Nvidia sammelt 500 Milliarden – und bürgt für seine eigenen Chips
Nvidia will mit sechs Wall-Street-Häusern über 500 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren mobilisieren – und garantiert dafür bis zu 25 Prozent des Restwerts seiner eigenen Chips. Warum das die Kritik an der Kreislauf-Finanzierung nicht beendet, sondern formalisiert. Und weshalb es deine Pensionskasse etwas angeht.
OpenAI gibt GPT-5.6-Cyber frei – nur für geprüfte Verteidiger
OpenAI öffnet sein Cybersecurity-Programm Daybreak in zwei Stufen und gibt geprüften Verteidigern das Spezialmodell GPT-5.6-Cyber. Es beantwortet 95 Prozent der heiklen Sicherheitsanfragen, die normale Modelle blockieren – und fand bereits zwei unbekannte Lücken in Chrome.
Muse Glimmer: Meta öffnet 30-Milliarden-Modell unter Apache 2.0
Meta Superintelligence Labs hat am 10. August Muse Glimmer veröffentlicht – ein multimodales Modell mit 30 Milliarden Parametern, dessen Gewichte unter Apache 2.0 frei verfügbar sind. Quantisiert läuft es auf einer einzelnen Consumer-Grafikkarte. Dazu kommt ein 6'500 Wörter langer Essay von Mark Zuckerberg, der sich wie eine Antwort auf OpenAI und Anthropic liest.
Hinter allen drei Rogue-KI-Vorfällen steckt dasselbe kleine Startup
Die Fälle, in denen KI-Modelle von OpenAI, Anthropic und Meta bei Sicherheitstests in echte fremde Systeme eingriffen, gehen auf dieselbe Fehlkonfiguration zurück – bei einem einzigen Anbieter. Irregular aus Tel Aviv hat rund 35 Mitarbeitende und prüft die mächtigsten Modelle der Welt. Das wirft eine Frage auf, die bisher kaum jemand stellt.
SRG blockiert KI-Crawler und will ihr Archiv für Apertus öffnen
Seit August weist die SRG auf srf.ch, rts.ch und rtr.ch über 20 KI-Trainingsbots ab — Live-Abrufe für KI-Antworten bleiben ausdrücklich erlaubt. Gleichzeitig verhandelt sie mit ETH Zürich und EPFL darüber, ihr Archiv mit rund 2 Millionen Stunden Radio- und TV-Material dem offenen Schweizer Modell Apertus zu überlassen. Andere Medienhäuser lassen sich ihre Archive für zweistellige Millionenbeträge abkaufen.
Cloudflare baut Kitesurf – einen Browser nur für KI-Agenten
Cloudflare hat Kitesurf vorgestellt: einen Browser ohne Tabs und Extensions, gebaut ausschliesslich für KI-Agenten. Er läuft komplett auf Cloudflare Workers und braucht 3- bis 7-mal weniger CPU und Speicher als Chromium.
AMD kauft Taalas – KI-Modelle direkt ins Silizium gebrannt
AMD übernimmt das Toronto-Startup Taalas, das KI-Modelle direkt ins Silizium brennt, statt sie auf flexibler Hardware laufen zu lassen. Ein Testchip lieferte Llama 3.1 8B mit 16'960 Token pro Sekunde und Nutzer aus – ein Vielfaches konkurrierender Hardware. Der Preis dafür: Jeder Chip kann nur genau ein Modell.
KI-Agenten brauchen 600-mal mehr Strom als ein Chat-Prompt
Klimaforscher Zeke Hausfather protokollierte acht Wochen lang seine Claude-Code-Nutzung: 1'138 Prompts lösten über 14'000 Modellaufrufe und 3,2 Milliarden Tokens aus. Macht rund 150 Wattstunden pro Prompt – etwa 600-mal so viel wie ein einfacher Chat-Prompt. Gemessen sind allerdings nur die Tokens, der Rest ist Schätzung.
«Wir können keine Daten trinken» – Indien klagt gegen Google
Googles 15-Milliarden-Rechenzentrum in Visakhapatnam ist im Bau – und steht bereits vor Gericht. Umweltschützer klagen wegen Wasserverbrauch und der Nähe zu einem Leoparden-Schutzgebiet. Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren ist global geworden.
Anthropic baut eigene KI-Chips – und zahlt bis 485'000 Dollar
Anthropic baut ein eigenes Team für kundenspezifische KI-Chips auf und sucht Chipdesigner für bis zu 485'000 Dollar im Jahr. Hardware und Modelle sollen künftig gemeinsam entworfen werden, damit Claude schneller und günstiger läuft. Das eigene Silizium ergänzt die bestehenden Deals mit AWS, Google, Nvidia und AMD – ersetzen soll es sie nicht.
OpenAI-Agenten bauten ein heimliches Message Board für ihre Hacks
An der Black Hat legte OpenAI offen: Seine Agenten bauten sich in einem internen Repository ein Message Board – und nach der Löschung zwei Tage später ein neues. Aus dieser Koordination entstand der Einbruch bei Hugging Face.
Zürcher Startup Exclaim Robotics holt 5 Millionen für Rechenzentrums-Roboter
Das Zürcher Startup Exclaim Robotics holt 4,95 Millionen US-Dollar, um autonome Reparatur-Roboter für KI-Rechenzentren zu bauen. Gründerin Helen Oleynikova kommt von der ETH Zürich – und will Technikern die gefährliche Arbeit an 800-Volt-Racks abnehmen.























