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OpenAIs Mathe-Beirat darf alles – nur nicht bremsen

OpenAI setzt ein unabhängiges Mathematik-Gremium am Institute for Advanced Study ein – ausgelöst vom eigenen Modell, das neben Navier–Stokes über 100 weitere offene Probleme gelöst haben will. Der Beirat darf ungefragt beraten und öffentlich widersprechen, nur das Tempo nicht bremsen. Mit Martin Hairer sitzt ein EPFL-Professor darin, der die kritische Fields-Medaillen-Erklärung mitunterzeichnet hat.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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22. SEPTEMBER 2026
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Illustration eines langen Sitzungstisches in einem alten Seminarraum mit einer Reihe leerer Stühle und einer Wasserkaraffe, kinewsletter.ch Stil
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Ein Beirat, der alles darf ausser bremsen – und eine Liste von über 100 gelösten Problemen, die bisher nur OpenAI kennt.

OpenAI hat am 21. September 2026 eine unabhängige Advisory Group on Mathematics and Artificial Intelligence vorgestellt: neun Mathematikerinnen und Mathematiker, angesiedelt am Institute for Advanced Study (IAS) in Princeton. Anlass ist ein internes Modell, das laut OpenAI seit Trainingsbeginn am 28. August nicht nur das Millennium-Problem Navier–Stokes gelöst hat, sondern über 100 weitere lange offene mathematische Probleme quer durch die meisten Teilgebiete. Das Gremium darf OpenAI ungefragt beraten und öffentlich kritisieren. Eines darf es ausdrücklich nicht: das Tempo bremsen.

Neun Namen, eine ausdrückliche Grenze

Im Beirat sitzen unter anderem Timothy Gowers, Edward Witten, Ravi Vakil, Ulrike Tillmann und Martin Hairer von der EPFL. Die Mitglieder werden von OpenAI nicht bezahlt, bestimmen ihre Zusammensetzung selbst, dürfen unaufgefordert Rat erteilen und ihre Empfehlungen veröffentlichen. Finanziert wird die Gruppe über das Nelson Center for Collaborative Research des IAS.

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