Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Tencent hat Hy4 preview veröffentlicht: 770 Milliarden Parameter, 1 Million Token Kontext, Gewichte frei unter Apache 2.0. Das bisher grösste offene Modell des Konzerns – und der Lizenztext hat diesmal wirklich kein Kleingedrucktes.
Ein Preprint von Google Research zeigt, wie KI-Agenten ihre Erfahrung in einem wachsenden Wiki festhalten und daraus bessere Anleitungen für sich selbst schreiben. In Tests stieg die Durchschnittsgenauigkeit von Gemini 3.5 Flash von 49,5 auf 68,1 Prozent.
Debian hat abgestimmt: Generative KI ist im Projekt weder verboten noch empfohlen. Entscheidend ist die neue Verantwortungsregel – wer KI-Output einreicht, haftet vollständig dafür. Der Siegertext setzte sich mit nur 55 Stimmen Vorsprung durch.
Z.ai hat die Gewichte seines 753-Milliarden-Parameter-Flaggschiffs GLM-5.3 freigegeben – zwei Wochen verspätet und erstmals nicht unter MIT. Die neue Hauslizenz verpflichtet Model-as-a-Service-Anbieter ab 10 Milliarden Dollar Umsatz zu einer Sicherheitsprüfung durch Z.ai. Für alle anderen bleibt das Modell frei – die eigentliche Hürde sind die 810 Gigabyte Speicher, die es braucht.
Anthropic liess Claude als Sicherheitsforscher arbeiten: Das Modell entwarf selbstständig Trainingsmethoden gegen zehn Arten von Fehlverhalten – von Täuschung bis Jailbreaks – und schlug dabei die Vorschläge von 28 erfahrenen menschlichen Forschenden. Der Report nennt auch den Preis: 4 Dollar pro Stunde statt 150.
Sony Music Publishing und Warner Chappell werfen Anthropic vor, Songtexte im grossen Stil per Torrent beschafft zu haben. Verklagt wird nicht nur die Firma, sondern auch CEO Dario Amodei und Mitgründer Benjamin Mann persönlich – gefordert werden bis zu 150'000 Dollar pro Werk.
57 Prozent der Schweizer Unternehmen nutzen KI – mehr als im europäischen Schnitt. Doch das Wachstum hat sich von 48 auf 24 Prozent halbiert, und der Anteil fortgeschrittener Anwender ist von 20 auf 18 Prozent gesunken. Warum die Zahlen aus der AWS-finanzierten Studie einen zweiten Blick verdienen.
Beatport nimmt seit dem 12. August 2026 keine vollständig oder überwiegend KI-generierte Musik mehr an. KI-assistierte Tracks bleiben erlaubt – aber markiert.
OpenAI baut laut WIRED einen Persistent Mode für Codex – einen Agenten, der weiterarbeitet, bis man ihn schlafen legt. Einen Starttermin gibt es nicht.
Google Play verlangt ab Februar 2027 messbare Speicher-Obergrenzen für Android-Apps. Grund ist die globale RAM-Knappheit, weil KI-Rechenzentren den Speichermarkt leerkaufen.
Eine Bundesrichterin in San Francisco erklärt die Einstufung von Anthropic als «Lieferketten-Risiko» für rechtswidrig – sie sei Vergeltung für die Kritik des KI-Labors an der Regierung. Formal bleibt Anthropic vorerst auf der Liste, weil ein zweites Verfahren in Washington noch läuft.
MeteoSchweiz hat seine automatischen Gewitterwarnungen auf ein Deep-Learning-Modell umgestellt. Es rechnet alle fünf Minuten für die ganze Schweiz und warnte im Tessin rund 35 Minuten vor dem per Radar bestätigten Grosshagel. Trainiert wurde es auf den Supercomputern des CSCS in Lugano.