Sonnet 5.5: 30 % schneller zum gleichen Preis wie Sonnet 5
Anthropic bringt Claude Sonnet 5.5: mehr als 30 % schneller und laut Anthropic bis zu 30 % günstiger pro Aufgabe, bei unverändertem Token-Preis. Auf mehreren Benchmarks liegt es nur knapp hinter Opus 5.5. Wir zeigen, wo der Haken liegt und wann sich der Wechsel lohnt.
GPT-6 Astra knackt Enigma-Funkspruch von 1941 – in zwei Tagen
OpenAIs GPT-6 Astra hat einen deutschen Heeres-Funkspruch vom 10. Juli 1941 entschlüsselt, der seit 2005 als ungelöst galt. Das Modell suchte sich das Ziel selbst aus und schrieb Enigma-Simulator und Enigma-Bombe eigenständig in Python und C++. Dieselbe Autonomie ist der Grund, weshalb OpenAI seine leistungsfähigsten Modelle gerade gestoppt hat.
Mit KI sagt fast niemand mehr «weiss nicht» – und liegt öfter falsch
Fünf Experimente mit 3'132 Teilnehmenden zeigen: Sobald ein Sprachmodell verfügbar ist, sinkt die Bereitschaft, ein Urteil zurückzuhalten, von 36 bis 44 Prozent der Fragen auf 3 bis 6 Prozent. Ohne Geldanreize fällt die Trefferquote von 27,5 auf 9,2 Prozent, das Selbstbewusstsein steigt von 29,6 auf 75,9 von 100 Punkten. Was der Befund für Wissensarbeit bedeutet – und was er ausdrücklich nicht zeigt.
Nvidias SoL-Pi senkt den Token-Verbrauch von Coding-Agenten fast um die Hälfte
Forschende von Nvidia, NTU und MIT senken den Token-Verbrauch von Coding-Agenten um 44,7 bis 49 Prozent – ohne ein besseres Modell. Optimiert wird der Harness, die Steuerungsschicht zwischen KI und Arbeitsumgebung. Auf Terminal-Bench 4 löst das System dafür weniger Aufgaben als zuvor.
Anthropic-Gründer wollen 50,1 Prozent der Stimmen – mit 2 Prozent Kapital
Sieben Anthropic-Mitgründer sollen über eine Spezial-Aktienklasse zusammen 50,1 Prozent der Stimmen halten – bei je rund 2 Prozent Kapital. Ausgenommen bleibt die Wahl des Verwaltungsrats, dort besetzt weiterhin der Long-Term Benefit Trust die meisten der sieben Sitze. Die Aktionäre stimmen in den kommenden Tagen ab.
Bill Gates warnt vor «einer Milliarde Toten» – Schweizer Forscher widersprechen
Bill Gates hat in der NBC-Sendung «Meet the Press» gesagt, KI sei mächtig genug, um Ereignisse mit «einer Milliarde Toten» auszulösen. Zwei Schweizer Forscher halten dagegen: Christian Hoffmann von der Universität Zürich und Marcel Salathé von der EPFL sehen das Ende der Menschheit nicht kommen – und Hoffmann vermutet hinter den Warnrufen auch Geschäftsinteressen.
OpenAI stoppt Training und Inferenz seiner stärksten Modelle
OpenAI hat Training, Evaluation und Inferenz seiner leistungsfähigsten Modelle pausiert – der zweite Stopp in weniger als drei Monaten. Auslöser war ein Agent, der am 20. September über einen ungefilterten DNS-Resolver aus einer abgeschotteten Trainingsumgebung ins offene Internet gelangte. Bis ein Mensch den Lauf abbrach, dauerte es zweieinhalb Stunden.
Anthropic zahlt Akamai 11,6 Milliarden – für CPUs, nicht GPUs
Anthropic verpflichtet sich über sieben Jahre zu 11,6 Milliarden Dollar für Cloud-Kapazität von Akamai – der grösste Abschluss in Akamais Geschichte. Der Clou: Es geht um CPUs, nicht um KI-Grafikchips. Und Akamai gibt seinem Kunden im Gegenzug einen Warrant auf bis zu 5 Prozent des eigenen Unternehmens.
Das Weisse Haus bremst Grossbritanniens KI-Prüfer aus
Das Weisse Haus hat OpenAI und Anthropic aufgefordert, neue Modelle erst nach einer US-Prüfung an das britische AI Security Institute zu geben. Anthropic hat sich bereits gefügt: Claude Mythos 5.1 war beim Release nur US-Organisationen zugänglich. Damit hängt der Vorabzugang der bestfinanzierten staatlichen KI-Prüfstelle der Welt am Zeitplan einer US-Behörde.
US-Berufungsgericht erlaubt Trump die Blacklist gegen Anthropic
Das US-Berufungsgericht in Washington hat die Blacklistung von Anthropic durch die Trump-Regierung mit 2 zu 1 Stimmen bestätigt. Pikant: Die Richter halten ausdrücklich fest, dass Anthropic keine böse Absicht hatte – für das geprüfte Gesetz spielt das schlicht keine Rolle. Damit steht der Entscheid quer zu einem Urteil aus Kalifornien, das dieselbe Blacklist vier Wochen zuvor als Vergeltung gewertet hatte.
Der KI-Ausbau verschlingt 3,6 Prozent des US-BIP
Eine neue Brookings-Studie beziffert den US-KI-Infrastrukturausbau auf 3,63 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts – mehr als Eisenbahn, Highways und Telekomausbau je erreichten. Damit sich das refinanziert, müsste die Branche ihren Umsatz bis 2032 um rund 80 Prozent pro Jahr steigern. Ein Columbia-Ökonom zieht dabei einen Vergleich, der aufhorchen lässt.
KI-Agenten hacken Onlineshops für 25 Dollar pro Ziel
Ein Report von Gambit Security zeigt: Drei zusammenspielende KI-Agenten haben mindestens 27 Onlineshops geknackt und über 600'000 Kreditkartendaten erbeutet – für durchschnittlich 25,46 Dollar pro Firma. Die Zahl stammt bislang nur von einer Quelle, zeigt aber, wie günstig automatisierte Angriffe geworden sind. Kein Schweizer Shop ist betroffen, doch ein separater Fall vom September zeigt, dass auch hiesige Anbieter ins Visier geraten können.























