Nvidia steigt bei Safe Superintelligence ein, dem KI-Labor von Ex-OpenAI-Chefwissenschaftler Ilya Sutskever – laut Bloomberg mit rund 5 Milliarden Dollar. SSI erhält Zugang zur neuen Vera-Rubin-Plattform und verzehnfacht seine Rechenleistung. Pikant: Bisher lief das Labor vor allem auf Google-Chips.
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Nvidia zahlt Milliarden für ein Labor ohne Produkt – und kauft damit zwei Dinge: exklusiven Einblick in Sutskevers Forschung und einen prominenten Kunden, der sonst auf Google-Chips gerechnet hätte.
Nvidia steigt bei Safe Superintelligence (SSI) ein, dem KI-Labor von Ex-OpenAI-Chefwissenschaftler Ilya Sutskever. Am 27. Juli 2026 kündigten die beiden Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft an: Nvidia investiert eine offiziell nur als «substanziell» bezeichnete Summe – laut Bloomberg und Reuters rund 5 Milliarden Dollar – und öffnet SSI den Zugang zur nächsten Chip-Generation Vera Rubin. Damit soll sich die Rechenkapazität des Labors laut Nvidia verzehnfachen.
SSI ist ein Sonderfall der KI-Branche: Das 2024 gegründete Labor, heute geführt von Sutskever und Daniel Levy, verfolgt nach eigenen Angaben einen «Straight-Shot»-Ansatz – ein einziges Ziel, ein einziges Produkt: eine sichere Superintelligenz. Zwei Jahre lang forschte das Team im Verborgenen, ohne Zwischenprodukte, ohne Umsatz. Trotzdem wurde SSI laut Medienberichten zuletzt mit rund 30 Milliarden Dollar bewertet – rund das Sechsfache der jetzt kolportierten Nvidia-Investition.
Nvidia begründet den Einstieg damit, vor der Partnerschaft «seltenen Einblick in die streng gehütete Forschung» erhalten zu haben. Sutskever selbst bleibt vage: Seine Forschung drehe sich um übersehene Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.
«Wir haben Forschung, die es wert ist, skaliert zu werden – und der Zugang zu einem grossen Nvidia-Computer erlaubt uns genau das.»
— Ilya Sutskever, Mitgründer und CEO von SSI (aus dem Englischen übersetzt)
Der Deal hat eine zweite Ebene: Bisher rechnete SSI laut Wall Street Journal vor allem auf Googles TPU-Chips – Spezialprozessoren, die Google als Alternative zu Nvidia-Grafikkarten vermarktet. Mit dem Wechsel auf Vera Rubin drängt Nvidia seinen wohl gefährlichsten Rivalen im KI-Chip-Geschäft ein Stück zurück. Zudem sollen beide Firmen gemeinsam an Nvidias künftigen Compute-Plattformen arbeiten – SSIs Erkenntnisse fliessen also direkt in die Hardware von morgen ein.
Der SSI-Einstieg reiht sich in Nvidias Serie strategischer Beteiligungen ein – erst am Wochenende wurde bekannt, dass der Konzern mit bis zu 250 Milliarden Dollar für OpenAIs Ohio-Campus bürgen soll. Das Muster dahinter: Nvidia finanziert seine eigenen Kunden und sichert sich so Nachfrage, Einblick und Bindung an die eigene Plattform. Für dich heisst das: Der Kampf um Rechenleistung wird zunehmend nicht mehr über Chips entschieden, sondern über Kapital – und Nvidia spielt auf beiden Feldern.

Laut Business Insider stellt Amazon die meisten seiner Nova-KI-Modelle aufs Abstellgleis – Premier, Omni, Reel und Canvas laufen nur noch für Bestandskunden weiter. Die Ressourcen fliessen in ein neues Frontier-Forschungsteam unter Pieter Abbeel.