Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Meta hat Muse Spark 1.3 veröffentlicht: 62 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index, einen hinter Claude Opus 5 – aber zum Achtel des Preises von Claude Fable 5.1. Die beworbene Sparsamkeit stammt allerdings aus Metas eigener Messung, und die Open-Weights-Frage ist offener denn je.
Die Sicherheitsfirma Manifold hat acht Schwachstellen in sieben KI-Coding-Agenten offengelegt. Ein präpariertes Repository lässt Claude Code, Qwen Code oder goose beim Öffnen fremden Code ausführen – mit deinen Rechten, ausserhalb der Sandbox, bevor irgendein Dialog nachfragt. Vier Lücken waren bei Veröffentlichung noch offen.
Das US-Justizministerium hat sich erstmals in ein KI-Urheberrechtsverfahren eingeschaltet – auf der Seite von OpenAI. Training mit geschützten Texten sei Fair Use, argumentiert die Regierung und beruft sich dabei auf die nationale Sicherheit. Für Verlage, Autorinnen und Musiklabels steht damit ihr stärkster Hebel auf dem Spiel.
New York City setzt generative KI für rund 600'000 Schülerinnen und Schüler bis zur 8. Klasse ein Jahr lang aus – das schärfste Schul-Moratorium der USA. In der Schweiz läuft die Bewegung genau umgekehrt: Kantone bauen KI-Zugänge und Leitfäden aus.
Gemini 3.8 Flash kostet gleich viel wie der Vorgänger – die Cyber-Variante gibt es nur für geprüfte Verteidiger. Das Frontier-Modell fehlt weiter.
Anthropic hat betroffene Claude-Nutzer per E-Mail gewarnt: Handelsübliche Infostealer-Malware stiehlt aktive Login-Sessions von infizierten Rechnern, danach greifen Kriminelle auf fremde Konten zu und verbrauchen deren Kontingent. Weil eine bereits angemeldete Browser-Session kopiert wird, hilft die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht. Anthropic hat betroffene Konten ausgeloggt, Zahlungsmittel entfernt und will unautorisierte Belastungen zurückerstatten.
Runway hat Solaris vorgestellt: ein System, das Software-Oberflächen nicht als Code ausführt, sondern in Echtzeit Bild für Bild neu rendert und dabei auf Klicks und Drags reagiert. Der Anbieter nennt es das erste «Interface World Model». Öffentlich verfügbar ist es nicht — nur auf Anfrage.
AlgorithmWatch hat 4'480 Suchanfragen zu drei deutschen Landtagswahlen ausgewertet. Das Ergebnis: Google zeigt KI-Übersichten bei Wahlfragen deutlich seltener, stützt sich auf sehr wenige Quellen und formuliert nicht immer neutral. Warum das auch für Schweizer Abstimmungen zählt.
Deutschland hat in Berlin das KI-Sicherheitsinstitut «AISI Deutschland» gegründet: BSI und Bundesnetzagentur sollen führende KI-Modelle auf Cyber-Risiken und Kontrollverlust prüfen. Die Schweiz hat keine Stelle mit diesem Auftrag – und sitzt im internationalen Netzwerk der zehn Prüfinstitute nicht am Tisch.
Das US-Verteidigungsministerium hat ChatGPT Mil und Grok for Government auf GenAI.mil aufgeschaltet – neben Googles Gemini. 1,7 von 3 Millionen Beschäftigten nutzen es.
Nvidia hat 3,5 Milliarden US-Dollar in Wandelanleihen von MediaTek gesteckt – nicht in Aktien. Dafür baut der taiwanische Chipdesigner künftig Nvidias NVLink Fusion und den neuen Speicher NVHBM in kundenspezifische KI-Chips ein. Nvidia sichert sich so den Steckplatz, während Big Tech eigene Beschleuniger entwickelt.
Anthropic hat die Erkennung seines Claude-Wasserzeichens geöffnet: Eine Detection-API in der Private Preview lässt Regulatoren, Medien und Faktenchecker prüfen, ob Claude an einem Text mitgeschrieben hat. Gleichzeitig wächst die Kritik – an der Textqualität und an Wasserzeichen, die in Verträge und Prüfungen hineinwandern.