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Grok 4.6 erreicht die KI-Spitze – 60 Prozent günstiger

xAI hat Grok 4.6 veröffentlicht und schliesst damit zur Spitze auf: 61 Punkte im Artificial-Analysis-Intelligence-Index, exakt gleichauf mit OpenAIs GPT-5.6 Sol. Der Preis bleibt bei 2 Dollar pro Million Input- und 6 Dollar pro Million Output-Token — über 60 Prozent unter Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol. Der grössere Hebel liegt aber woanders: Grok 4.6 erledigt lange Aufgaben in rund 53 Schritten, wo Claude Opus 5 etwa 103 braucht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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13. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Marktwaage mit Münzen auf einer Waagschale, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Marktwaage mit Münzen auf einer Waagschale, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Fünf Punkte in gut einem Monat0253 Schritte statt 10303Zwei Dollar rein, sechs Dollar raus04Wo Grok noch Federn lässt
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01Fünf Punkte in gut einem Monat0253 Schritte statt 10303Zwei Dollar rein, sechs Dollar raus04Wo Grok noch Federn lässt
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Nicht der Listenpreis ist die eigentliche Nachricht, sondern die Effizienz: Wer dieselbe Aufgabe in halb so vielen Schritten löst, spart doppelt — beim Tarif und beim Verbrauch.

xAI hat am 12. August 2026 Grok 4.6 veröffentlicht und ist damit zurück im Spitzenfeld: 61 Punkte im Artificial-Analysis-Intelligence-Index, exakt gleichauf mit OpenAIs GPT-5.6 Sol. Davor liegen nur noch Anthropics Claude Opus 5 (63) und Claude Fable 5 (62). Der Preis bleibt unverändert bei 2 Dollar pro Million Input- und 6 Dollar pro Million Output-Token — laut Artificial Analysis über 60 Prozent unter Claude Opus 5 (5/25) und GPT-5.6 Sol (5/30).

Fünf Punkte in gut einem Monat

Der Index von Artificial Analysis — einem unabhängigen Analysehaus, das neun Einzel-Benchmarks zu einer einzigen Zahl verrechnet — ist das nüchternste Mass für den Vergleich zwischen den Laboren. Grok 4.6 legt dort gegenüber dem Vorgänger Grok 4.5 (56 Punkte) um fünf Punkte zu, und das gut einen Monat nach dessen Release. Das Kontextfenster bleibt bei 500'000 Token, also der Textmenge, die das Modell in einer einzelnen Anfrage im Blick behalten kann.

xAI — auf der eigenen Website inzwischen als SpaceXAI geführt — beschreibt den Fokus im Ankündigungs-Blogpost als Arbeit an «long-running agents»: Modelle, die eine Aufgabe über viele Schritte hinweg durchziehen, statt eine einzelne Frage zu beantworten.

53 Schritte statt 103

Genau dort liegt die Stärke. Auf GDPval-AA v2, dem Benchmark für echte Wissensarbeit am Computer, erreicht Grok 4.6 einen Elo-Wert von 1753 und landet damit laut Artificial Analysis auf Rang zwei hinter Claude Opus 5. Interessanter als der Rang ist die Effizienz: Für lange, mehrstufige Aufgaben braucht Grok 4.6 im Schnitt rund 53 Arbeitsschritte, Claude Opus 5 rund 103 — bei etwa einem Viertel der verarbeiteten Input-Token.

Konkret heisst das: Der Kostenvorteil ist grösser, als der Listenpreis vermuten lässt. Artificial Analysis misst 0,84 US-Dollar pro Aufgabe — derselbe Wert wie bei Kimi K3, bei leicht höherer Intelligenz.

Zwei Dollar rein, sechs Dollar raus

Rechne kurz nach: Wer im Monat zehn Millionen Output-Token erzeugt — für ein Team, das Agenten produktiv laufen lässt, keine exotische Grösse —, zahlt bei Grok 4.6 60 Dollar. Bei Claude Opus 5 wären es 250, bei GPT-5.6 Sol 300.

Der Haken: Ab 200'000 Prompt-Token verdoppelt xAI die Tarife auf 4 respektive 12 Dollar — und zwar laut der offiziellen API-Dokumentation für alle Token der Anfrage, nicht nur für den überschüssigen Teil. Wer mit sehr grossen Kontexten arbeitet, sollte das einkalkulieren. Zwischengespeicherte Eingaben (Cache Hits) kosten neu 0,50 Dollar pro Million statt 0,30 wie noch bei Grok 4.5.

Für Schweizer KMU und Entwicklerteams verschiebt das die Rechnung spürbar: Agentische Workloads, die bisher am Budget scheiterten, werden mit einem Modell auf vergleichbarem Niveau plötzlich kalkulierbar.

Wo Grok noch Federn lässt

Vorne ist das Modell nicht überall. In xAIs eigener Benchmark-Tabelle liegt Grok 4.6 bei DeepSWE v1.1 mit 65,9 Prozent deutlich hinter GPT-5.6 Sol Max (73 Prozent), und auf Terminal-Bench v3.0 kommt es auf 26 Prozent gegenüber 34,6 (GPT-5.6 Sol Max) und 34,1 (Fable 5 Max). Auf CursorBench v3.2 dagegen legt es von 66,7 auf 69,9 Prozent zu.

Wichtig zur Einordnung: Diese Zahlen stammen von xAI selbst, die Konkurrenzwerte hat das Unternehmen nach eigenen Angaben aus veröffentlichten System Cards und öffentlichen Leaderboards übernommen. Die unabhängige Gegenprobe liefert der Artificial-Analysis-Index — und der bestätigt das Gesamtbild.

Ausprobieren kannst du Grok 4.6 ab sofort über die xAI-API, Grok Build und Cursor sowie über OpenRouter, Vercel und Cloudflare. In der ersten Woche gibt es in Grok Build und Cursor das doppelte Nutzungskontingent.

Quellen

Grok 4.6 – Ankündigung von xAI↗ EXTERNER LINKGrok 4.6: Benchmarks and Analysis – Artificial Analysis↗ EXTERNER LINKSpaceXAI's Grok 4.6 matches OpenAI's best model and undercuts it on price – The Decoder↗ EXTERNER LINKModels and Pricing – xAI API-Dokumentation↗ EXTERNER LINK
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