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Zero Data Retention: OpenAI kontert Anthropics 30-Tage-Logs

OpenAI hält Zero Data Retention auch für seine stärksten Modelle aufrecht und zeigt mit «Private Safety Processing» erstmals, wie Missbrauch über mehrere Gespräche hinweg erkannt werden soll – ohne dass Mitarbeitende je Kundeninhalte sehen. Anthropic geht den umgekehrten Weg und speichert bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage lang. Für Schweizer Kanzleien, Banken und Spitäler ist das der Unterschied zwischen «geht» und «geht nicht».

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. AUGUST 2026
4 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Tresortür mit Zahlenschloss und leerem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
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REGULIERUNG & ETHIK·22. AUGUST 2026

Anthropic lockert die 30-Tage-Pflicht – Daten bleiben beim Kunden

Anthropic entschärft seine umstrittene Speicherpflicht: Die 30 Tage bleiben, aber die Daten sollen künftig in der Cloud des Kunden liegen. Laut Reuters haben über 100 Kunden am System mitgebaut – Anthropic selbst hatte die Regel im eigenen Risk Report als «unpopulär» bezeichnet. Für Schweizer Firmen verschiebt sich damit die entscheidende Frage von «wie lange» zu «bei wem».

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REGULIERUNG & ETHIK·22. AUGUST 2026

Rechenzentren: Amerikas Ablehnung springt in einem Jahr auf 75 Prozent

Drei von vier Amerikanerinnen und Amerikanern lehnen ein Rechenzentrum in ihrer Nachbarschaft ab – ein Schwenk von 33 Prozentpunkten in zwölf Monaten.

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REGULIERUNG & ETHIK·21. AUGUST 2026

Fünf US-Behörden warnen: KI schreibt Exploits für Siemens-Steuerungen

NSA, CISA, FBI, Energieministerium und Umweltbehörde warnen gemeinsam: Angreifer lassen sich von KI Exploit-Skripte für Siemens-S7-Steuerungen schreiben und tarnen sie als Monitoring-Software. Betroffen sind Wasserwerke, Kraftwerke und Fabriken – Baureihen, die auch in der Schweiz überall laufen.

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REGULIERUNG & ETHIK·19. AUGUST 2026

Hollywood einigt sich mit ByteDance – statt zu klagen

Die MPA und ByteDance unterzeichnen einen gemeinsamen Rahmen zum Schutz von Filmrechten in den KI-Modellen Seedance und Seedream – sechs Monate nach der Unterlassungsaufforderung. Was genau drinsteht, sagt keine der beiden Seiten.

Illustration eines Auktionshammers vor gestapelten Archivkisten mit Akten und einem verlassenen Flughafen-Check-in-Schalter, kinewsletter.ch Stil
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REGULIERUNG & ETHIK·19. AUGUST 2026

Google zahlt 10 Millionen für die Mails einer toten Airline

100 Millionen Mitarbeiter-Mails, 500 Millionen Teams-Chats, 175'658 Personaldossiers: Google ersteigert die Daten der eingestellten Spirit Airlines fürs KI-Training. Das Gericht hat die Genehmigung vertagt.

Illustration eines weit offenen blauen Drehkreuzes in einer leeren Fabrikhalle, daneben eine überquellende Holzbox mit Papierzetteln, kinewsletter.ch Stil
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REGULIERUNG & ETHIK·18. AUGUST 2026

Fünf Tage bis zum Exploit: KI-Agent knackt Snowflakes Jira

Wiz' autonomer Red Agent fand eine kritische Lücke in einem öffentlichen Snowflake-Repo — fünf Tage, nachdem sie live ging — nutzte sie aus und erbeutete ein internes Jira-Token. Ob GitHub Copilot sie mitverursacht hat, ist zwischen Wiz und GitHub umstritten.

Mehr aus Regulierung & Ethik →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Datenschutz wird zum Verkaufsargument im KI-Markt – und OpenAI stellt sich mit Zero Data Retention bewusst gegen Anthropics 30-Tage-Speicherung.

OpenAI hat am 19. August 2026 bestätigt, dass Zero Data Retention (ZDR) – also die Zusicherung, Prompts und Modellantworten nach der Verarbeitung nicht zu speichern – auch für die leistungsfähigsten Modelle bestehen bleibt. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen als Vorschau Private Safety Processing: ein Sicherheitssystem, das Missbrauchsmuster über mehrere zusammenhängende Interaktionen hinweg erkennen soll, ohne dass OpenAI-Mitarbeitende die Inhalte zu sehen bekommen. Der Kontrast zum Konkurrenten ist der eigentliche Punkt: Anthropic verlangt bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage Datenaufbewahrung. OpenAI verspricht null.

Wenn ein einzelner Prompt nichts verrät

Das Problem, das beide Labs lösen wollen, ist dasselbe. Je mehr ein Modell kann, desto seltener steht der Missbrauch in einer einzelnen Anfrage. Bisherige ZDR-taugliche Schutzsysteme bewerten jede Interaktion für sich – und genau dort entwischen die geduldigen Angreifer.

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