Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Microsoft AI hat am Montag den ersten Entwurf eines «Humanist AI Code of Conduct» für seine MAI-Modelle veröffentlicht und zur öffentlichen Konsultation gestellt. Kernsatz: Menschen zählen mehr als KI. Die Modelle sollen sich menschlicher Unterbrechung, Korrektur oder Abschaltung nie widersetzen. Die Konsultation läuft sechs Wochen.
Nachdem führende KI-Chefs am Wochenende vor den Risiken ihrer eigenen Technologie gewarnt hatten, gerieten am Montag auch Schweizer Aktien unter Druck. Comet verlor 6,6 Prozent, VAT 5,7 Prozent, ABB 3,6 Prozent. Betroffen sind vor allem Zulieferer für Rechenzentren und Chipfertigung.
Nvidia-Chef Jensen Huang sass am Montag beim All-In Summit in Los Angeles auf der Bühne, als Donald Trump anrief. Huang schaltete den Lautsprecher ein – und der Präsident nannte die Forderung nach einer KI-Verlangsamung vor Publikum einen Hoax. Musk und Altman hatten Amodei zuvor zugestimmt.
Anthropic hat einem kleinen Investorenkreis mitgeteilt, dass das bereinigte Betriebsergebnis zum zweiten Mal in Folge positiv ausfallen wird. Der Q2-Umsatz lag bei 11,5 Milliarden Dollar – vierzehnmal so viel wie ein Jahr zuvor. Als Börsenplatz für den geplanten Gang an die Börse hat das Unternehmen die Nasdaq gewählt.
Barack Obama fordert die Demokraten auf, künstliche Intelligenz zu einem ihrer zentralen Wahlkampfthemen zu machen – mit einem klaren Plan zu Sicherheit, zum Schutz von Kindern und zu Jobverlusten. Damit landet KI erstmals offen im US-Wahlkampf.
Sam Altman hat im Fortune-Interview erklärt, ein Börsengang von OpenAI wäre angesichts der Sicherheitsdebatte derzeit «ill-advised» – und legt das grösste erwartete Listing der Tech-Geschichte auf 2027. Der vertrauliche Börsenprospekt liegt seit Juni bei der SEC. Konkurrent Anthropic hält dagegen am Herbst fest.
Die argentinische Bundespolizei durchsuchte am 10. September in Quilmes das Haus eines Jugendlichen – ausgelöst durch einen Hinweis des FBI-Rechtsattachés an der US-Botschaft in Buenos Aires. Anlass waren Gespräche mit ChatGPT. Der Fall macht sichtbar, wie die Kette von der Chateingabe über Schlüsselwort-Alarm, IP-Adresse und E-Mail-Konto bis zur Wohnungstür funktioniert.
25 Träger der Fields-Medaille werfen den KI-Firmen in einer gemeinsamen Deklaration vor, mathematische Probleme als Benchmark zu missbrauchen und dabei die Wissenschaft selbst zu beschädigen. Vier der 25 lehren an Schweizer Hochschulen – darunter Alessio Figalli an der ETH Zürich und Maryna Viazovska an der EPFL. Und die Warnung endet nicht bei der Mathematik.
Anthropic-CEO Dario Amodei fordert in einem neuen Essay, das Tempo der KI-Entwicklung bewusst zu drosseln – und lässt ab sofort externe Prüfer mit Mitarbeiter-Zugang ins eigene Labor. Sam Altman und Elon Musk stimmten innert Stunden öffentlich zu. Kritiker sehen darin vor allem eine Strategie gegen Open Source.
OpenAI verkauft sein teuerstes ChatGPT-Abo vorübergehend nicht mehr: Seit dem 10. September sind neue Anmeldungen und Upgrades für Pro zu 200 US-Dollar pro Monat pausiert. Schuld ist die Nachfrage nach dem neuen Spitzenmodell GPT-6 Astra, das Nutzungskontingente schneller leert als der Vorgänger.
OpenAIs neuer Data agent verbindet ChatGPT Work direkt mit Snowflake, BigQuery und Co. und baut Dashboards auf Zuruf – ohne SQL und ohne BI-Tool. Rollenrechte und Datenstandort gibt es aber nur im Enterprise-Plan, und die Schweiz ist keine der zehn verfügbaren Regionen.
Sakana AI hat Fugu Max und Fugu Ultra v2 veröffentlicht. Beide sind keine klassischen Sprachmodelle, sondern gelernte Dirigenten, die Aufgaben auf einen Pool anderer Modelle verteilen. Fugu Max kostet 2 US-Dollar pro Million Input-Token – und die Schweiz fällt nicht unter den EU-Ausschluss.