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Nvidia investiert Milliarden in Sutskevers Safe Superintelligence

Nvidia steigt bei Safe Superintelligence ein, dem KI-Labor von Ex-OpenAI-Chefwissenschaftler Ilya Sutskever – laut Bloomberg mit rund 5 Milliarden Dollar. SSI erhält Zugang zur neuen Vera-Rubin-Plattform und verzehnfacht seine Rechenleistung. Pikant: Bisher lief das Labor vor allem auf Google-Chips.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
29. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines blauen Hirnmodells, per Kabel mit einem Serverschrank verbunden, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines blauen Hirnmodells, per Kabel mit einem Serverschrank verbunden, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Milliarden für ein Labor ohne Produkt02Google verliert einen prestigeträchtigen Chip-Kunden03Jensen Huangs Scheckbuch arbeitet im Akkord
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Nvidia zahlt Milliarden für ein Labor ohne Produkt – und kauft damit zwei Dinge: exklusiven Einblick in Sutskevers Forschung und einen prominenten Kunden, der sonst auf Google-Chips gerechnet hätte.

Nvidia steigt bei Safe Superintelligence (SSI) ein, dem KI-Labor von Ex-OpenAI-Chefwissenschaftler Ilya Sutskever. Am 27. Juli 2026 kündigten die beiden Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft an: Nvidia investiert eine offiziell nur als «substanziell» bezeichnete Summe – laut Bloomberg und Reuters rund 5 Milliarden Dollar – und öffnet SSI den Zugang zur nächsten Chip-Generation Vera Rubin. Damit soll sich die Rechenkapazität des Labors laut Nvidia verzehnfachen.

Milliarden für ein Labor ohne Produkt

SSI ist ein Sonderfall der KI-Branche: Das 2024 gegründete Labor, heute geführt von Sutskever und Daniel Levy, verfolgt nach eigenen Angaben einen «Straight-Shot»-Ansatz – ein einziges Ziel, ein einziges Produkt: eine sichere Superintelligenz. Zwei Jahre lang forschte das Team im Verborgenen, ohne Zwischenprodukte, ohne Umsatz. Trotzdem wurde SSI laut Medienberichten zuletzt mit rund 30 Milliarden Dollar bewertet – rund das Sechsfache der jetzt kolportierten Nvidia-Investition.

Nvidia begründet den Einstieg damit, vor der Partnerschaft «seltenen Einblick in die streng gehütete Forschung» erhalten zu haben. Sutskever selbst bleibt vage: Seine Forschung drehe sich um übersehene Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

«Wir haben Forschung, die es wert ist, skaliert zu werden – und der Zugang zu einem grossen Nvidia-Computer erlaubt uns genau das.»
— Ilya Sutskever, Mitgründer und CEO von SSI (aus dem Englischen übersetzt)

Google verliert einen prestigeträchtigen Chip-Kunden

Der Deal hat eine zweite Ebene: Bisher rechnete SSI laut Wall Street Journal vor allem auf Googles TPU-Chips – Spezialprozessoren, die Google als Alternative zu Nvidia-Grafikkarten vermarktet. Mit dem Wechsel auf Vera Rubin drängt Nvidia seinen wohl gefährlichsten Rivalen im KI-Chip-Geschäft ein Stück zurück. Zudem sollen beide Firmen gemeinsam an Nvidias künftigen Compute-Plattformen arbeiten – SSIs Erkenntnisse fliessen also direkt in die Hardware von morgen ein.

Jensen Huangs Scheckbuch arbeitet im Akkord

Der SSI-Einstieg reiht sich in Nvidias Serie strategischer Beteiligungen ein – erst am Wochenende wurde bekannt, dass der Konzern mit bis zu 250 Milliarden Dollar für OpenAIs Ohio-Campus bürgen soll. Das Muster dahinter: Nvidia finanziert seine eigenen Kunden und sichert sich so Nachfrage, Einblick und Bindung an die eigene Plattform. Für dich heisst das: Der Kampf um Rechenleistung wird zunehmend nicht mehr über Chips entschieden, sondern über Kapital – und Nvidia spielt auf beiden Feldern.

Quellen

Nvidia Newsroom: SSI and NVIDIA Announce Long-Term Strategic Partnership↗ EXTERNER LINKTechCrunch: Ilya Sutskever's Safe Superintelligence partners with Nvidia↗ EXTERNER LINKThe Decoder: Nvidia invests in Ilya Sutskever's AI lab↗ EXTERNER LINKBloomberg: Nvidia to Invest $5B in Sutskever's Safe Superintelligence↗ EXTERNER LINKWall Street Journal: Nvidia Bets on Ilya Sutskever's New AI Lab↗ EXTERNER LINK
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