine stark komprimierte Fassung mit etwa 18 Token pro Sekunde. Stark komprimiert heisst: weniger Rechenaufwand, dafür geringere Genauigkeit.
Die Gewichte liegen auf Hugging Face, in Amazon SageMaker, Googles Model Garden und Microsoft Foundry. Gehostet gibt es das Modell unter anderem bei Together, Fireworks, Groq und OpenRouter. Die Lizenz ist die Muse Model License mit eingeschränkten kommerziellen Bedingungen. Klassische Open Source ist das also nicht. Für Benchmarks verweist Meta auf einen separaten Evaluationsbericht. Laut Engadget schlägt das Modell in Metas eigenen Tests GLM 5.3 und Kimi K3 bei Agenten-Aufgaben und visuellem Schlussfolgern. Unabhängig überprüft ist das bisher nicht.
Im Alltag ändert sich für dich zunächst nichts. Spannend ist es für Firmen und Entwickler, auch in der Schweiz: Sie können ein Modell dieser Grösse auf eigener Hardware oder in der Cloud ihrer Wahl betreiben, ohne dass Daten über Metas eigene Schnittstelle laufen. Das ist Einordnung, keine Meta-Aussage. Erst Anfang der Woche hatte Meta mit Muse Wonder sein erstes Frontier-Modell vorgestellt.
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