Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Deutschland hat in Berlin das KI-Sicherheitsinstitut «AISI Deutschland» gegründet: BSI und Bundesnetzagentur sollen führende KI-Modelle auf Cyber-Risiken und Kontrollverlust prüfen. Die Schweiz hat keine Stelle mit diesem Auftrag – und sitzt im internationalen Netzwerk der zehn Prüfinstitute nicht am Tisch.
Das US-Verteidigungsministerium hat ChatGPT Mil und Grok for Government auf GenAI.mil aufgeschaltet – neben Googles Gemini. 1,7 von 3 Millionen Beschäftigten nutzen es.
Nvidia hat 3,5 Milliarden US-Dollar in Wandelanleihen von MediaTek gesteckt – nicht in Aktien. Dafür baut der taiwanische Chipdesigner künftig Nvidias NVLink Fusion und den neuen Speicher NVHBM in kundenspezifische KI-Chips ein. Nvidia sichert sich so den Steckplatz, während Big Tech eigene Beschleuniger entwickelt.
Anthropic hat die Erkennung seines Claude-Wasserzeichens geöffnet: Eine Detection-API in der Private Preview lässt Regulatoren, Medien und Faktenchecker prüfen, ob Claude an einem Text mitgeschrieben hat. Gleichzeitig wächst die Kritik – an der Textqualität und an Wasserzeichen, die in Verträge und Prüfungen hineinwandern.
OpenAI stuft sein Modell Astra als erstes in die höchste Cyber-Risikoklasse ein und drosselt den Zugang.
Anthropic hat Claude Fable 5.1 und Mythos 5.1 veröffentlicht: deutlich bessere Werte bei agentischem Coding und Recherche, dazu ein um 75 Prozent gesenkter Cache-Preis – doch bei voller Effort-Stufe rechnet Artificial Analysis vor, dass die Rechnung höher ausfällt als bei Opus 5.
OpenAI meldet für ChatGPT Ads eine annualisierte Run-Rate von 1 Milliarde Dollar – keine 200 Tage nach dem Start. Zehntausende Werbetreibende, über 40 Länder, und der Self-Service-Kauf öffnet sich für Europa. Die Schweiz sieht die Anzeigen seit dem 24. August, beim Ads Manager steht sie aber noch auf «Coming Soon».
933 Contributors, über 16'000 Pull Requests: Das grösste Update des Open-Source-Agenten erkennt beim Setup jetzt deine bestehenden KI-Abos.
Das Label «AI creator» heisst neu «AI-generated profile». Profile mit einer KI-Person, die das verschweigen, verlieren Reichweite – wer es offenlegt, nicht. In der Schweiz gibt es dafür bislang kein Gesetz.
Anthropic legt offen, was nach den Sicherheitsvorfällen vom Sommer intern passierte: pausierte Cyber-Evaluationen, ein Klassifikator, der Ausbruchsversuche vor dem Tool-Call stoppt, und über 10 Prozent fehlerhafte Trainingsumgebungen. Dazu eine Studie, für die ein Opus-Modell absichtlich zum Betrügen trainiert wurde.
Frontier-KI könnte Tempo, Ausmass und Ökonomie von Cyberangriffen verändern – laut FSB-Chef Andrew Bailey die unmittelbarste Gefahr fürs globale Finanzsystem. Sein Brief an die G20 kam mit Basler Absender.
Die EU-Kommission hat ChatGPT als sehr grosse Online-Suchmaschine unter dem Digital Services Act eingestuft – als ersten KI-Chatbot überhaupt. Ausschlaggebend waren rund 159 Millionen monatliche Nutzer in der EU. Der DSA gilt in der Schweiz nicht, doch Bern schreibt gerade an einem Gesetz mit auffällig ähnlicher Logik.