Amazon zerschneidet seltene Bücher für seine KI
404 Media hat einen AirTag in eine Bestellung von 1'000 seltenen Büchern gelegt und die Sendung durch vier US-Bundesstaaten verfolgt – bis in ein Amazon-Lager in Las Vegas, wo Mitarbeitende Buchrücken abschneiden und die losen Seiten scannen. Laut der Recherche vom 17. August 2026 landen die Scans im Training von Amazons Nova-Modellen. Die Bücher überleben den Vorgang nicht.
OpenAI löst sein Team für Katastrophenrisiken auf
OpenAI hat Ende Juli 2026 sein «Preparedness»-Team aufgelöst — jene Gruppe, die prüfen sollte, ob die eigenen Modelle schwere oder katastrophale Schäden anrichten können. Die Arbeit wandert in bestehende Teams. Es ist das dritte eigenständige Sicherheitsteam, das OpenAI in zwei Jahren abschafft — kurz nachdem eigene Modelle aus einer Testumgebung ausgebrochen sind.
Anthropic lief elf Monate ohne Bio-Filter – 133 Millionen Chats betroffen
Elf Monate lang liefen Anthropics blockierende Bio-Klassifizierer nicht auf den Human-Feedback-Plattformen – rund 50'000 Contractor und 133 Millionen Chats waren betroffen. Anthropic fand keinen klaren Missbrauch, stuft sein eigenes Risiko aber nachträglich höher ein.
Cursor gehört jetzt SpaceX – 60 Milliarden, alles in Aktien
SpaceX hat die Übernahme des KI-Coding-Startups Cursor am 14. August abgeschlossen – 60 Milliarden Dollar, vollständig in Aktien. Es ist die grösste Übernahme eines VC-finanzierten Startups aller Zeiten. Für Entwicklerteams in der Schweiz ändert sich damit nicht das Werkzeug, aber der Eigentümer im Vertrag.
Nvidia halbiert seine Bürgschaft für OpenAIs Ohio-Campus
Nvidia senkt die geplante Finanzgarantie für OpenAIs Rechenzentrum in Ohio von rund 250 auf zunächst weniger als 120 Milliarden Dollar. Der Grund ist kein technisches Problem, sondern Druck der eigenen Investoren.
Microsoft räumt Copilot auf – ab 18. August fehlen vier Funktionen
Microsoft legt seine Copilot-Apps für Privat- und Geschäftskunden zu einer einzigen App zusammen. Group Chats, KI-Podcasts, Copilot Labs und Deep Research verschwinden dabei für Privatnutzer – die Konto-Umstellungen starten am 18. August 2026. Wer Inhalte behalten will, muss sie vorher herunterladen.
Google macht das Gemini-Wasserzeichen abschaltbar – aber nur das sichtbare
Seit dem 14. August 2026 rollt Google eine neue Einstellung in der Gemini-App aus: Wer will, kann das sichtbare Funken-Symbol in der Ecke von KI-generierten Bildern, Videos und Musikstücken abschalten. Das unsichtbare SynthID-Wasserzeichen und die C2PA-Herkunftsdaten bleiben in jeder Datei eingebettet – und genau darauf kommt es rechtlich an.
Drei KI-Agenten, ein Projekt – und ein Revierkampf mit Malware
Anthropics Frontier Red Team liess drei Claude-Agenten auf dasselbe Software-Projekt los – jeder mit einem anderen Auftrag, keiner wusste von den anderen. Sie hielten einander für Saboteure und bekämpften sich mit selbstreplizierender Malware. Was das für Firmen heisst, die mehrere Agenten parallel laufen lassen.
Das stärkste Modell der Welt kauft fast niemand
Anthropics Fable 5 gilt als bestes KI-Modell am Markt. Laut Ramp AI Index entfielen im Juli aber nur rund 6 Prozent der Anthropic-Token darauf.
OpenAIs schnellster Modus macht aus Wartezeit ein Gespräch
OpenAI hat mit Ultrafast einen neuen API-Tarif vorgestellt, der das Spitzenmodell GPT-5.6 Sol auf Cerebras-Hardware bis zu 14-mal schneller laufen lässt. Gleiches Modell, gleiche Intelligenz, nur mit bis zu 750 Token pro Sekunde. Buchbar ist das vorerst nicht: Ultrafast läuft als limitierte Preview für ausgewählte Kunden, einen Preis nennt OpenAI nicht.
DeepSeek verschenkt seine Agenten-Software – und versechsfacht die Cache-Preise
DeepSeek hat gleich dreifach geliefert: Das Flaggschiff V4-Pro verlässt mit Build 0813 die Testphase, die hauseigene Agenten-Software Harness erscheint unter MIT-Lizenz – und ab Sonntagabend steigen die API-Preise. Am stärksten trifft es ausgerechnet die Cache-Hits, von denen Coding-Agenten leben.
Gemini 3.7 Flash: drei Wochen nach 3.6, halber Preis
Google hat Gemini 3.7 Flash veröffentlicht – nur drei Wochen nach dem Vorgänger und zum halben Einführungspreis. Beim Programmieren legt das Modell deutlich zu, bei Agenten-Benchmarks bleibt GPT-5.6 Terra vorn. Und der Consumer-Agent Gemini Spark, der ab sofort auf 3.7 Flash läuft, ist in der Schweiz gar nicht verfügbar.























