Der Werkzeughersteller Festool rollt das «APEX AI OS» des Startups Sphere Energy firmenweit aus. Spannender als das Produkt ist die These dahinter: Nicht bei Chatbots, sondern bei den eigenen Industriedaten liegt der eigentliche KI-Vorsprung – mit dem nötigen kritischen Blick auf die Anbieter-Zahlen.
Auf neuen Android-Geräten in der Schweiz fällt der Auswahlbildschirm für die Suchmaschine weg – Google Search ist neu automatisch gesetzt. Die Wettbewerbskommission WEKO hat deshalb eine Vorabklärung eröffnet. Denn im EWR bleibt die Auswahl bestehen.
Der eigentliche KI-Vorsprung liegt nicht in Chatbots, sondern in den proprietären Industriedaten – dort kann die Schweiz ihre Spezialisierung ausspielen.
Der Werkzeughersteller Festool hat entschieden: KI im Unternehmen soll nicht bei zusammengefassten E-Mails aufhören. Gemeinsam mit dem Startup Sphere Energy rollt der Konzern nach einer Pilotphase dessen «APEX AI OS» firmenweit aus – von Forschung und Entwicklung über Produktion bis zu Vertrieb und Planung. Interessant ist weniger das Produkt als die These dahinter – und die trifft einen Nerv der Schweizer KI-Debatte.
Sphere ist kein Sprachmodell-Startup. Das Unternehmen, gegründet von den Uni-Zürich- und ETH-Absolventen Lukas Lutz, Luca Scherrer und Daniel Alves Dalla Corte, kommt aus der Batterieforschung. Sein erstes System – eine KI namens «Batty», 2025 im IBM-Forschungslabor bei Zürich vorgestellt – wurde auf Testdaten von über 1'000 Batterien trainiert und simuliert deren Alterung unter realen Bedingungen. Mitgründer Lutz sagte damals dem Tech-Portal The Next Web, kein Hersteller – «nicht einmal Tesla» – könne die Lebensdauer seiner Batterien bislang genau vorhersagen. Aus diesem Kern ist inzwischen ein breiteres «Betriebssystem» für die physische Produktentwicklung geworden, das Sphere über die Batterie hinaus auf Automobil, Aerospace und eben Werkzeugbau ausdehnt.
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